Auf einen Blick
- Kleinstes Skigebiet der Welt in St. Gallen ohne Betriebsbewilligung in Betrieb
- Künstlerkollektiv feiert vergangene Wintersportzeiten trotz behördlicher Verwarnung
- Bei weiterer Personenbeförderung drohen Busse, Geldstrafe oder bis zu Freiheitsstrafe
Das kleinste Skigebiet der Welt ist seit Anfang Februar in Betrieb – der alte Skilift im Garten des Abbruchobjektes an der Schneebergstrasse 50 in St. Gallen läuft seither Wochenende für Wochenende. Egal, ob Schnee liegt oder nicht, beim Lift ist immer etwas los. Das Künstlerkollektiv um Anita Zimmermann (68) feiert längst vergangene Wintersportzeiten – und auch sich selber.
Nun haben sie es aber übertrieben. Und zünftig Ärger mit den Behörden, wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt. Denn die Künstler haben keine Betriebsbewilligung von der technischen Kontrollstelle IKKS. Die Abbügelstrecke ist zu steil und nicht lang genug. Skifahrer drohen direkt ins Haus zu krachen. Deshalb darf der Lift nur ohne Wintersportler laufen. Eigentlich.
Busse oder Strafe
Die Betreiber haben sich aber mehrfach nicht daran gehalten. Sie haben Skifahrer eigenhändig angebügelt und ihnen oben beim Aussteigen geholfen. Der Kanton hat davon Wind bekommen und die wintersportaffinen Künstler verwarnt. «Sollten Sie mit der Anlage weiterhin Personen befördern, müssen wir leider eine Einstellung des Betriebes inklusive Demontieren der Bügel und der Seile ins Auge fassen», schreibt das zuständige Amt laut dem Bericht.
Werden noch einmal Skifahrer befördert, drohen dem Kollektiv laut dem «St. Galler Tagblatt» scharfe Konsequenzen: Busse, Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe. Zimmermann nimmt die Ermahnung ernst und sagt gegenüber der Zeitung: «Der Lift wird weiter laufen, aber er wird keine Skifahrenden mehr den Berg hochbringen.»