Darum gehts
- Sängerin Brunovic reagiert auf Auftrittsabsage beim m4music-Festival
- Brunovic betont Respekt für alle Menschen unabhängig von Glauben oder Orientierung
- Zwei Auftritte der Sängerin wurden innerhalb weniger Tage abgesagt
Am Sonntag kündete die Sängerin Brunovic (31) in ihrer Instagram-Story ein Statement an – der Anlass: Am Freitag hatte die Veranstalterin des renommierten m4music-Festivals den Auftritt der Sängerin abgesagt. Es wurden Krawalle befürchtet, da Brunovic 2023 beim «Marsch fürs Läbe» auf der Bühne gestanden war. An dieser wird Besammlung regelmässig unter anderem gegen Homo-Ehe und Abtreibungen demonstriert. Jedes Jahr wird die Veranstaltung von Gegenkundgebungen begleitet.
Auf Instagram schrieb die Sängerin, die von Geburt an blind ist: «In den letzten Tagen wurde viel über mich gesprochen – aber sehr wenig mit mir. Heute Abend spreche ich für mich selbst. Durch Musik.»
Das m4music-Festival war kein Einzelfall
In ihrem darauffolgenden Videostatement sagt Brunovic, in den letzten Tagen sei sie ausgeschlossen und wie eine «Gefahr für die Gesellschaft» behandelt worden. Was mit ihrem Konzert beim m4music-Festival passiert war, sollte nämlich kein Einzelfall bleiben.
Am Samstag hätte sie einen weiteren Auftritt gehabt – genauere Informationen gibt sie im Video nicht preis. Allerdings sei ihr auch dort verboten worden, auf die Bühne zu treten – und das alles, wie die Sängerin selbst sagt, wegen ihrer Presse.
«Ihr werdet mir nicht meine Stimme nehmen»
Brunovic führt weiter aus: «Ich liebe und respektiere alle Menschen, unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Nationalität, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Rasse und ihrer sexuellen und politischen Orientierung. Jede Person hat das Recht auf seine eigenen Meinungen und Überzeugungen – so habe ich auch das Recht auf meine.»
Und das lasse sich die Sängerin nicht nehmen. «Ihr könnt versuchen, mich auszulöschen, ihr könnt euch weigern, mir zuzuhören, aber ihr werdet mir nicht meine Stimme nehmen, niemals.»
Trotz ihrer beiden abgesagten Shows gibt Brunovic nicht klein bei. «Ich singe weiter, ich bleibe weiterhin hier, ich mache weiter mein Ding», verspricht sie gegen das Ende ihres Videos. Falles es jemand wagt, mit ihr einen Dialog zu führen, ist die Sängerin immer bereit dafür. Gegenüber Blick wollte sich Brunovic zu den Geschehnissen letzte Woche nicht weiter äussern.