Nach Kritik von Konsumentenschutz
Bund greift durch – Ikea muss 15’000 Preisschilder anpassen

Der Bund pfeift Ikea zurück. Der schwedische Möbelkonzern passt 15’000 Preisschilder an – nach einer Intervention des Konsumentenschutzes. Dieser moniert «irreführende Preisanschriften».
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Das Möbelhaus Ikea passt 15’000 Preisschilder an.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Konsumentenschutz kritisiert Ikea wegen irreführender Preisangaben auf Preisschildern in den Filialen
  • Mitgliederpreise werden oft hervorgehoben und die Normalpreise, die teils massiv höher sind, kleiner dargestellt
  • Ikea Schweiz passt die Preisschilder bei 15’000 Artikeln in zehn Filialen an
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Der Konsumentenschutz nimmt den schwedischen Möbelriesen ins Visier. Er kritisiert, dass auf den Preisschildern von Ikea kaum ersichtlich sei, dass die gross hervorgehobenen «Familienpreise» nur für Mitglieder des Kundenbindungsprogramms Ikea Family gelten – während der reguläre Preis deutlich kleiner angegeben werde und teils massiv höher ausfalle.

Mitglieder von Ikea Family erhalten beim schwedischen Möbelhaus Rabatte auf ausgewählte Produkte. Auf den Preisschildern sind diese hervorgehoben. Der Normalpreis, der für viele Kundinnen und Kunden gilt, ist wesentlich kleiner dargestellt. Das stösst dem Konsumentenschutz sauer auf. Darum habe man das zuständige Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) informiert, wie die Organisation am Donnerstagmorgen mitteilt.

Ikea reagiert

Wie der Konsumentenschutz weiter schreibt, hätten Mitarbeitende berichtet, dass die «Ikea-Familienpreise» an der Kasse regelmässig zu Unklarheiten und Missverständnissen führten. «Die Kunden bemerken den tatsächlichen Preis, wenn überhaupt, erst an der Kasse und zahlen Aufpreise von mehreren Hundert Franken. Diese Art von Preisanschrift ist irreführend. Sie verstösst gegen die Regeln der Preisbekanntgabe», so Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Dabei verweist sie auf die Preisbekanntgabeverordnung (PBV). Gemäss dieser müssen alle Preisangaben für die Kundschaft nachvollziehbar und unmissverständlich sein.

Das Seco hat beim schwedischen Möbelhaus bereits interveniert. Wie Ikea gegenüber SRF erklärt, anerkenne man, dass die Darstellung missverständlich wirken könne. Darum passt Ikea Schweiz die Preisschilder bei 15’000 Produkten in zehn Filialen an. Die Normal- wie auch die Mitgliederpreise sollen für alle Kunden klar erkennbar werden.

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