Darum gehts
- Ein Radarproblem bremste Zürichs Flüge rund eine Stunde.
- Ursache unklar; Skyguide senkte Kapazität auf 50 Prozent.
- Verspätungen in Zürich und Genf sind möglich; wohl kein Cyberangriff.
Um 14.15 Uhr kam es zu einem grossen Ausfall am Flughafen Zürich, keine Maschinen konnten mehr abheben! Erst eine halbe Stunde später konnte ein kleines Privatflugzeug wieder starten. Rund eine Stunde später konnte dann wieder eine EasyJet-Maschine in Richtung Edinburgh losfliegen.
Wie Mediensprecher Vladi Barrosa von der Firma Skyguide gegenüber Blick erklärt, war ein Grund dafür ein Problem beim System, das das Radarbild für die Fluglotsen generiert. Das Problem konnte bisher aber noch nicht identifiziert werden, weshalb die Kapazität im Schweizer Luftraum «als Vorsichtsmassnahme» zunächst auf 50 Prozent reduziert wurde.
Keine Anzeichen auf Cyberangriff
Am Abend erklärte die Firma dann in einer Medienmitteilung, dass die Ursache gefunden werden konnte. Aus diesem Grund werde man die Kapazität auf 80 Prozent erhöhen. Dabei handle es sich um «ein übliches Sicherheitsverfahren». Nach 24 Stunden soll der Flugbetrieb dann wieder vollständig aufgenommen werden können.
«Wir entschuldigen uns bei unseren Partnern und allen Passagieren», sagt Barrosa. Hinweise auf einen Cyberangriff gebe es derzeit keine. Es werde aufgrund der Drosselung aber vorübergehend zu Verspätungen kommen, vor allem an den Flughäfen Zürich und Genf.
Die Firma Skyguide steht immer wieder in den Schlagzeilen. Im Frühling musste aufgrund eines technischen Problems im Kontrollturm die Kapazität kurzzeitig reduziert werden. Im Mai kündigte das Unternehmen dann an, bis zu 220 Stellen streichen zu wollen. Der Grund: «wachsender wirtschaftlicher Druck, steigende Personal- und Systemkosten, unsichere Einnahmen, europäische Effizienzziele und komplexe interne Strukturen».