In den USA erschienen laut der «New York Times» bereits rund acht Prozent der Erst-Geimpften nicht zum Termin für ihre Zweitimpfung. Insgesamt seien das aktuell um fünf Millionen Menschen, die ihren zweiten Piks nicht erhielten. Die Zeitung beruft sich auf Daten der US-Seuchenschutzbehörde CDC.
Warum die Personen nicht erschienen, sei nicht immer klar. Auffällig sei jedoch der Vergleich zu den Zahlen zu Beginn der US-Impfkampagne. Der Anteil derer, die die zweite Impfung in den ersten Wochen verpassten, sei deutlich geringer, als aktuell. Die USA versuchen nun in einigen Bundesstaaten, wie Arkansas und Illinois, Personen, die den Termin verpassten, erneut zu erinnern.
Anfälliger für Virusvarianten
Das Problem: Verglichen mit der zweifachen Impfung löst eine einzige Dosis eine schwächere Immunreaktion aus – und kann die Empfänger laut der Zeitung anfälliger für Virusvarianten machen. Ausserdem sei nicht klar, wie lange der Teilschutz einer Einzeldosis anhalte.
«Ich bin sehr besorgt, denn Sie brauchen diese zweite Dosis», sagt Paul Offit von der University of Pennsylvania, der ausserdem im amerikanischen Impfstoff-Beratungsausschuss mitarbeitet. (euc)