Bei Malinins Olympia-Revanche
Britschgi bei Eiskunstlauf-WM in den Top 10

Das Schweizer Skicross-Team erlebt in Schweden einen gebrauchten Tag. Beim Slopestyle-Weltcupfinal in Silvaplana läufts besser: Zwei Schweizerinnen stehen auf dem Podest. Lukas Britschgi ist an der Eiskunstlauf-WM in den Top 10. Hier gibts die Wintersport-Übersicht.
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Lukas Britschgi beendet die Eiskunstlauf-WM in Prag auf Rang 9.
Foto: keystone-sda.ch

Britschgi bei Eiskunstlauf-WM in den Top 10

Lukas Britschgi beendet die WM in Prag auf dem 9. Schlussrang. Der 28-jährige Schaffhauser kann in der Kür nicht an seine Bestleistungen anknüpfen und patzt gleich zu Beginn bei der geplanten Kombination Vierfach-Dreifach-Toeloop. Auch der dreifache Axel misslingt, den Königssprung mit dreieinhalb Umdrehungen kann der Schweizer nicht stehen. Den Rest des Programms bringt Britschgi dann sauber zu Ende.

Mit 163,30 Punkten in der Kür und insgesamt 251,90 Zählern bleibt Britschgi deutlich unter seinem persönlichen Bestwert, verteidigt dank eines starken Kurzprogramms am Donnerstag aber seinen Platz in den Top 10. Seine beste WM-Klassierung bleibt damit der 6. Platz von vor zwei Jahren in Montreal.

Den Weltmeistertitel sichert sich Ilia Malinin (21). Aus dem Kurzprogramm nahm der Amerikaner fast zehn Punkte Vorsprung mit. Im Gegensatz zu Olympia, das für ihn in einem Debakel endete, hielten die Nerven in Prag. Mit einer starken Kür mit insgesamt fünf Vierfach-Sprüngen sicherte Malinin sich insgesamt 329,40 Punkte und holt damit zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille.

Boardercrosserin Siegenthaler mit Podestplatz

Zum Abschluss der Saison im Snowboard-Cross gibt es noch einmal eine Schweizer Erfolgsmeldung: Sina Siegenthaler wird im kanadischen Mont Sainte-Anne Dritte und fährt damit zum zweiten Mal in diesem Winter auf das Weltcup-Podest. Geschlagen wird sie im Final nur von der Britin Charlotte Bankes und Chloé Trespeuch aus Frankreich. Die übrigen Schweizerinnen bleiben in der Qualifikation hängen.

Bei den Männern zieht Kalle Koblet als einziger Schweizer in die K.o.-Entscheidung ein. Dort ist aber früh Endstation: Der Zürcher scheitert im Achtelfinal und muss sich am Ende mit Rang 30 begnügen.

Höfflin siegt bei Slopestyle-Final

Slopestyle-Olympiasiegerin Mathilde Gremaud gab auf. Sie leidet nach ihrem Trainingssturz bei Olympia, der sie die Finalteilnahme im Big Air kostete, immer noch an Rückenschmerzen.

Trotzdem gibt es für das Schweizer Team im Engadin allen Grund zu jubeln. Sarah Höfflin gewinnt den Wettkampf vor der Britin Kirsty Muir und ihrer Landsfrau Giulia Tanno. Die 35-jährige Genferin erreicht am Corvatsch in ihrem ersten von zwei Läufen 80,07 Punkte, die bis zum Schluss unerreicht bleiben. Auch bei Muir (75,54) und Tanno (70,53) ist der erste Run der bessere.

Höfflin fährt beim letzten Wettkampf erstmals in dieser Saison aufs Weltcup-Podest. Der letzte Sieg der Olympiasiegerin von Pyeongchang 2018 auf höchster Stufe liegt gar schon über sechs Jahre zurück. Für Tanno ist es derweil der zweite dritte Rang innert acht Tagen. In Tignes (Fr) schaffte sie es vergangenen Samstag im Big Air erstmals nach fünf Jahren aufs Weltcup-Podest.

Den Männern läuft es im Anschluss weniger gut: Gian Andri Bolinger ist nach dem ersten Durchgang auf Podestkurs, wird dann aber noch auf Rang fünf verdrängt. Fabian Bösch wird Sechster. Für den Innerschweizer, der 2015 (Slopestyle) und 2019 (Big Air) Weltmeister wurde, ist es der letzte Auftritt im Weltcup. Dementsprechend wird er im Zielraum gefeiert.

Andri Ragettli gelingt keiner der beiden Runs: Der Bündner lässt als 14. nur zwei Konkurrenten hinter sich. Es gewinnt der norwegische Olympiasieger Birk Ruud vor Henry Sildaru aus Estland und dem US-Amerikaner Mac Forehand.

Debakel für Schweizer Skicross-Team

Beim Skicross-Weltcupfinal im schwedischen Gällivare gibts für die Schweizerinnen und Schweizer nichts zu jubeln. Geschlechterübergreifend schafft es nur Ryan Regez in den Halbfinal. Der Olympiasieger von 2022 belegt beim Sieg des Schweden David Mobärg den 8. Rang. Den Gesamtweltcup hat Reece Howden, der Zweiter wird, schon vor dem letzten Rennen gewonnen.

Bei den Frauen bleiben Saskja Lack, Talina Gantenbein, Sixtine Cousin und Vize-Olympiasiegerin Fanny Smith allesamt im Viertelfinal hängen und fahren nicht um den Tagessieg mit. Diesen sichert sich – wenig überraschend – die Lokalmatadorin Sandra Näslund vor der Olympiasiegerin Daniela Maier aus Deutschland und der Kanadierin Hannah Schmidt.

Die Kristallkugel für den Gesamtweltcup geht ebenfalls an die Überfliegerin aus Schweden. Mit ihren 1168 Punkten stellt die Überfliegerin bereits einen neuen Rekord auf und knackt ihren eigenen um 18 Punkte – und am Sonntag gibts nochmals ein Rennen. Es ist ihr fünfter Gesamtsieg, vor ihr liegt nur noch die Französin Ophélie David mit sieben.

Skisprung-Quartett auf Rang 6

Die österreichischen Skispringer entscheiden das Team-Skifliegen in Planica (Sln) für sich. Daniel Tschofenig, Markus Müller, Stefan Kraft und Stephan Embacher siegen vor Japan und Norwegen.

Das Schweizer Team, bestehend aus Gregor Deschwanden, Felix Trunz, Remo Imhof und Sandro Hauswirth, springt auf Rang sechs von acht Mannschaften am Start. Altmeister Simon Ammann erklärte im Vorfeld überraschend seinen Verzicht auf das letzte Weltcup-Wochenende.

Für eine Schrecksekunde sorgt der bereits feststehende Gesamtweltcupsieger Domen Prevc. Der Lokalmatador aus Slowenien kann im Probedurchgang einen Sturz in extremis verhindern. Mirakulös rettet sich der Olympiasieger (Grossschanze) und schafft es, nach 80 Metern sicher zu landen.

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