Darum gehts
- Vivian Jenna Wilson ist die Tochter von Elon Musk und bietet ihrem Vater in der Öffentlichkeit die Stirn
- Wilson ist transgender und setzt sich für Transrechte und -behandlungen ein
- Mit 1,4 Millionen Tiktok-Followern nutzt sie soziale Medien als Plattform
Sie ist die Tochter des reichsten Mannes der Welt – und möchte nichts mit ihm zu tun haben. Stattdessen bietet Vivian Jenna Wilson (20) ihrem entfremdeten Vater Elon Musk (53) gern die Stirn. In der Öffentlichkeit schiesst sie des Öfteren gegen den Tech-Milliardär. Kürzlich bezeichnete sie ihn in einem Interview mit «Teen Vogue» als «erbärmliches Mannskind».
«Ich wurde in die Aristokratie hineingeboren»
Laut eigenen Aussagen wird Wilson in den sozialen Medien jetzt mit Katniss Everdeen, einem Charakter aus dem Franchise «Die Tribute von Panem», verglichen – einem Symbolbild für die Revolution gegen eine korrupte Regierung.
«‹Du bist wie unsere Katniss Everdeen› – nein, das bin ich nicht», äusserte sich Wilson vor einigen Tagen auf ihrem Tiktok-Account. Dort folgen ihr rund 1,4 Millionen Menschen. «Ich wurde in die Aristokratie hineingeboren», sagt Musks Tochter. Ihre Follower sollten aufhören, sie mit Katniss zu vergleichen, die Klassenkämpfe führt. Mit der Geschichte der Autorin Suzanne Collins (62) scheint sich Wilson dennoch gut auszukennen – gegenüber «Teen Vogue» gestand sie, einst eine acht Jahre lange «Die Tribute von Panem»-Phase durchgemacht zu haben.
In den Kommentaren wird Wilson für ihre Selbsterkenntnis gefeiert. «Wir lieben eine sich selbst wahrnehmende, klassenbewusste Queen», schreibt jemand. Eine andere Person meint: «Ich liebe es, wenn jemand seine Privilegien anerkennen kann.» Ein weiterer Kommentar vergleicht Wilson mit einem Charakter aus «Star Wars»: «Sie ist eindeutig Prinzessin Leia!»
Aber wer ist diese junge Frau, die Musk die Stirn bietet, denn wirklich? Hier sind einige Fakten über Vivian Jenna Wilson.
Ein Kind der Generation Z
Geboren im Jahr 2004, ist Wilson ein Kind der Gen Z – und widerspiegelt mit ihren Werten und Interessen den Zeitgeist ihrer Generation. Wie «Teen Vogue» schreibt, ist sie «wie jedes andere 20-jährige Mädchen». Sie verbringe täglich Stunden mit ihren Freunden auf Discord, liebe das Lesen, «RuPaul's Drag Race» und Chappell Roan.
Ausserdem ist Wilson sehr aktiv auf Social Media. Sie sagt über sich selbst, sie sei chronisch online, und bezeichnet sich als «Die Königin von Threads», Metas Alternative zu X – ironisch, wenn man bedenkt, dass ihr Vater der Eigentümer von X ist.
Sie sieht sich nicht als Aktivistin
Trotz ihrer Aktivitäten in den sozialen Medien sagte Wilson gegenüber «Teen Vogue», sie würde sich selbst nicht als Aktivistin bezeichnen. «Ich sage nur, was ich fühle. Ich denke, Aktivismus ist ein bisschen mehr als das», meinte sie.
Eine starke politische Meinung zu den Problemen in den USA hat sie dennoch: «Es ist erschreckend, was sie nicht nur der Trans-Community antun, sondern auch Migranten, Communities of Color und so vielen marginalisierten Gemeinschaften, die von der neuen Regierung systematisch ins Visier genommen werden und deren Schutz aufgehoben wird. Das ist geradezu karikaturhaft böse.» Mit solchen Aussagen dürfte sie vielen jungen Menschen aus der Seele sprechen – daher stammt womöglich auchh der Vergleich mit Katniss Everdeen.
Wilson ist transgender
Als Transfrau liegt Wilson eine Angelegenheit aber besonders am Herzen. «Ich fühle mich verpflichtet, über Trans-Themen zu sprechen», sagte sie gegenüber «Teen Vogue». «Als jemand, die als Minderjährige die Transition durchzog, habe ich das Gefühl, dass das so sehr verunglimpft wird, und ich möchte wirklich das Bewusstsein dafür schärfen, dass die transsexuelle Behandlung für Minderjährige, insbesondere in Form von Pubertätsblockern, sehr wichtig ist.»
Vergangenes Jahr sorgte Musk für Aufsehen, als er in einem Gespräch mit dem Portal «Daily Wire» sagte: «Mein Sohn wurde durch das Woke-Mind-Virus getötet» – die Rede war von Wilson. Diese reagierte daraufhin mit ihrem ersten öffentlichen Interview. Gegenüber NBC News entkräftete sie unter anderem Musks Aussage, er sei ausgetrickst worden, transgenderbezogene, medizinische Dokumente für Wilson zu unterzeichnen. «Er wurde auf keinen Fall ausgetrickst. Er kannte die vollen Nebenwirkungen», sagte sie.
Auch auf Social Media nahm Wilson Stellung zu Musks Aussage in «Daily Wire». «Ich verspreche, ich bin nicht tot», steht in ihrer Tiktok-Bio, auch noch über ein halbes Jahr später – Humor scheint sie also auch zu haben.