Nun, die MotoGP-Macher haben Katar für den 8. November freigegeben, obwohl die meisten Piloten dagegen sind. Wie entscheidet sich die Formel 1 rund um den Konflikt im Nahen Osten?
Der Weg nach oben ist besetzt
Für einen Mann ist diese Frage nicht mehr relevant: Christian Horner (52) ist mit seinem Buch «Drive» (Fahrt) in Grossbritannien auf Lesetour, um seine Version rund um den Rauswurf bei Red Bull loszuwerden. Nach 20 Jahren, 14 WM-Titeln, 124 Siegen und 287 Podestplätzen hat der Brite nur ein Comeback-Ziel: Macht, Siege und Titel.
Doch Horner bleibt zum Glück auch Realist. Alle vier erfolgreichen Lifts nach oben sind besetzt. Bei Mercedes kommt er nur über die Leiche seines Erzfeindes Toto Wolff an die Spitze. Bei Ferrari hat er sich nach einem Startwirbel selbst aus dem Rennen genommen. Bei Red Bull ist eine Umkehr unmöglich. Und bei McLaren sind die besten Jobs mit Brown und Stella gut besetzt.
«Lieber mähe ich den Rasen»
Was nun, Herr Horner? Ihre unheimliche Abfindung von über 100 Millionen Franken für den Rauswurf als CEO von Red Bull Racing und Red Bull Powertrains (eigener Motor) hilft an der Spitze nicht. Auch mit den angekündigten Investoren.
«Ich wechsle nicht zu irgendeinem Mittelfeldteam, nur damit ich wieder im Fahrerlager bin. Dann mähe ich daheim lieber den Rasen und spiele mit den Kindern.» Seit 2015 ist Horner mit Ex-Spice-Girl Geri Halliwell (54) verheiratet.
Rauswurf wegen sexueller Vorwürfe?
Interessant, dass man von Horner kaum etwas über die Gründe seiner Entlassung kurz nach dem GP in Silverstone 2025 erfährt. Er war in den Monaten zuvor mehrmals in die Schlagzeilen geraten, weil eine damalige enge Mitarbeiterin (die später bei Cadillac andockte) ihrem Chef Machtmissbrauch und unangemessenes Verhalten vorwarf.
Von sexuellen Übergriffen war in den Medien zu lesen. Es kam zu grossen juristischen Streitereien, die offenbar alle im Sand verliefen – oder eben mit Schweigegeld (was nicht zu beweisen ist) endeten.
Direkter Angriff auf Marko
Für die neue Red Bull-Führung war dieser öffentliche Konflikt schon lange ein Dorn im Auge. Und der Rauswurf bezog sich bestimmt nicht auf die mangelnden Erfolge von Horner.
Dass dieser jetzt vor allem auf den früheren Sportdirektor Helmut Marko (83) losgeht, zeigt, wie schwer der Engländer verletzt ist. Dass der Grazer die Vorwürfe als «meist gelogen» zurückweist, ist normal. Horner: «Ich musste immer die Scheisse, die Helmut zurückgelassen hatte, aufwischen.» Der Hauptvorwurf: «Red Bull und vor allem Marko haben verhindert, dass ich Leclerc oder Alonso zu uns holte!» Aber seit Didi Mateschitz 2022 verstorben ist, hat sich die ganze Kultur verändert.