«Ich dachte wirklich, ich würde sterben»
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Sandra aus Genf:«Ich dachte wirklich, ich würde sterben»

Schweizer Rückkehrer erzählen von ihren Tagen im Krisengebiet
«Ich habe Raketen auf uns zufliegen sehen»

Tausende Touristen sitzen in Folge des Iran-Kriegs nach wie vor im Nahen Osten fest. Inzwischen haben die grossen Fluggesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten jedoch den Flugbetrieb im begrenzten Umfang wieder aufgenommen. Blick berichtet live.
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Tausende Touristen warten im Nahen Osten darauf, endlich heimfliegen zu können.
Foto: X Screenshot

Um 18.48 Uhr landete der Flug EY 141 der Airline Etihad Airways am Flughafen Zürich. Es war der erste Flug aus Abu Dhabi seit Beginn der amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran am letzten Samstag. In der Ankunftshalle des Flughafens waren kurz darauf viele erleichterte Gesichter zu sehen. 

Darunter etwa Reality-TV-Star Elena Miras (33). «Die letzten Tage sind der Horror gewesen», sagt sie direkt nach der Ankunft zu Blick. «Ich muss erst einmal ankommen.» Es sei aber eine riesige Erleichterung, zurück zu sein.

«Es war die Hölle»
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Elena Miras den Tränen nahe:«Es war die Hölle»

Büsser: «Bin wahnsinnig dankbar»

Auch der Schweizer Komiker Stefan Büsser (40) kam mit dem Flugzeug nach Hause. «Ich bin wahnsinnig dankbar, wieder in der Schweiz sein zu dürfen», sagte er. In Gedanken sei er bei jenen Menschen, die aktuell noch nicht evakuiert werden konnten. «Und insbesondere bei denen, die wirklich in den Krisengebieten sind.» 

«Habe vier weitere Flüge gebucht, um sicher zu sein»
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Büsser zurück in der Schweiz:«Habe vier weitere Flüge gebucht, um sicher zu sein»

Die letzten Tage seien ein einziges Chaos gewesen, beschreibt der TV-Moderator. «Man wusste nicht, ob man überhaupt noch rauskommt.» Zur Sicherheit habe er vier Flüge gebucht. «Als wir dann über Saudi-Arabien weggeflogen sind, hat schon eine grosse Erleichterung eingesetzt.» Nach der Landung in Zürich sei ein kräftiger Applaus durch die Maschine gehallt.

«Gott sei Dank bin ich heimgekommen»

Alain (39) aus Bern durchlebte in den vergangenen Tagen die Ferienhölle in Abu Dhabi. «Ich bin noch nie so froh gewesen, dass die Ferien vorbei sind», sagte er erleichtert zu Blick. Statt acht Tage war er elf Tage in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. 

«War noch nie so froh, dass Ferien vorbei sind»
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Alain (39) war in Abu Dhabi:«War noch nie so froh, dass Ferien vorbei sind»

Der Schock sitzt bei ihm noch tief. «Es ist fast nicht in Worte zu fassen, wenn so etwas passiert.» Umso grösser ist jetzt die Erleichterung. «Gott sei Dank bin ich heimgekommen.»

Angst vor einem Abschuss

Ebenfalls am Dienstagabend in Zürich gelandet ist der in der Schweiz lebende Franzose Philippe Hehn (48) mit seiner Familie. Er berichtete, dass die Stimmung im Flugzeug während der ersten 30 Minuten sehr angespannt gewesen sei. «Wir haben alle aus dem Fenster geschaut und gedacht: Jetzt werden wir abgeschossen.» Je weiter sich das Flugzeug von Abu Dhabi entfernt habe, desto besser sei die Stimmung dann geworden.

«Wir fragten uns: Haben wir sowas verdient?»
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Familienvater Philippe:«Wir fragten uns: Haben wir sowas verdient?»

Explosionen im Himmel

Sandra aus Genf war nach der Ankunft in Kloten überglücklich. Sie schildert, was sie in Abu Dhabi zuletzt erlebt hatte. «Es war unbeschreiblich. Am Dienstagmorgen sind wir um zwei Uhr nachts von Explosionen am Himmel aufgewacht. Als ich aus dem Fenster des Hotels geschaut habe, habe ich Raketen auf uns zufliegen sehen.»

