Einmal mehr brennt Istanbul bei einem Derby. Am Mittwochabend wirft Galatasaray seinen Stadtrivalen Fenerbahce im Viertelfinal mit 2:1 aus dem türkischen Cup. Zu viel für Fener-Trainer José Mourinho (62).
Der Routinier stürmt nach Abpfiff auf den gegnerischen Trainer Okan Buruk (51) zu. Mourinho eilt in schnellen Schritten heran und packt ihn an der Nase. Buruk geht sofort zu Boden und bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Sofort stürmen Spieler und Betreuer beider Teams herbei, um die Situation zu beruhigen.
Schon zuvor brennt es zwischen den bitteren Rivalen lichterloh. So geraten in der Nachspielzeit des Spiels die Ersatzspieler der Teams aneinander. Mit Kerem Demirbay und Baris Yilmaz von Galatasaray sowie Mert Yandas von Fenerbahce sehen drei Spieler die Rote Karte. Den Tiefpunkt setzt Mourinho nur Minuten später mit seinem Angriff auf Buruk.
Schon im Februar knallte es
Für den zweifachen Champions-League-Sieger ist es nicht der erste Skandal in der Türkei. Im Februar wurde der Portugiese vom türkischen Fussballverband bereits für vier Spiele gesperrt, nachdem Galatasaray nach dem Derby Rassismus-Vorwürfe erhoben hatte.
Mourinho äusserte sich abfällig gegen den Schiedsrichter und betitelte die Ersatzspieler von Galatasaray als «Affen». Neben der Sperre musste er eine Geldstrafe von umgerechnet 13'800 Franken zahlen.
Welche Strafe den selbsternannten «Special One» für die Attacke auf den gegnerischen Trainer erwartet, ist derzeit noch unklar. Doch die Aktion dürfte nicht ohne Konsequenzen bleiben. Die Akte Mourinho ist um einen weiteren Eklat reicher.