«So eine Leistung muss jedem zu denken geben»
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Brecher nach Lausanne-Remis:«So eine Leistung muss jedem zu denken geben»

Lausanne-Coach nach wildem Remis gegen den FCZ bedient
Auch Google kann Magnin nicht mehr helfen

In der 89. Minute führt Lausanne in Zürich mit 2:0. Dann wirft das Team von Ludovic Magnin den Sieg noch weg. Und der Trainer sucht im Internet verzweifelt nach Antworten.
Publiziert: 03.04.2025 um 08:09 Uhr
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Aktualisiert: 03.04.2025 um 09:21 Uhr
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Ludovic Magnin hat selbst bei Google keine Antwort auf seine drängendste Frage gefunden: Wie um alles in der Welt konnten wir dieses Spiel nicht gewinnen?
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

  • Lausanne-Sport verpasst Chance gegen FC Zürich trotz dessen Abwehrfehlern
  • Trainer Magnin flüchtet nach enttäuschendem Unentschieden in Galgenhumor
  • Lausanne sammelte in 12 Partien dieses Jahr nur 11 Punkte
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Florian RazReporter Fussball

Eigentlich will er gar nichts sagen. Aber Ludovic Magnin (45) ist Ludovic Magnin. Und so sagt der Trainer von Lausanne-Sport am späten Mittwochabend doch noch einiges. Kurz zuvor hat seine Mannschaft nicht bloss ein Geschenk ausgeschlagen. Gleich zwei Präsente mit riesigen Schleifen drum überreicht der FC Zürich den Waadtländern in diesem Strichkampf. Mit groben Abwehrfehlern schenkt er taumelnden Lausannern eigentlich ein weiteres Leben. Mit Betonung auf eigentlich.

Denn Lausanne-Sport wirft das alles achtlos weg. In vogelwilden Szenen zwischen der 89. und 95. Minute, als die Westschweizer alles vergessen, was sie je über Abwehrarbeit gehört haben. Und so sitzt Ludovic Magnin auf der Pressetribüne des Letzigrunds und soll erklären, was er nicht erklären kann. «Ich habe Google gefragt, wie man so ein Spiel nicht gewinnen kann», sagt er mit einem gequälten Lächeln, «aber sogar Google sucht noch. Wenn selbst das Internet keine Antwort weiss …»

«Viele bittere Momente erlebt – aber das ist weit oben»

Es ist der pure Galgenhumor, in den sich Magnin flüchtet. Weil er genau weiss, welche Chance sein Team gerade liegen gelassen hat. Auf zwei Punkte hätte Lausanne an den FCZ heranrücken können. Der Glaube an die Top 6 hätte weiter gelebt. So aber bleiben nur die üblichen Floskeln. Magnin redet von neun Punkten, die er in den letzten drei Spielen gewinnen will: «Dann schauen wir mal, was die Konkurrenz gemacht hat.»

Das Problem ist: Diese Lausanner wirken nicht wie ein Team, das überhaupt weiss, dass es tatsächlich möglich ist, drei Spiele in Serie zu gewinnen. In diesem Jahr haben sie in 12 Partien mickrige 11 Pünktchen gesammelt. Natürlich hält sich der Trainer daran, dass seine Mannschaft eine Reaktion auf die «Nicht-Leistung gegen Luzern» (Magnin) gezeigt habe.

Aber am Ende bleibt der Frust. «Ich habe viele bittere Momente in meiner Karriere erlebt», sagt Magnin, «aber das hier ist ganz weit oben, das muss ich sagen.»

Bleibt als einzige positive Note festzuhalten: In den nächsten beiden Runden trifft Lausanne auf Sion und Winterthur. Das sind die beiden einzigen Teams der Liga, die in diesem Jahr noch weniger Punkte gewonnen haben als Lausanne-Sport.

Zürcher kommen trotz Mendy-Bock in die Partie zurück
3:38
FCZ – Lausanne 2:2:Zürcher kommen trotz Mendy-Bock in die Partie zurück
Credit Suisse Super League 24/25
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
30
29
52
2
Servette FC
Servette FC
30
9
51
3
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
11
49
4
FC Luzern
FC Luzern
30
8
48
5
FC Lugano
FC Lugano
30
5
48
6
FC Zürich
FC Zürich
30
1
46
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
5
41
8
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
1
40
9
FC Sion
FC Sion
30
-7
35
10
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
30
-18
32
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-13
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-31
23
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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