US-Senator Bernie Sanders (79) stahl bei der Vereidigung von US-Präsident Joe Biden (78) allen die Schau. Dies, weil er mit auffallend grossen Fäustlingen an der Zeremonie teilnahm. Es dauerte nicht lange, bis er damit zur Internet-Sensation wurde. So wurde er unter anderem auf den eisernen Thron der Fantasy-Serie «Game of Thrones» gesetzt.
Nun meldete sich die Lehrerin Jen Ellis aus dem US-Bundesstaat Vermont zu Wort. Sie hatte die Handschuhe aus rezyklierten Pullovern und alten Plastikflaschen gefertigt und wird nun von Kaufanfragen regelrecht überflutet, berichtet CNN.
Bereits ausverkauft!
Ellis nimmt aber direkt allen potenziellen Käufern den Wind aus den Segeln. Auf Twitter schreibt sie: «Danke für all das Interesse an Bernies Fäustlingen! Ich fühle mich geschmeichelt, dass Bernie sie bei der Zeremonie getragen hat. Leider habe ich aber keine Fäustlinge mehr zum Verkauf.»
Gegenüber dem «Jewish Insider» entmutigt sie die Käufer weiter: Sie sagt, dass es «keine Möglichkeit gibt, dass ich 6000 Paar Fäustlinge machen könnte.» Ausserdem steige das Interesse noch immer an. «Ich hasse es, Leute zu enttäuschen, aber die Fäustlinge sind einzigartig, und manchmal kann man in dieser Welt einfach nicht alles bekommen, was man will.»
Sanders bekam sein Exemplar vor etwa zwei Jahren auf der Wahlkampftour. Dennoch habe sie nie erwartet, dass Sanders ihr Geschenk auf einer solch hochkarätigen Veranstaltung wie der Amtseinführung von Biden tragen würde.
«Wir machen auch gute Mäntel»
Ebenso wenig wurde wahrscheinlich auch erwartet, dass sie zu einer Internet-Sensation werden würden – und dass es nicht dabei bleiben sollte: Bereits werden von diesem Meme auch T-Shirts, Tassen und sogar Figuren hergestellt.
Doch was sagt Bernie Sanders selbst dazu, dass er quasi über Nacht zu einem Meme wurde? Gegenüber CNN sagte er am Donnerstag, dass das Meme «die Leute darauf aufmerksam macht, dass wir in Vermont gute Fäustlinge machen. Wir machen auch gute Mäntel.»
Fliege als PR-Gag
Bereits in der Vergangenheit konnten Politiker sich unscheinbare Gegenstände zunutze machen und damit regelrechte Verkaufsschlager erzielen.
Ein Beispiel: Letztes Jahr konnten Onlinehändler von einer Fliege, die während einer Debatte zwischen Mike Pence (61) und Kamala Harris (56) erschien, profitieren: Bidens Wahlkampfteam verkaufte mehr als 35'000 Fliegenklatschen mit dem Slogan «Truth over flies», in Anlehnung auf den Slogan der Kampagne «Truth over lies». (myi)