«Ich dachte wirklich, ich würde sterben»
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Sandra aus Genf:«Ich dachte wirklich, ich würde sterben»

Dieser Anblick habe sie zutiefst erschreckt. «Ich dachte wirklich, wir würden sterben.» Nun sei sie froh, wieder in der Schweiz zu sein. «Es ist ein Wunder.»

Noch 4800 Schweizer im Nahen Osten

Gemäss offiziellen Angaben sassen am Dienstagabend noch rund 4800 Schweizer Reisende im Nahen Osten fest. Diejenigen, die sich in einer «Travel Admin»-Plattform des EDA registriert haben, können hoffen, einen der wenigen angebotenen kommerziellen Flüge nutzen zu können.

Aber man müsse Geduld haben und davon ausgehen, dass der Luftraum noch eine Weile geschlossen bleibt. «Wir arbeiten intensiv mit Swiss zusammen, um Lösungen zu finden», sagte Marianne Jenni, Direktorin für konsularische Angelegenheiten im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Dienstag bei einer improvisierten Pressekonferenz in Bern. Die Schweiz verfüge über keine eigenen Transportflugzeuge, die für organisierte Ausreisen eingesetzt werden könnten.

«War noch nie so froh, dass Ferien vorbei sind»
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Alain (39) war in Abu Dhabi:«War noch nie so froh, dass Ferien vorbei sind»

Die Schweiz engagiert sich aber im Rahmen einer internationalen Gruppe, um gestrandeten Reisenden zu helfen. Die gestrandeten Reisenden werden aufgefordert, in erster Linie den lokalen Behörden zu folgen. Betroffene Touristen können sich auch an die Schweizer Vertretungen vor Ort wenden.

Während der Luftraum im Nahen Osten noch weitestgehend gesperrt ist und nur vereinzelt Flieger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten abheben, hat der Flugverkehr aktuell seine Routen angepasst. 

Die Fluggesellschaft Swiss hat am Dienstag mitgeteilt, dass sie ihre Flüge nach Dubai bis und mit 6. März annulliere. Für die Destination Tel Aviv gilt dies bis frühestens am 8. März.

04.03.2026, 06:23 Uhr

Danke fürs Mitlesen!

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Wir beenden die Live-Berichterstattung an dieser Stelle. Über die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten halten wir dich natürlich weiterhin auf dem Laufenden – den Liveticker zum Iran-Krieg findest du hier.

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03.03.2026, 20:11 Uhr

Papa Miras: «Wie ein Lottogewinn»

Ihre Eltern empfingen Reality-TV-Star Elena Miras am Flughafen Zürich.
Foto: Philippe Rossier

Blick spricht am Flughafen in Kloten ZH auch mit José Miras (60), dem Vater des Schweizer TV-Stars Elena Miras (33). «Wir sind mega, mega froh», freut sich Papa Miras über die Rückkehr seiner Tochter aus der Kriegszone. Er kann es kaum erwarten, seine Tochter in die Arme zu schliessen. «Das ist wie ein Lottogewinn.»

03.03.2026, 20:09 Uhr

«Ich dachte, wir werden sterben»

Foto: Philippe Rossier

Sandra aus Genf ist nach der Ankunft in Kloten überglücklich. Sie schildert, was sie in den vergangenen Stunden in Abu Dhabi erlebt hat. «Es war unbeschreiblich. Heute Morgen sind wir um zwei Uhr nachts von Explosionen am Himmel aufgewacht. Als ich aus dem Fenster des Hotels geschaut habe, habe ich Raketen auf uns zufliegen sehen.»

Dieser Anblick habe sie zutiefst erschreckt. «Ich dachte wirklich, wir würden sterben.»

