Das Podest
1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:48,21
2. Zrinka Ljutic (Kro) +0,14
3. Anna Swenn-Larsson (Sd) +0,81
Das Rennen
Es ist erstaunlich und wird noch erstaunlicher. Ohne ihre verletzte Teamleaderin Wendy Holdener werden die Schweizer Slalom-Frauen besser und besser. Aufs Podest schafft es zwar keine, aber die Ränge 4 (Rast), 5 (Meillard) und 6 (Gisin) sind aller Ehren wert. Stark: Obwohl sie nach dem ersten Lauf schon gut platziert sind, scheinen sie den Druck nicht zu spüren und liefern ab.
Mit der Besten ihres Fachs, Mikaela Shiffrin (USA), können sie nicht mithalten – der Superstar gewinnt ihr 95. Weltcuprennen. Macht Shiffrin in diesem Winter die 100 noch voll? Kroatiens Ski-Wunderkind Zrinka Ljutic (19 Jahre alt) landet auf Platz 2, Dritte wird die Schwedin Anna Swenn-Larsson.
Die Schweizerinnen
4. Camille Rast +0,90
5. Mélanie Meillard +1,39
6. Michelle Gisin +1,86
20. Elena Stoffel +4,19
Im ersten Lauf ausgeschieden: Nicole Good (Ausfall).
Camille Rast ist nach dem ersten Lauf 7. Schafft sie es bis aufs Podest? Der Rückstand macht es durchaus möglich. Und siehe da: Die Walliserin knallt einen Traumlauf in den slowakischen Schnee, verbessert sich dank der Laufbestzeit in der Rangliste. Rang 4 – so wie schon in Kranjska Gora. Im SRF sagt sie: «Die neun Hundertstel aufs Podest nerven mich. Aber ich muss dieses Resultat mitnehmen. Ich bin wirklich zufrieden, Punkte und Vertrauen sind da. Ich hoffe, in Soldeu klappt es mit dem Podest. Mit Mélanie pushe ich mich im Team, mal ist sie schneller, mal ich. Super, dass wir so kompakt vorne sind. Die Laufbestzeit im zweiten Lauf ist super, das nehme ich mit – in Zukunft muss ich es einfach zweimal machen.»
Am Samstag musste Michelle Gisin einen Dämpfer einstecken, sie verpasste beim Riesenslalom den zweiten Lauf. Doch sie lässt sich davon nicht verunsichern, zeigt zwei starke Slalom-Läufe. Mit Platz 6 kann sie happy sein.
Mélanie Meillard zeigt einen famosen ersten Lauf, ist Dritte. Holt sie den ersten Podestplatz ihrer Karriere? Nein. Meillard fährt auch am Nachmittag gut, es fehlt aber der ultimative Angriff. Dennoch: Rang 5 ist ein weiterer, grosser Schritt nach vorne – Meillard ist nach ihrem Kreuzbandriss 2018 und schwierigen Jahren den Anschluss an die Weltspitze geschafft.
Mit der hohen Startnummer 42 geht Elena Stoffel ins Rennen – ein grosser Nachteil im Vergleich zum Winteranfang, als sie noch weiter vorne loslegen konnte. Doch Stoffel macht ihre Sache ordentlich, qualifiziert sich sicher für den zweiten Lauf und holt nach Platz 23 in Flachau erneut Punkte. «Ich habe einige Plätze gutgemacht. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung», so die Walliserin.
Das gab zu reden
Die Schweizerinnen! Drei unter den Top 6 – und das ohne Wendy Holdener. Eine bärenstarke Bilanz. Natürlich trübt der Ausfall von Petra Vlhova die Stimmung in Jasna. Die Lokalmatadorin riss sich am Samstag bei einem Sturz das Kreuzband, 30'000 Zuschauer waren bedient. Für Vlhova ist der Winter gelaufen, im Slalom-Weltcup hat Shiffrin freie Fahrt.
Die Bedingungen
Das Gelände in Jasna ist alles andere als steil. Dennoch haben einige Fahrerinnen mit der harten Unterlage zu kämpfen. Die Temperatur? Minus 3 Grad, dazu ein klarer Himmel.
So gehts weiter
In Cortina d'Ampezzo (It) stehen von Freitag bis Sonntag zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm. Los geht es auf der traditionsreichen Tofana am Freitag um 11:00 Uhr mit einer Abfahrt.