Ein Tessiner Buchhalter geht viral
Das steckt hinter dem Schweizer Google-Banner im Wembley

Ein Schweizer Fan nimmt beim Spiel gegen England (1:2) das in den WM-Playoffs gescheiterte Italien aufs Korn. Das scherzhafte Banner sorgt vielerorts für Lacher. Und: Es ist eine Retourkutsche!
Publiziert: 28.03.2022 um 14:40 Uhr
|
Aktualisiert: 29.03.2022 um 11:29 Uhr
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Enea ist im Internet zu einer Berühmtheit geworden. «Ich wollte keinen Wirbel machen», sagt der Tessiner lachend.
Foto: Getty Images
Ugo Curty

Wieder sorgt ein Nati-Fan international für Schlagzeilen!

An der EM wurde «Superfan» Luca Loutenbach aus dem Jura zu einer weltweiten Sensation. Seine emotionale Reaktion auf den Sieg im Achtelfinale gegen Frankreich? Sie ging viral! Und wurde zu einem Internet-Meme.

Am Samstag ist es ein anderer Schweizer Fan, der die Fussballwelt zum Lachen bringt. Enea, ein junger Buchhalter aus Bellinzona, ist nach London gereist, um das Freundschaftsspiel der Schweiz gegen England (1:2) zu verfolgen.

Es ist vor allem das Transparent des Tessiners, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Seine Idee: Er verwendet eine Google-Grafik – und sucht dabei nach Italien an der WM 2022. Das Ergebnis: Google spuckt ihm als Antwort «Meinten Sie: Schweiz» aus.

Die Nati hatte sich in der WM-Quali-Gruppe vor die Italiener gesetzt, löste so das direkte Ticket nach Katar. Die «Azzurri» hingegen mussten in die Playoffs, wo bereits im Halbfinal gegen Nordmazedonien sensationell Endstation war.

Sogar ESPN amüsiert sich darüber

Eneas Witz macht international im grossen Stil die Runde. Die Boulevardzeitung «The Sun» oder das Portal «Goal» berichten über das Banner. Das italienische Portal «TuttoMercatoWeb» hebt die «Ironie» des Schweizer Fans hervor, während die spanische Zeitung «As» oder der US-Riese ESPN auf Twitter ebenfalls über den Witz lachen.

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«Ich hätte nie gedacht, dass es so einen Hype geben würde», erklärt Enea am Montagmorgen gegenüber Blick: «Ich wollte nicht viral gehen, sondern einfach nur Spass haben und meine Freunde zum Lachen bringen.» Der Tessiner ist am Sonntagabend aus London zurückgekehrt, hat nicht viel geschlafen, bevor er wieder zur Arbeit musste.

Ein vorgezogener Witz vor dem Spiel

Aber wie konnte er das Banner so schnell erstellen, obwohl zwischen dem Ausscheiden Italiens und dem Spiel der Schweiz in London weniger als 48 Stunden lagen? Der Fan, der kaum ein Spiel der Nati verpasst, meint lachend: «Ich hatte das Banner eine Woche zuvor mit einer Freundin, die Grafikdesignerin ist, entworfen. Ich habe es dann online erstellen lassen und es rechtzeitig geliefert bekommen. Wenn Mazedonien nicht gewonnen hätte, hätte ich es zu Hause lassen müssen.»

Rund ums Wembley wurden Enea und seine Freunde oft angehalten, um Fotos zu machen.
Foto: DR

Die Banner-Idee? Sie ist eine Antwort auf ein Plakat, das im Herbst in Rom zu sehen war. Dort hatten sich italienische Tifosi einen Scherz auf Kosten der Schweiz erlaubt.

Unter dem Titel «Road to Qatar 2022» passten sie ein Lied von Enzo Jannacci an, schrieben in Richtung Schweiz: «Nein, du kommst nicht mit.»

«Auf dem Weg zu Katar 2022»: Es ist das italienische Plakat, das Enea für seinen Banner inspiriert hat. Als Reaktion auf den Witz der Tifosi im letzten Herbst.
Foto: DR

«Manchmal lachst du, manchmal weinst du»

Enea nimmt die ganze Geschichte mit Humor: «Das ist das Spiel. Im Fussball ist es wie im Leben, manchmal gewinnst du und manchmal verlierst du, manchmal lachst du und manchmal weinst du.»

Der helvetische «Troll» war perfekt, da er im Wembley stattfand, dem Stadion, in dem die Italiener erst gerade noch letzten Sommer den EM-Final gegen die Engländer gewonnen hatten.

Am Dienstag werden der Tessiner und seine Freunde im Letzigrund beim Spiel gegen den Kosovo (18 Uhr) sein. Sein Banner wird ebenfalls mitreisen. Und der Buchhalter wird sich wohl bewusst werden, dass nun auch er einiges an Bekanntheit erlangt hat.

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
1
Luxemburg
Luxemburg
0
0
0
1
Nordirland
Nordirland
0
0
0
1
Slowakei
Slowakei
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
0
0
0
1
Slowenien
Slowenien
0
0
0
1
Schweden
Schweden
0
0
0
1
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belarus
Belarus
0
0
0
1
Dänemark
Dänemark
0
0
0
1
Griechenland
Griechenland
0
0
0
1
Schottland
Schottland
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Aserbaidschan
Aserbaidschan
0
0
0
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
1
Island
Island
0
0
0
1
Ukraine
Ukraine
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bulgarien
Bulgarien
0
0
0
1
Georgien
Georgien
0
0
0
1
Spanien
Spanien
0
0
0
1
Türkei
Türkei
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Armenien
Armenien
0
0
0
1
Ungarn
Ungarn
0
0
0
1
Irland
Irland
0
0
0
1
Portugal
Portugal
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Polen
Polen
2
3
6
2
Finnland
Finnland
2
1
4
3
Litauen
Litauen
2
-1
1
4
Niederlande
Niederlande
0
0
0
5
Malta
Malta
2
-3
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
2
6
2
Rumänien
Rumänien
2
3
3
3
Zypern
Zypern
2
1
3
4
Österreich
Österreich
0
0
0
5
San Marino
San Marino
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
2
7
6
2
Estland
Estland
2
0
3
3
Israel
Israel
2
-1
3
4
Italien
Italien
0
0
0
5
Moldawien
Moldawien
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Nordmazedonien
Nordmazedonien
2
3
4
2
Wales
Wales
2
2
4
3
Kasachstan
Kasachstan
2
0
3
4
Belgien
Belgien
0
0
0
5
Liechtenstein
Liechtenstein
2
-5
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
2
5
6
2
Albanien
Albanien
2
1
3
3
Lettland
Lettland
2
-2
3
4
Serbien
Serbien
0
0
0
5
Andorra
Andorra
2
-4
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechien
Tschechien
2
5
6
2
Montenegro
Montenegro
2
3
6
3
Kroatien
Kroatien
0
0
0
4
Färöer
Färöer
2
-2
0
5
Gibraltar
Gibraltar
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
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