Einen Tag nach der Horrorszene herrscht traurige Gewissheit: Der spanische Fussballer Jesus de Miguel ist am Dienstagmorgen im Alter von 30 Jahren verstorben. Dies meldet sein Verein CD Teneriffa in den sozialen Medien.
«Es gibt keine Worte des Trosts, es gibt absolut nichts, das dieses überwältigende Trauergefühl lindern könnte. Unsere Gedanken sind bei der tief erschütterten Familie, seinen geliebten Menschen und bei allen Anhängern von Teneriffa, die heute den grauenhaften Ausgang beweinen», lässt der spanische Zweitligist verlauten.
Spanische Behörden nehmen Ermittlungen auf
De Miguel ist am Montag im Spiel der zweiten spanischen Liga gegen den FC Andorra in der Nachspielzeit vom gegnerischen Torhüter Jesus Owono (25) mit dem Knie mit voller Wucht im Brustbereich getroffen worden und blieb anschliessend benommen liegen. Schiedsrichter Manuel Perez schickte Owono mit Rot vom Platz und brach das Spiel vorzeitig ab.
Medienberichten zufolge hat de Miguel anschliessend auf dem Weg ins Spital einen Herzstillstand erlitten. Am Dienstagmorgen schreibt sein Klub, dass sich der Zustand seines Stürmers über Nacht verschlechtert hat – wenige Stunden später erfolgt nun die unfassbare Nachricht über de Miguels Tod.
Dieser beschäftigt nun auch die spanische Justiz: Wie am Dienstagnachmittag bekannt wird, hat die spanische Polizei Ermittlungen eingeleitet. Dabei sollen die Umstände des Todes von der Mordkommission der Nationalpolizei von Santa Cruz de Tenerife genau untersucht werden.
Die Fussballwelt trauert
Der in Madrid geborene de Miguel hat den Grossteil seiner Karriere in der zweiten und der dritten Liga Spaniens verbracht. Mit Teneriffa hat er im letzten Frühling den Aufstieg in die zweite spanische Liga geschafft und ist in dieser Saison zu sechs Teileinsätzen gekommen.
In der Fussballwelt sitzt der Schock tief: Zahlreiche Klubs und Spieler bringen in den Kommentarspalten auf Social Media ihre Trauer zum Ausdruck, unter ihnen auch Nati-Captain Granit Xhaka (34). Real Madrid hält vor Beginn des Dienstagstrainings eine Schweigeminute ab – wie auch de Miguels Jugendklub Leganes.
Auch der spanische Fussballverband RFEF trauert – und verschiebt die am Dienstagabend angesetzten Pokal-Spiele bei den Männern und Frauen auf einen späteren Zeitpunkt. Dieser Schritt erfolge «als Zeichen des Respekts und der Solidarität», schreibt der Verband.