FCZ-Legende Dzemaili
Er hat alles riskiert und alles gewonnen

Blerim Dzemaili geht bei seiner Rückkehr im Januar 2021 zum FCZ «all in» und gewinnt. Jetzt tritt er als einer der grössten Helden der Klubgeschichte zurück.
Publiziert: 17.05.2023 um 17:48 Uhr
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Aktualisiert: 17.05.2023 um 18:26 Uhr
Foto: TOTO MARTI
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Michael WegmannStv. Fussballchef

Im Oktober 2020 äussert Blerim Dzemaili im Blick den Wunsch, seine Karriere bei seinem Stammklub FCZ ausklingen zu lassen. Kurz zuvor hat er seinen Vertrag mit dem chinesischen Klub Shenzen aufgelöst, wo er nie gespielt hat.

Ein Wechsel wäre erst in der Winterpause möglich, wenige Wochen vor Dzemailis 35. Geburtstag. Zudem wäre er dann über ein Jahr ohne Ernstkampf. Kein Wunder, raten deshalb viele Ancillo und Heliane Canepa von einer Verpflichtung ab.

Dzemaili raten quasi alle ab. Der Zürcher setze fahrlässig seinen Status aufs Spiel, sagen diese. Er würde besser zurücktreten, meinen jene. Und ganz objektiv betrachtet, stimmt es ja auch. Dzemaili kann eigentlich nur verlieren, sollte er sich nochmals das FCZ-Trikot überziehen. Denn sein Name steht beim FCZ für ganz grosse Zeiten: Als er im Sommer 2007 Zürich verliess und zu den Bolton Wanderers wechselte, ging er 21-jährig, als FCZ-Captain und mit zwei Meistertiteln und einem Cupsieg im Sack. Der aktuelle FCZ aber spielt eher gegen den Abstieg als um den Titel.

Für einmal ist es von Vorteil, dass weder die Canepas noch Dzemaili auf die Einflüsterer hören, sich finanziell einigen und das Wagnis eingehen. Dzemaili kehrt nicht nur zurück, er kündigt gleich noch an, einen Titel gewinnen zu wollen. Wenn schon riskieren, dann doch gleich «all in» gehen, denkt er sich wohl dabei. Im Sommer 2022 wird der FCZ – 13 Jahre nach dem letzten Meistertitel – sensationell wieder Meister. Der FCZ und Dzemaili, das passt auch 14 Jahre nach seinem Abgang.

Goalie Brecher, Trainer Breitenreiter, Fighter Doumbia, Knipser Ceesay – Meisterhelden gibt es viele. Aber einer von ihnen überstrahlt alle: Rückkehrer Dzemaili. Er hat alles riskiert, alles gewonnen.

Im Jubel und Trubel hängt er dann gleich noch eine Saison an und verpasst es damit, auf dem Höhepunkt aufzuhören. Ihm ists egal. Den FCZ-Fans sowieso. Spätestens seit dem Meistertitel 2022 gehört Dzemaili zu ihren grössten Legenden.

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Mannschaft
SP
TD
PT
1
Servette FC
Servette FC
29
10
51
2
FC Basel
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29
28
49
3
FC Luzern
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29
8
47
4
BSC Young Boys
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29
10
46
5
FC Lugano
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29
3
45
6
FC Zürich
FC Zürich
29
1
45
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
5
40
8
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
1
39
9
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29
-6
35
10
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29
-16
32
11
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-32
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