«Ich dachte wirklich, ich würde sterben»
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Sandra aus Genf:«Ich dachte wirklich, ich würde sterben»

Ursprünglich wollte die Genferin bereits am Samstag von Abu Dhabi nach Genf zurückfliegen. Am Flughafen angekommen, bekamen die Passagiere jedoch plötzlich eine Meldung, dass sie sich in Sicherheit bringen müssen. «Wir hörten mehrere Explosionen. Die Leute rannten durch den Flughafen.» Schliesslich konnte sie evakuiert werden. Später habe sie erfahren, dass am Flughafen ein Mann ums Leben gekommen ist. 

Nach vier Tagen sei sie froh, wieder in der Schweiz zu sein. «Es ist wirklich ein Wunder.»

03.03.2026, 20:01 Uhr

Philippe Hehn: «Am Flughafen klingelten Hunderte von Telefonen»

«Wir fragten uns: Haben wir sowas verdient?»
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Familienvater Philippe:«Wir fragten uns: Haben wir sowas verdient?»

Nach einer traumhaften Thailand-Reise waren die Geschehnisse für den Franzosen Philippe Hehn (48) «der Horror». Er ergänzt im Gespräch mit Blick: «Der Kontrast war so krass. Wir haben uns alle angeschaut und uns gefragt, was jetzt passiert», berichtet der Familienvater. Jetzt weiss er, was Menschen in Kriegsgebieten erleben. 

«Am Flughafen haben Hunderte von Telefonen angefangen zu klingeln», beschreibt er die Alarm-Momente. «Die Leute sind total in Panik geraten. Familien haben angefangen zu weinen.» Das Geräusch der Telefone wird er nie wieder vergessen.

Vier Tage steckten der Expat, der schon seit zehn Jahren in der Schweiz lebt, und seine Familie in Abu Dhabi fest. «Wir haben nicht viel geschlafen», erzählt er.

Während der ersten 30 Minuten des rettenden Fluges sei die Situation sehr angespannt gewesen. «Wir haben alle aus dem Fenster geschaut und gedacht: Jetzt werden wir abgeschossen.» Je weiter sich das Flugzeug von Abu Dhabi entfernt habe, desto besser sei die Stimmung dann geworden.

03.03.2026, 19:46 Uhr

Alain (39) aus Bern: «Bin noch nie so froh gewesen, dass die Ferien vorbei sind»

«War noch nie so froh, dass Ferien vorbei sind»
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Alain (39) war in Abu Dhabi:«War noch nie so froh, dass Ferien vorbei sind»

Alain (39) aus Bern durchlebte in den vergangenen Tagen die Ferien-Hölle in Abu Dhabi. «Ich bin noch nie so froh gewesen, dass die Ferien vorbei sind», sagt er erleichtert zu Blick. Statt acht Tage war er elf Tage in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. 

Der Schock sitzt noch tief. «Es ist fast nicht in Worte zu fassen, wenn so etwas passiert.» Umso grösser ist jetzt die Erleichterung. «Gott sei Dank sind wir heimgekommen.»

03.03.2026, 19:43 Uhr

«Grosse Erleichterung» bei Stefan Büsser

«Habe vier weitere Flüge gebucht, um sicher zu sein»
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Büsser zurück in der Schweiz:«Habe vier weitere Flüge gebucht, um sicher zu sein»

Auch der Schweizer Komiker Stefan Büsser (40) ist in Zürich gelandet! Gegenüber Blick sagt er am Flughafen Kloten: «Ich bin wahnsinnig dankbar, wieder in der Schweiz sein zu dürfen.» In Gedanken sei er noch bei den Menschen, die aktuell noch nicht evakuiert werden konnten. «Und insbesondere bei denen, die wirklich in den Krisengebieten sind.» 

Die letzten Tage seien ein einziges Chaos gewesen, beschreibt der 40-Jährige. «Man wusste nicht, ob man überhaupt noch rauskommt.» Insgesamt habe er vier Flüge gebucht. Büsser wusste bis zum Schluss nicht, ob das Flugzeug überhaupt abheben würde. 

«Als wir dann über Saudi-Arabien weggeflogen sind, hat schon eine grosse Erleichterung eingesetzt.» Nach der Landung in Zürich sei ein «grosser, kräftiger Applaus» durch die Maschine gehallt.

