Auf einen Blick
Gottéron schnappt sich Platz 6
Was für eine Woche für Lars Leuenberger und Gottéron! Die Fribourger klettern mit Vollerfolgen gegen Zug, Kloten und die Lakers auf Kosten der Flughafenstädter über den Strich auf Platz 6. Sie haben vier Punkte mehr auf dem Konto als die kriselnden Zürcher, die ein Spiel mehr ausgetragen und viermal in Folge verloren haben. Leuenberger, der sich bei seinem letzten Klub Olten den Ruf eingehandelt hat, zu negativ auf Niederlagen zu reagieren, findet derzeit bei Gottéron den richtigen Ton. In allen 14 Spielen unter ihm punktete das Team. Von Ermüdungserscheinungen nach dem Triumph beim Spengler Cup ist nichts zu spüren. Nur zur Erinnerung: 2016 führte der Ostschweizer den SCB als Nothelfer zum Meistertitel.
Goalies halten Ambri im Rennen
Der zweite grosse Sieger der Woche in den Strichkämpfen ist Ambri. Nebenbei löschen die Tessiner den Rekord des HCD für die meisten Overtime-Spiele in einer Saison (20, 2022/23), als sie das Derby gegen Lugano im Penaltyschiessen gewinnen. Danach gehen sie gegen die SCRJ Lakers zum 22. Mal in die Verlängerung (4:3) und holen sich gegen Kloten (3:1) den dritten Sieg in Folge. Bei seinem Combeack zeigt Goalie Gilles Senn eine starke Leistung, nachdem davor Janne Juvonen zweimal überzeugt hatte. Der Finne ist nach einer enttäuschenden Saison endlich wieder ein Rückhalt. Er hat den Schlag verdaut, dass er nächste Saison durch einen Schweizer, Berns Philip Wüthrich, ersetzt wird.
Die Nerven liegen blank
Bei manchen sind die Nerven in der entscheidenden Phase der Quali überstrapaziert. So leisten sich Luganos Mark Arcobello (Crosscheck ins Gesicht von Ambris Philippe Maillet), Zugs Jan Kovar (Crosscheck ins Gesicht von Luganos Mirco Müller, vorsorglich gesperrt) und Ambris Chris DiDomenico (Check gegen den Kopf von Klotens Pontus Aberg, Verfahren eröffnet) Aussetzer, die ihnen eine Spieldauerdisziplinarstrafe einbringen. Doch auch Ambri, Lugano und Kloten versagen die Nerven, als es darum geht, die fünfminütige Strafe zu nutzen. Lugano kassiert gar in Überzahl das 4:4 durch Leon Muggli und bricht danach ein.
SCB verdaut Derby-Ohrfeige
Am Freitag geht der SCB im Derby in Langnau 2:6 unter. Doch tags darauf schlägt das Team von Jussi Tapola mit einem rasanten Auftritt Meister ZSC 5:2, obwohl immer noch fünf Stammkräfte krank fehlen. Es ist ein eindrückliches Zeichen der Berner, bei denen der in der Not kreierte Sturm mit Thierry Schild, Fabian Ritzmann und Marc Marchon mit drei Toren den Unterschied macht.
Wem spuckt Ajoie noch in die Suppe?
Ajoie gefällt sich in der Rolle des Spielverderbers und rupft der Reihe nach Servette, Biel und Zug. Die Jurassier können ohne Druck spielen, während sich fast alle Gegner keine Ausrutscher gegen das Team, das die Quali zum vierten Mal in Folge als Letzter beenden wird, leisten dürfen. Wird Ajoie so zum Zünglein an der Waage in den Strich-Rennen? Das Team von Greg Ireland spielt unter anderem noch in Ambri und Lugano, gegen Rappi und in der letzten Runde in Langnau.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | Lausanne HC | 45 | 28 | 87 | |
2 | ZSC Lions | 42 | 35 | 81 | |
3 | SC Bern | 46 | 17 | 78 | |
4 | EV Zug | 45 | 33 | 77 | |
5 | HC Davos | 44 | 20 | 75 | |
6 | HC Fribourg-Gottéron | 45 | 2 | 72 | |
7 | EHC Kloten | 46 | -16 | 68 | |
8 | SCL Tigers | 46 | 6 | 66 | |
9 | HC Ambri-Piotta | 45 | -14 | 62 | |
10 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 45 | -11 | 61 | |
11 | EHC Biel | 44 | -6 | 58 | |
12 | HC Lugano | 44 | -22 | 55 | |
13 | Genève-Servette HC | 44 | -16 | 54 | |
14 | HC Ajoie | 45 | -56 | 45 |