Der Kampf um die Sitze im Kongress und im Senat ist längst eröffnet. Am 3. November ist es dann so weit und es ziehen neue Gesichter in die politischen Hallen ein. Es gibt zahlreiche Hochrechnungen und Umfragen, die jedoch schwer einzuschätzen sind.
Wer also schlussendlich die Wahl für sich entscheiden wird, weiss man nicht mit Sicherheit. Das sieht der Amerikaner Sam Brown etwas anders. Er ist sich sicher, zu wissen, wie die Wahlen ausgehen werden.
Schon einmal 100 Prozent richtig getippt
Auf X teilt er seine Vorhersage und veranschaulicht das Ganze mit Grafiken. Nach diesen Grafiken prognostiziert er, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen und auch mehr Gouverneure stellen werden. Im Senat erwartet er dagegen eine knappe republikanische Mehrheit.
Dass Menschen spekulieren und Wahlergebnisse voraussagen, ist nun wirklich nichts Überraschendes. In diesem Fall könnte dem Kristallkugel-Post aber doch etwas mehr Gewicht gegeben werden. Brown lag nämlich schon einmal richtig.
Vor zwei Jahren hat er bei den Präsidentschaftswahlen in jedem einzelnen Bundesstaat den Wahlausgang korrekt vorhergesagt, schreibt er selber auf X.
Wahlbeteiligung und Kandidatenvielfalt
Wirklich auf die gleiche Stufe setzen lässt sich das aber nicht. Bei den Präsidentschaftswahlen geht es um den Entscheid zwischen zwei dominierenden Kandidaten. Bei den Midterms stehen hunderte Namen in den Wahlunterlagen.
Ausserdem ist die Wahlbeteiligung, wenn das Amt des Präsidenten neu besetzt wird, deutlich höher – und bei den Midterms gibt es deutlich mehr Einzelrennen und zahlreiche gross gefahrene Wahlkampagnen.
In den Kommentaren scheinen einige recht angetan von seinen Einschätzungen. «Ändere Ohio und Alaska auf Rot und Michigan auf Blau, und dann glaube ich vielleicht an deine Karte», schreibt einer. Wie es ausgeht, wird die Welt am 3. November erfahren.
Eins zu zwei Billiarden
Wer bei einer US-Präsidentschaftswahl die Sieger aller 50 Bundesstaaten und des Hauptstadtbezirks Washington D.C. rein zufällig erraten will, hat eine Chance von gerade einmal 1 zu rund 2,25 Billiarden. Eine Billiarde hat wohlgemerkt 15 Nullen.
Die Berechnung ist allerdings rein theoretisch. Denn viele Bundesstaaten gelten als relativ vorhersehbar, da sie seit Jahrzehnten mehrheitlich demokratisch oder republikanisch wählen. Bei den Zwischenwahlen wirds schwieriger, das Ergebnis einzuschätzen.