Auf einen Blick
- Meghan Markle fehlt klare Markenstrategie, ihre Projekte wirken planlos
- Professionelles PR-Team könnte vermeidbare Fehler und rechtliche Probleme verhindern
- Luxusmarken brauchen Glaubwürdigkeit, Meghans wechselnde Projekte stiften Verwirrung
Herzogin Meghan (43) hat am 18. Februar die Umbenennung ihrer Marke «American Riviera Orchard» in «As Ever» bekanntgegeben. Dies lief nicht so reibungslos wie wohl erhofft. Nicht nur meldete sich eine chinesische Bekleidungsmarke mit sehr ähnlichem Namen zu Wort, sondern auch die mallorquinische Gemeinde Porreres, die ihr Wappen in dem neuen Logo der Herzogin wiedererkannt haben will. Für Blick schätzt PR-Experte Ferris Bühler Herzogin Meghans Probleme mit ihrer Marke ein und erklärt, wie sie gelöst werden könnten.
Blick: Ferris Bühler, warum tritt Meghan von einem Fettnäpfchen ins andere?
Ferris Bühler: Meghan Markle steht ständig im Rampenlicht – jede Entscheidung wird analysiert und kritisiert. Ihr grösstes Problem: Sie will als Lifestyle-Ikone glänzen, hat aber keine klare Markenstrategie. Mal ist sie Designerin, mal Köchin, mal Unternehmerin – doch eine klare Identität fehlt. Statt einer durchdachten Linie springt sie von Projekt zu Projekt. Das wirkt nicht visionär, sondern planlos – und so ist es kein Wunder, dass sie immer wieder in Fettnäpfchen stolpert.
Macht Herzogin Meghan die Fehler oder macht ihr Team keine gute Arbeit?
Ganz klar: Hier fehlt es an Profis. Erfolgreiche Marken brauchen ein starkes Team, das strategisch denkt, Risiken erkennt und eine saubere Kommunikation steuert. Doch bei Meghan passieren immer wieder vermeidbare Fehler – wie ein Markenname, der rechtlich nicht abgesichert ist. Das sind für mich keine Ausrutscher, sondern Zeichen für eklatante Mängel im Hintergrund.
Spielt auch Pech eine Rolle?
Pech mag eine Rolle spielen, aber es ist nicht die Hauptursache. Wenn jemand wiederholt in ähnliche Probleme gerät, ist das kein Zufall mehr, sondern ein strukturelles Problem. Meghan hat meiner Meinung nach hochfliegende Ideen, aber scheinbar fehlt es an einer durchdachten Umsetzung. Pech allein wäre ein einmaliger Fehltritt – in ihrem Fall ist es jedoch ein Muster.
Einige vermuten hinter den Vorfällen PR-Taktik oder Kalkül. Ist da was dran?
Es gibt viele Stars, die gezielt mit Skandalen Aufmerksamkeit generieren – aber Meghan gehört meiner Meinung nach nicht dazu. Ihre Marke lebt von Exklusivität, Eleganz und Hochwertigkeit. Negative Schlagzeilen über fehlende Planung oder rechtliche Probleme schwächen diese Positionierung eher, als dass sie ihr nützen. Wenn sich der Eindruck festsetzt, dass sie unprofessionell agiert, wird es für sie enorm schwer, sich in diesem Premiumsegment zu etablieren. Und ohne Vertrauen wird aus einer Luxusmarke schnell ein Ladenhüter.
Glauben Sie persönlich noch an den Erfolg von «As Ever» und ihrer Kochshow?
Erfolg ist immer möglich – aber nur mit einer konsequenten Strategie. Meghan müsste sich klar positionieren und auf ein Kernthema fokussieren, statt mit wechselnden Projekten Verwirrung zu stiften. Die Kochshow könnte funktionieren, wenn sie authentisch und hochwertig produziert ist. Doch der Veröffentlichungszeitpunkt ist unglücklich gewählt – gerade erst hat Pamela Anderson mit ihrer natürlichen, ungekünstelten Kochshow für Aufsehen gesorgt. Meghan läuft Gefahr, im direkten Vergleich künstlich und inszeniert zu wirken, was ihrer Glaubwürdigkeit weiter schaden könnte. «As Ever» als Lifestyle-Marke sehe ich skeptisch: Ohne ein klares Konzept und eine durchdachte Markenführung fehlt hier die Basis – und genau daran ist sie bisher immer gescheitert.