Zur möglichen Schliessung der Gästesektoren
Liga und Klubs haben endlich verstanden

Die Krawalle am Zürcher Derby ist das neueste Kapitel in der Geschichte der Fanausschreitungen im Schweizer Fussball. Doch wie soll dagegen vorgegangen werden? Der Kommentar von Blick-Sportchefin Steffi Buchli.
Publiziert: 29.10.2021 um 08:40 Uhr
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Aktualisiert: 29.10.2021 um 08:44 Uhr
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Steffi Buchli, Chefredaktorin Sport der Blick-Gruppe.
Foto: Thomas Meier
Steffi Buchli

Der Pyro-Rauch vom letzten Wochenende hat sich gerade erst verzogen, schon kommt der nächste Knaller. Dieses Mal in Form eines Communiqués der Swiss Football League.

Zurückhaltend formuliert und doch klar in der Aussage: Das Liga-Komitee lanciert die Diskussion mit den Klubs rund um die Schliessung der Gästesektoren in den Super-League-Stadien.

Das ist mal eine Ansage! Es wäre eine krasse Massnahme, ein tiefer Einschnitt in die bestehende Schweizer Fussball-Fankultur. Die Diskussionen um mögliche Massnahmen gegen Ultra-Ausschreitungen wurden schon seit längerem geführt, klar. Dass die An­kündigung nun aber von der SFL so rasch kommt, ist ein gutes Zeichen.

Es ist ein Zeichen, dass Liga und Klubs verstanden haben und nun handeln müssen. Sonst laufen sie Gefahr, dass Sponsoren oder «richtige» Fans sich von ihnen abwenden. Denn Ausschreitungen sind Gift für das Produkt «Schweizer Fussball».

Die Zertifikatspflicht hat zuletzt zu Protesten der Fankurven geführt. Ein Vor­geschmack, was bei der Einführung von personalisierten Tickets passieren würde.

Es musste zu weiteren Zwischenfällen kommen, bis nun der nächste Lösungsansatz konkret evaluiert wird – die Schliessung der Gästesektoren in den Stadien.

Die Prüfung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nun warten wir darauf, dass aus dem Papiertiger ein Beschluss wird.

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Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
30
29
52
2
Servette FC
Servette FC
30
9
51
3
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
11
49
4
FC Luzern
FC Luzern
30
8
48
5
FC Lugano
FC Lugano
30
5
48
6
FC Zürich
FC Zürich
30
1
46
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
5
41
8
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
1
40
9
FC Sion
FC Sion
30
-7
35
10
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
30
-18
32
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-13
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-31
23
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