Wal Timmy wird am Strand zerlegt
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Nichts für schwache Nerven:Wal Timmy wird am Strand zerlegt

Aufwendig und gefährlich
So läuft die Obduktion von Timmy ab

Der tote Buckelwal Timmy wird heute Nachmittag obduziert. Wie sich zeigt, waren nicht nur die Rettungsversuche des Tieres kompliziert. Das Expertenteam nimmt einiges in Kauf, um das Rätsel um den gigantischen Meeresbewohner zu lösen.
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Die Obduktion von Timmys Kadaver hat begonnen.
Foto: picture alliance/dpa

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Auf der dänischen Insel Anholt wird Buckelwal Timmy obduziert
  • Faulgase im Kadaver könnten gefährliche Explosionen verursachen
  • Wissenschaftler entnehmen Proben, Walreste später zu Biodiesel verarbeitet

An einem Strand der dänischen Insel Anholt hat sich mittlerweile ein Geruch von Fäulnis ausgebreitet. Schon seit Tagen liegt der tote Buckelwal Timmy dort im Sand und schmort in der Sonne. Nach dem spektakulären Rettungsversuch und der traurigen Nachricht über seinen Tod startet jetzt das letzte Kapitel um den Wal. Kurz nach 16.30 Uhr beginnt die Obduktion des Kadavers.

Die Experten beginnen damit, den Bauch des toten Wals aufzuschneiden. So sollen die Verwesungsgase aus dem Kadaver entweichen. Einer der Experten macht sich mit einem überraschend kleinen Messer ans Werk. Wenig später wird er von einer Kollegin unterstützt. Auch eine Flosse des Tieres wird augenscheinlich aufgeschnitten. Laut einer Bild-Journalistin vor Ort ist der Fäulnisgestank des Kadavers «sehr intensiv». Bis 22 Uhr sollte der Wal zerteilt sein. Das Ende der Obduktion verzögert sich jedoch.

Mehrere Teile des toten Tieres werden von den Experten entfernt. So unter anderem der Darm, dessen Inhalt laut der «Bild» Rückschlüsse auf Timmys Tod ermöglichen könnte. Auch das Schulterblatt wurde bereits von einem Bagger abtransportiert. Einige Knochen des Wals sollen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in Kopenhagen gebracht werden.

Wieso wird der Wal obduziert?

Gegenüber dem «Tagesspiegel» teilte Jane Hansen vom dänischen Umweltministerium mit, dass Timmy zu Forschungszwecken aufgeschnitten werde. Ziel sei es, dem Wal wertvolle wissenschaftliche Proben zu entnehmen. Auch eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums gab eine Erklärung gegenüber der Zeitung ab. Aufgrund der privaten Rettungsaktion sei eine unabhängige, forensische Obduktion nötig. 

Wie ist der aktuelle Zustand des Kadavers?

Timmys riesige Leiche ist ein Paradies für Bakterien. Diese waren schon so aktiv, dass die daraus entstandenen Gase den Wal völlig aufgebläht haben. Die Faulgase stinken nicht nur, sie könnten auch zu einer unkontrollierten Explosion von Timmy führen. Gegenüber dem «Spiegel» teilte der dänische Walforscher Peter Teglberg Madsen mit, dass das bei einer Obduktion enorm gefährlich werden kann: «Kiloschwere Fleischbrocken könnten durch die Luft fliegen und Umstehende töten.»

Kann dadurch die Todesursache festgestellt werden?

Auf einige Fragen wird es Antworten geben. Walforscher Madsen teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man das Geschlecht des Wals abschliessend klären wird. Auch würde man sehen, wenn sich Fischernetz-Reste im Magen oder Darm befänden. Ob die Todesursache herausgefunden wird, ist aufgrund der fortgeschrittenen Verwesung ungewiss. Insbesondere innere Blutungen und Wasser in der Lunge liessen sich vermutlich nicht mehr feststellen. 

Wie wird der Wal danach entsorgt?

Welches Unternehmen den Wal entsorgen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Laut der «Berliner Morgenpost» gibt es jedoch ein Standardverfahren, um Walreste zu entsorgen. Wie ein Sprecher der Daka Dänemark mitteilte, werden die Überreste in einer Fabrik in drei Bestandteile aufgetrennt. Aus dem Fett könne Biodiesel gewonnen werden. Das Wasser aus dem Wal würde gereinigt und wieder in den Fjord geleitet. Zu guter Letzt würden seine Knochen zu einer Art Mehl verarbeitet, das wiederum in der Zementfabrik endet. 

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