03.03.2026, 19:35 Uhr

Elena Miras ist zurück in der Schweiz

«Es war die Hölle»
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Elena Miras den Tränen nahe:«Es war die Hölle»

Reality-TV-Star Elena Miras (33) hat wieder Schweizer Boden unter ihren Füssen. «Die letzten Tage sind der Horror gewesen», sagt sie direkt nach der Ankunft am Flughafen Zürich zu Blick. Für sie sei es «die Hölle» gewesen. 

Als Mutter habe sie gar nicht zulassen können, dass es ihr schlecht gehe. «Ich muss erst einmal ankommen.» Es sei eine riesige Erleichterung, zurück zu sein.

Papa José nimmt Elena Miras in den Arm.
Foto: Philippe Rossier

Jetzt will sie die Ruhe geniessen und ihre Gedanken ordnen. «Einfach kurz für mich sein.»

03.03.2026, 18:21 Uhr

Europäische Flugzeuge kreisen in der Nähe von Dubai

Mehrere Flugzeuge mit dem Zielflughafen Dubai drehen aktuell in der Nähe der Metropole ihre Kreise. Sie scheinen auf Landeerlaubnis zu warten. Die Maschinen kommen aus verschiedenen europäischen Ländern, etwa Italien, Polen oder Russland.

(Credit: Screenshot Flightradar)

Eine zentrale, seriöse Zahl darüber, wie viele Europäer aktuell insgesamt in den Emiraten ausharren, gibt es nicht. Grob geschätzt dürften es aber mehrere Zehntausend Touristen sein. Allein 30'000 Italiener sollen sich aktuell in den Emiraten aufhalten, rund 30'000 Deutsche sollen sich zudem in der gesamten Golfregion aufhalten.

03.03.2026, 17:57 Uhr

EDA gibt Update an Pressekonferenz

Von den über 4000 Schweizerinnen und Schweizern, die momentan wegen der Eskalation im Nahen Osten gestrandet sind, konnten «einige» mittlerweile mit kommerziellen Flügen das Land verlassen. Das bestätigt Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion im EDA, an einer Pressekonferenz am Dienstag. 

Foto: keystone-sda.ch

Die Schweiz sei in Gesprächen mit Fluggesellschaften, um die Rückholung weiterer Personen zu ermöglichen. Man arbeite mit «Hochdruck» an einer Lösung, um Optionen für eine Rückreise zu evaluieren. «Das geht nicht von einer Stunde auf die andere.»

Die ganze Pressekonferenz hat Politik-Redaktor Tobias Bruggmann hier getickert.

03.03.2026, 16:46 Uhr

Swiss streicht bis 6. März ihre Flüge nach Dubai

Die Fluggesellschaft Swiss annulliert nach der Destination Tel Aviv auch ihre Flüge nach Dubai. Dies gilt vorerst bis einschliesslich 6. März, wie die Swiss am Dienstag mitteilte. Die Flüge nach Tel Aviv sind bis 8. März ausgesetzt.

Foto: Sven Thomann

Die Swiss sei sich bewusst, dass viele Reisende in den Golfstaaten derzeit auf eine Ausreise hoffen würden, heisst es in der Mitteilung. Für die Fluggesellschaft stehe die Sicherheit ihrer Besatzungen und Passagiere aber an erster Stelle.

Deshalb werden bis zum 6. März der Luftraum der Arabischen Emirate und von Zypern gemieden. Bis zum 8. März gelte dies auch für die Lufträume von Israel, Jordanien, Dammam in Saudi-Arabien, Libanon, Iran, Irak, Bahrain, Kuwait und Katar. Viele dieser Lufträume seien derzeit sowieso generell geschlossen.

Die Lage werde dauernd geprüft, heisst es weiter. Sobald es die Sicherheitslage zulasse, würden die Flüge wieder aufgenommen. Ausserdem prüft die Swiss gemäss Mitteilung, ob alternative Flugoptionen möglich sind. Dabei sei man aber auf die Kooperation der lokalen Behörden angewiesen.

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