Die grosse Mehrheit der Schweizer will nicht mehr auf die digitalen Errungenschaften verzichten. Was die digitale Zukunft anbelangt, ist die Bevölkerung gespalten. In Zahlen: 35 Prozent fürchten sich davor, 36 Prozent freuen sich darauf. Männer sind digitalen Neuerungen gegenüber deutlich aufgeschlossener als Frauen.
Das zeigt eine repräsentative Studie des Forschungsinstituts Sotomo im Auftrag von Ringier. Im Vorfeld des Digitaltages vom 3. September 2019 wurden 4400 Menschen über ihre Ängste und Hoffnungen zum digitalen Wandel befragt.
Angst vor Jobverlust
Rund die Hälfte glaubt, dass durch die Digitalisierung mehr Jobs verschwinden als entstehen. Zudem befürchtet man, dass die verbleibenden Jobs anspruchsvoller werden. Eine Mehrheit erwartet, dass ein Teil ihrer Arbeit innert zehn Jahren vom Computer übernommen wird. Angst haben die Schweizer weiter vor dem Verlust der Privatsphäre durch die digitale Datenerfassung.
Die Umfrage zeigt eindrücklich auf, wie die Digitalisierung bereits im ganz normalen Alltag angekommen ist. 88 Prozent benutzen ein Navigationssystem, die gute alte Strassenkarte hat ausgedient. Nur noch 13 Prozent erledigen ihre Zahlungen am Postschalter, der Rest setzt auf E-Banking. 81 Prozent füllen die Steuererklärung digital aus.
Seit 2017 findet jährlich der Digitaltag unter der Federführung der Standortinitiative Digitalswitzerland statt. Ziel des nationalen Aktionstages am 3. September 2019: die Digitalisierung erlebbar zu machen und den Dialog rund um das Thema zu fördern. Hauptpartner sind APG, Google, Ringier (BLICK-Herausgeberin), SBB, SRG und Swisscom.
Seit 2017 findet jährlich der Digitaltag unter der Federführung der Standortinitiative Digitalswitzerland statt. Ziel des nationalen Aktionstages am 3. September 2019: die Digitalisierung erlebbar zu machen und den Dialog rund um das Thema zu fördern. Hauptpartner sind APG, Google, Ringier (BLICK-Herausgeberin), SBB, SRG und Swisscom.
Reisende, die sich ihre Zugverbindung im Kursbuch heraussuchen, sind klar in der Minderheit. Nur noch neun Prozent blättern sich durch den traditionellen SBB-Wälzer. Jeder Dritte ist froh um Google Maps, weil er niemanden mehr persönlich nach dem Weg fragen muss.
Mit dem Arzt digital kommunizieren
Eine grosse Mehrheit der Schweizer ist der Ansicht, dass wir in Sachen neuer Technologien erst am Anfang stehen. In zehn Jahren soll man sich etwa mit dem Kühlschrank unterhalten, digital wählen und abstimmen und den Arzt bei einem Wehwehchen digital zurate ziehen können.
Auffällig ist dagegen die Skepsis gegenüber Innovationen im Strassenverkehr. Nur 30 Prozent gehen davon aus, dass sich selbstfahrende Autos bis 2030 auf den Schweizer Strassen etablieren. Gar nur sieben Prozent glauben an Flugtaxis.