Videoaufnahmen zeigen Unfallstelle
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Grosseinsatz in Modena:Videoaufnahmen zeigen Unfallstelle

Täter sticht auf Verfolger ein
Mann rast in Modena in Menschenmenge – acht Verletzte

Am Samstagnachmittag raste ein Autofahrer in eine Fussgängergruppe in Modena. Mehrere Personen wurden teils schwer verletzt. Der Angreifer flüchtete und stach dabei auf einen Passanten ein. Die Polizei nahm ihn später fest.
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In Modena ist am Samstagnachmittag ein Autofahrer in eine Fussgängergruppe gerast.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Auto raste am Samstagnachmittag in Modena in eine Fussgängergruppe
  • Acht Personen wurden verletzt, vier davon schwer
  • Hintergründe zum Vorfall noch unklar, Autofahrer festgenommen
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Schock auf der Via Emilia Centro im italienischen Modena am Samstagnachmittag. Ein Mann raste mit seinem Auto in eine Gruppe von zehn Personen auf dem Largo Porta Bologna und durchbrach die Schaufensterscheibe des Bekleidungsgeschäfts Dallari Abbigliamento. Nach Angaben von Bürgermeister Massimo Mezzetti wurden acht Personen verletzt, vier davon schwer, eine mittelschwer und drei leicht. 

Der ebenfalls verletzte Fahrer flüchtete zu Fuss und stach dabei auf einen Passanten ein, der ihn aufhalten wollte, berichten italienische Medien. An der Kreuzung Rua Pioppa und Corso Adriano konnte der junge Mann von der Polizei festgenommen werden. Vier oder fünf Personen hatten laut Berichten dabei den Fahrer verfolgt und halfen dadurch bei der Festnahme. 

Lebensgefährlich verletzter Frau müssen Beine amputiert werden

Die Staatspolizei ermittelt nun zu den Hintergründen des Vorfalls. Noch ist unklar, welches Motiv hinter dem Geschehen steht. Rettungskräfte und Notfallteams auch aus Bologna und Pavullo waren im Grosseinsatz, berichtet Rai News.

Bürgermeister Mezzetti sprach am Unfallort gegenüber der «Gazzetta di Modena» über den Zustand der Verletzten. Besonders schlimm habe es eine Frau (55) getroffen: «Einer Frau werden wahrscheinlich beide Beine amputiert werden müssen: Sie war diejenige, die gegen das Schaufenster gedrückt wurde», sagte der Bürgermeister. Die Frau befand sich ersten Berichten zufolge auf dem Trottoir. Dort erfasste das Auto zunächst ein Velo und anschliessend die Passantin. Sie schwebt in Lebensgefahr, ebenso ein 55-jähriger Mann. 

«Wir sahen Menschen durch die Luft fliegen»

Mehrere italienische Medien, darunter der «Corriere della Sera» berichten, dass es sich bei dem Fahrer um den 31-jährigen Salim El K.* handle, einen italienischen Staatsbürger marokkanischer Abstammung aus Seriate (Bergamo), der in Ravarino (Provinz Modena) wohne. Der Mann sei nicht vorbestraft. Berichten zufolge soll K. einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften besitzen. K. hatte sich in der Vergangenheit laut Medienberichten einer psychiatrischen Behandlung unterzogen. Ermittler durchsuchen nun seine Wohnung.

«Wir sahen das Auto näher kommen, es steuerte auf den Bordstein zu. Plötzlich beschleunigte es. Es fuhr mindestens 160 km/h, wir sahen Menschen durch die Luft fliegen», schilderte ein Augenzeuge den Vorfall gegenüber Rai News. 

Auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni meldete sich auf Xl. Sie bezeichnete den Vorfall als «äusserst schwerwiegend» und sprach den Verletzten und ihren Familien ihr Mitgefühl aus. «Mein Dank gilt auch den Bürgern, die mutig eingegriffen haben, um den Täter zu stoppen, sowie den Ordnungskräften für ihr Eingreifen», schrieb sie weiter. Meloni betonte: «Ich vertraue darauf, dass der Täter für seine Taten voll und ganz zur Rechenschaft gezogen wird.»

*Name bekannt

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