Es ist nicht immer leicht, ein Riese zu sein. Beulen, weil man gegen Balken läuft, sind keine Seltenheit. Und auf dem Fussballplatz siehts schnell mal «gstabig» aus, wenn man das Tor nicht trifft.
War auch bei Haris Tabakovic, dem Hertha-Stürmer, dem 194-Zentimetermann, dem Schweizer Torschützen der Stunde, nicht anders. Lange Zeit wird der mittlerweile 29-Jährige unterschätzt, muss unten durch, wird sowohl bei YB als auch bei GC nicht glücklich, landet zwischenzeitlich beim VTK Diosgyori in Ungarn. Urplötzlich aber platzt der Knoten. Oder um es mit Cristiano Ronaldo zu sagen: «Bei Toren ist es wie bei einer Ketchupflasche. Wenn etwas kommt, dann gleich alles auf einmal.»
Sagenhafte 61 Tore hat Tabakovic in den letzten 18 Monaten erzielt. Phasenweise hat der Stürmer eine bessere Quote als Superstar Erling Haaland. Warums plötzlich läuft? «Weil ich mein Ego auf die Seite gestellt habe und in die zweite österreichische Liga gegangen bin», antwortet der Hertha-Stürmer. Zu Austria Lustenau.