Darum gehts
- Tiktok-Verkaufsfrist in den USA läuft ab, Amazon legt Last-Minute-Angebot vor
- Chinesische Regierung spricht sich gegen Verkauf aus, rechtliche Herausforderungen erheblich
- Tiktok hat 136 Millionen regelmässige Nutzer in den USA
Am 5. April läuft die Frist für Tiktok in den USA ab. 270 Tage hatte das chinesische Unternehmen Bytedance Zeit, um sein US-Geschäft zu verkaufen. Das war erforderlich, nachdem die USA die App infolge von Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit sperren wollten. Die ursprüngliche Frist lief am 19. Januar 2025 ab und Tiktok war für einen Tag offline, bevor US-Präsident Donald Trump (78) eine Fristverlängerung einräumte.
Wenige Tage vor Ablauf der neuen Frist gibt es noch keine Lösung. Mehrere Unternehmen zeigen immerhin Interesse daran, das US-Geschäft von Bytedance zu übernehmen. In den vergangenen Tagen wurden der Software-Konzern Oracle von Milliardär Larry Ellison (80) sowie die US-Investmentgesellschaft Blackstone Group als mögliche Käufer gehandelt.
Jetzt kommt aber Bewegung in die Sache: Laut der «New York Times» hat der Technologiekonzern Amazon von Milliardär Jeff Bezos (61) ein Last-Minute-Angebot vorgelegt. Ob das seriös ist, bleibt unklar. Kaufsummen werden keine genannt. Zu den Last-Minute-Bietern gehören aber auch die Firma Zoop von Onlyfans-Gründer Tim Stokely (41) sowie die kalifornische Firma AppLovin.
Kommt es gar zu einem Bieterstreit?
Die Chinesen könnten noch reinfunken
Selbst wenn sich US-Unternehmen um Tiktok bemühen, ist nicht alles in trockenen Tüchern. Die chinesische Regierung hat sich wiederholt gegen einen Verkauf ausgesprochen, was die Situation verkompliziert. Die rechtlichen Herausforderungen für Tiktok sind erheblich, da das Unternehmen gegen das Gesetz klagen muss, um seine Rechte zu schützen.
Ein Verbot hätte enorme Auswirkungen auf die Nutzerbasis und den Inhalt der Plattform. TikTok ist in den USA sehr beliebt, mit 136 Millionen regelmässigen Nutzern. Ob das Verbot umgesetzt wird oder Trump eine weitere Fristaufschiebung gewährt, bleibt unklar. Laut der «Washington Post» bemüht sich die Trump-Regierung aber aktiv um eine Lösung. Ein Szenario wäre, dass Bytedance seinen Tiktok-Algorithmus behält und einem US-Unternehmen least. Was allerdings innerhalb der USA auf Widerstand stossen könnte.