12 Mitarbeitende entlassen
Emmentaler Schaukäserei stellt Produktion ein

Wie wird aus Milch der Emmentaler-Käse hergestellt? In der Schaukäserei in Affoltern BE konnten Besuchende den Prozess bislang miterleben. Das ist jetzt Geschichte.
Publiziert: 12.03.2025 um 17:11 Uhr
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Aktualisiert: 13.03.2025 um 06:48 Uhr
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In der Emmentaler-Schaukäserei in Affoltern wird in Zukunft kein Käse mehr produziert.
Foto: PIUS KOLLER

Darum gehts

  • Emmentaler Schaukäserei stellt Produktion ein. Bis zu zwölf Personen werden entlassen
  • Hohe Milchkosten und sinkender Absatz führen zur Produktionseinstellung in Affoltern
  • Unternehmen erwartet Verlust von bis zu 50 Prozent der aktuellen Milchmenge
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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SDASchweizerische Depeschenagentur

In Affoltern im Emmental BE wird bald kein Käse mehr produziert. Die Schaukäserei des berühmten Schweizer Käses stellt per Ende Juni ihre Produktion ein. Bis zu zwölf Personen werden entlassen. Ein Konsultationsverfahren ist im Gange.

Diese Entscheidung stehe in Zusammenhang mit dem «anstehenden Investitionsbedarf in die Produktionsanlagen» und den «strukturellen Veränderungen im Markt für Emmentaler», schrieb die Emmentaler Schaukäserei AG am Mittwoch in einer Mitteilung. Die Berner Tamedia-Zeitungen berichteten zuerst über den Stellenabbau.

Sinkender Absatz und hohe Personalkosten

Konkret haben sich die Milchkosten in den vergangenen Jahren stark erhöht, wie Geschäftsführer Frank Jantschik auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ausführte. Zudem gehe das Unternehmen davon aus, aufgrund der Struktur der Lieferanten in den kommenden Jahren bis zur Hälfte der aktuellen Milchmenge zu verlieren.

Die Firma habe mit einem sinkenden Absatz und vergleichsweise hohen Personalkosten zu kämpfen, schrieb Jantschik weiter. Und nicht zuletzt hat der Freiburger Molkereikonzern Cremo den Kaufvertrag mit Emmentaler AOP per Ende April gekündigt.

Weil neben den Produktionsanlagen auch andere Bereiche der Emmentaler Schaukäserei dringenden Erneuerungsbedarf hätten, habe man sich dafür entschieden, nicht mehr in die Produktion zu investieren. Jantschik verwies dabei auf die Gastronomie, das Käsefachgeschäft und die Besucherorganisation. Nach Möglichkeit würden die betroffenen Arbeitnehmenden intern weiterbeschäftigt, fügte er an.

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