Turner schwärmt in Interview 1997 über die Schweiz
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«Mein Zuhause ist Zürich»:Turner schwärmt in Interview 1997 über die Schweiz

«Ich war schrecklich nervös»
Wie Tina Turner Schweizerin wurde

Tina Turner und die Schweiz – das war eine Liebesbeziehung. Der Weltstar fühlte sich im kleinen Küsnacht wohl. Und war nervös vor ihrer Einbürgerung.
Publiziert: 25.05.2023 um 01:20 Uhr
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Aktualisiert: 26.05.2023 um 13:06 Uhr
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Tina Turner ist tot. Die Musik-Legende starb im Alter von 83 Jahren.
Foto: Getty Images
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Tina Turner ist tot. Die Musik-Legende starb im Alter von 83 Jahren.
Foto: Getty Images

Es ist ein erstaunlicher Satz aus ihrem Mund: «Da war ich nun schon vor Millionen von Menschen aufgetreten, ohne das geringste Lampenfieber zu empfinden, doch als ich vor dieser Gruppe stand, sank mir das Herz in die Hose.»

Tina Turner (†83) beschreibt so in ihrer Biografie ihr Gefühl, als sie 2012 vor die Einbürgerungskommission in Küsnacht ZH tritt. Damals gab sie ihre amerikanische Staatsbürgerschaft auf, um den roten Pass zu erhalten.

«Ich war auf mich allein gestellt»

«Schrecklich nervös» sei sie gewesen. Sie habe im Raum auf der Gemeinde versucht, die Stimmung aufzulockern, habe Lutschpastillen angeboten – aber: «Als darauf niemand einging, wurde mir klar, dass ich damit keine Punkte sammeln konnte. Die Kommission nahm ihren Auftrag sehr ernst. Und ich war auf mich allein gestellt.»

Sie habe sich dann auf Deutsch vorgestellt («Ich bin Tina Turner»), habe um Erlaubnis gefragt, wenn sie in ihren Notizen nachschauen musste – und, so ihr Eindruck, habe die Gunst der siebenköpfigen Kommission gewonnen, als sie mit ihrem Wissen über den Schweizerpsalm auftrumpfte. «Wieder einmal hatte mich ein Lied gerettet.»

2013 erhielt sie schliesslich den Schweizer Pass – und verstand danach das Getöse nicht, das dieser Schritt mit sich brachte. «Es gab ein grosses Geschrei, begleitet von der wiederkehrenden Spekulation, ich hätte alles nur aus Steuergründen getan. Aber das stimmte nicht.»

Sie schenkte Küsnacht eine Weihnachtsbeleuchtung

In ihrer Biografie begründet sie den Schritt: «Meiner Meinung nach hat man ausreichend Anlass, ein Land seine «Heimat» zu nennen, wenn man dort – gemeinsam mit einem geliebten Menschen – siebzehn Jahre gelebt hat, vor allem, wenn man mit seinem Partner demnächst den Bund der Ehe schliessen würde.»

Sie gab der Schweiz auch gerne etwas zurück: Zu ihrem 75. Geburtstag schenkte die Rock-Lady sich und ihrer Wohngemeinde Küsnacht eine Weihnachtsbeleuchtung. Auch für sie gabs Wertschätzung. Im Dezember 2021 wurde ihr der Ehrendoktortitel der Universität Bern für ihr «einzigartiges musikalisch-künstlerisches Lebenswerk» verliehen. (neo)

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Was sagst du dazu?
Böni Daniel
25.05.2023, 13:27 Uhr
Es war nett, sie im Coop beim posten zu treffen. So ganz ohne Entourage. Ich glaube, sie mochte die Schweiz, weil sie sich frei & unbehelligt bewegen konnte.
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Othmar Kamm
25.05.2023, 09:55 Uhr
Tina Turner war ein Goldstück und ein Segen für die Schweiz und noch mehr eine Ehre, dass diese Frau Schweizerin wurde. Ich glaube es gibt nicht viele Leute die man mit der Tina vergleichen könnte. Das ist ein Star den ich immer in Ehren behalten werde!
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Enrico Meyer
25.05.2023, 09:53 Uhr
Toll, herzlich und ehrlich diese Frau.
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Eriano RAINER
25.05.2023, 08:54 Uhr
Nun was soll es? Bei jedem Menschen, arm oder reich, kommt der Zug mit dem letzten Wagen an.
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Dieser Nutzer hat das Konto gelöscht
25.05.2023, 10:47 Uhr
Den Spruch von Ihnen "was soll das?" ist leicht deplatziert, finden Sie nicht auch? Im Unterschied zu Ihnen und mir, kennt uns niemand auf der Welt und es wird auch nicht darüber berichtet, wenn wir mal in den letzten Zug steigen... Aber hier haben Sie die Möglichkeit, Ihren Kommentar abzugeben. Super.
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Susanne Leuzinger
25.05.2023, 11:46 Uhr
An Eriano RAINER: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold"! Und für Ihren Kommentar: "Manchmal ist es besser nichts zu schreiben, statt Unpassendes oder Überflüssiges in die Tasten zu hauen! :-(
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Hans Scheidegger
25.05.2023, 08:48 Uhr
Für Tina Turner war die Schweiz eine ihrer wertvollsten Bühne, ihre Heimat. In ihren Songs wird sie weiterleben.
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