Was für ein Nervenkrimi zwischen der Schweiz und Tschechien: Belinda Bencic (WTA 11) vergibt im zweitletzten Einzel gegen Linda Noskova (WTA 14) drei Matchbälle. Hätte die 29-jährige Teamleaderin einen davon verwertet, stünde die Schweiz im Finalturnier des Billie Jean King Cups. Stattdessen verliert Bencic mit 3:6, 6:3 und 6:7.
Die Entscheidung fällt dann im letzten Einzel zwischen Viktorija Golubic (WTA 79) und Marie Bouzkova (WTA 24). Die Zürcherin verspielt im Tiebreak des ersten Durchgangs eine Minibreak-Führung. Von da an ist Golubic nur noch in Rücklage und unterliegt mit 6:7 und 3:6. Die Schweizerinnen sind out.
Dabei beginnt der zweite Tag in Biel verheissungsvoll: Bencic und Golubic sorgen mit dem Sieg im Doppel gegen Tereza Valentova und Marketa Vondrousova noch für die – am Ende wertlose – 2:1-Führung. Am Ende fehlen den Schweizerinnen Glück, Nerven und vielleicht auch etwas die Energie. So steht Bencic an den beiden Tagen in zwei Einzeln und einem Doppel fast acht Stunden auf dem Platz.
Statt am Finalturnier der besten acht Nationen im September in China spielt das Team von Heinz Günthardt nun im November in den Abstiegsplayoffs.