Über 20 Firmen sind weg!
Diese Migros-Gesellschaften wurden verkauft oder geschlossen

Vor wenigen Tagen hat die Migros ihren Konzernumbau für abgeschlossen erklärt. Zeit für eine kleine Bilanz. Bekannte Firmen sind verschwunden, der orange Riese hat nur noch das Kerngeschäft im Visier.
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Grösster privater Arbeitgeber der Schweiz: Migros mit Sitz am Zürcher Limmatplatz.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Migros schliesst Umstrukturierung ab: Fokus auf Supermärkte und Kernbereiche
  • Über 20 Firmen verkauft, 1500 Vollzeitstellen abgebaut, Tausende Jobs betroffen
  • Bereinigter Umsatz 2025: 29 Milliarden Franken, Non-Food wächst am stärksten
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Ulrich RotzingerWirtschaftschef

Das grosse Reinemachen ist zu Ende. «Wir haben die wesentlichen Verlustquellen nun alle geschlossen», sagte Migros-Chef Mario Irminger (60) vor wenigen Tagen bei der Präsentation der Jahreszahlen 2025 des orangen Riesen. Man könne sich nun voll auf das Kerngeschäft Detailhandel mit den Supermärkten konzentrieren.

Ihre konkreten Verkaufspläne für diverse Tochterfirmen öffentlich machte die Migros erstmals Anfang Februar 2024. Betroffen vom Kahlschlag: ungefähr 250 Fachmarkt-Standorte und insgesamt 8000 Mitarbeitende. Seitdem wurden über 20 Firmen verkauft oder geschlossen. Gut 1500 Vollzeitstellen sind abgebaut worden, Tausende weitere Jobs verschwanden mit den Verkäufen und Firmenschliessungen.

Eine Präsentationsfolie, die Blick vorliegt, zeigt eindrücklich das Ausmass des grössten Umbaus der Migros-Firmengeschichte. Darunter Marken, die bereits aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden sind.

Diese Übersicht zeigt, welche Firmen durch die Migros verkauft oder geschlossen wurden.
Foto: Zvg

Noch ganz frisch in der Erinnerung: die deutsche Bio-Supermarktkette Tegut, die der Migros Genossenschaft Zürich Millionen-Abschreiber einbrachte. Sie wurde abgestossen. Bekannter sind Fachmärkte wie Melectronics und die SportX-Läden, deren Logos man nicht mehr in der Öffentlichkeit sieht. Anders Micasa und Obi, die unter neuer Eigentümerschaft weitergeführt werden. Die Migros-Tochter Hotelplan gehört nun dem Reiseveranstalter Dertour. Geschichte sind auch die Alnatura-Läden.

Migros baut auf vier Geschäftspfeiler

Notwendig seien diese Verkäufe oder Schliessungen gewesen, so die Migros. Und sie sind wohl auch Voraussetzung dafür, die Anzahl der zehn regionalen Genossenschaften eines Tages auf ein paar wenige oder ganz reduzieren zu können.

Die Migros-Gruppe selbst baut künftig auf vier eigenständige Geschäftseinheiten: Food Retail (Migros, Migros Industrie, Denner, Migrolino/Migrol), Non-Food-Retail (Digitec Galaxus), Gesundheit (Medbase) und Finanzservices (Migros Bank).

Als Ganzes macht die Gruppe einen bereinigten Umsatz von 29 Milliarden Franken. Am kräftigsten wächst Non-Food-Retail, getrieben vom Online-Riesen Digitec Galaxus. Hauptaugenmerk liegt nun auf dem Supermarktgeschäft, denn hier gilt es für den Detailhandelsriesen, verlorene Marktanteile von Aldi und Lidl wieder zurückzuholen.

Im Kerngeschäft Detailhandel ist die Migros zwar noch vor Coop, doch der Basler Rivale holt schnell auf.

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