Darum gehts
- Donald Trump und Xi Jinping trafen sich am Donnerstag in Peking
- Xi warnte vor Konflikten mit den USA wegen der Taiwan-Frage
- China beansprucht Taiwan, USA liefern Taiwan Waffen
US-Präsident Donald Trump (79) hat sich am Donnerstag mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping (72) zu einer ersten Gesprächsrunde in Peking getroffen. Nach gut zwei Stunden endeten die ersten Gespräche zwischen den beiden Staatschefs. Zum Auftakt des Besuchs gaben sich Trump und Xi betont freundlich. «Es ist grossartig.» «Ein grossartiger Ort. Unglaublich. China ist wunderschön», sagte der US-Präsident.
Xi lobte eine neue Ära der Beziehungen zwischen den USA und China. «Konstruktive strategische Stabilität» sollte eine positive Stabilität sein, die in erster Linie durch Zusammenarbeit gekennzeichnet ist, eine wohlwollende Stabilität mit gut geregeltem Wettbewerb, eine normale Stabilität mit beherrschbaren Differenzen und eine dauerhafte Stabilität mit vorhersehbarem Frieden», so Xi.
Chinas Staatschef betonte, er sei überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und China grösser seien als die Differenzen. Der jeweilige Erfolg beider Länder sei für das andere eine Chance, so Xi weiter.
Taiwan und Iran
Im weiteren Verlauf des Gesprächs warnte Xi US-Präsident Donald Trump jedoch vor einem Konflikt um Taiwan. Sollte die Taiwan-Frage beim Treffen schlecht gehandhabt werden, würden Spannungen oder gar Konflikte zwischen den beiden Nationen drohen, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua den chinesischen Staatschef. Dies könnte die Beziehungen zwischen China und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen», so die Warnung Xis.
Das Weisse Haus bestätigte in einer Erklärung, dass der Iran ein wichtiges Thema bei den Gesprächen gewesen sei. «Beide Seiten waren sich einig, dass die Strasse von Hormus offen bleiben muss, um den freien Energiefluss zu gewährleisten», sagte ein Vertreter des Weissen Hauses. Xi, fügte der Vertreter hinzu, «stellte zudem Chinas Ablehnung der Militarisierung der Strasse und jeglicher Bemühungen, eine Gebühr für deren Nutzung zu erheben, klar und bekundete Interesse daran, mehr amerikanisches Öl zu kaufen, um Chinas Abhängigkeit von der Strasse in Zukunft zu verringern.»
Der Vertreter äusserte sich jedoch nicht dazu, ob Xi zugestimmt habe, Chinas Engagement zur Beendigung des Konflikts auszuweiten. Als Verbündeter Teherans und Hauptabnehmer iranischen Öls besitzt China Einfluss auf das Land. Die Staatschefs erörterten zudem die wirtschaftliche Zusammenarbeit, wobei Einzelheiten zu erwarteten Handelsabkommen noch nicht bekannt gegeben wurden.