Schnapsidee von 2012
Als Roger Federer an den Madrid Open auf blauem Sand triumphierte

In der Madrider Caja Mágica ist dieser Tage wieder Tennis auf höchstem Niveau zu sehen. Vor 14 Jahren sorgten die Organisatoren mit blauem Sand für weltweite Schlagzeilen und reichlich Frust unter den Spielern. Am besten kam Roger Federer damit zurecht.
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Roger Federer freut sich über seinen Finalsieg in Madrid 2012 auf ungewohnter Unterlage.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Madrid Open 2012 führte blauen Sand für bessere Sichtbarkeit ein
  • Federer gewann als einziger Spieler je auf blauem Sand
  • Nadal und Djokovic drohten wegen Rutschgefahr mit Boykott fürs 2013
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Models als Ballmädchen oder gleich drei Stadien mit ausfahrbarem Dach in einer Stadt, in der fast 300 Sonnentage jährlich genossen werden: Die Madrid Open sorgten in ihrer Geschichte immer wieder für Kontroversen. Vor 14 Jahren wars der blaue Untergrund, der nach reichlich Kritik von allen möglichen Seiten direkt nach Turnierschluss ad acta gelegt wurde.

Doch der Reihe nach. Die Welt staunte nicht schlecht, als die ersten Bilder der Madrid Open 2012 auftauchten. Anstelle der roten Asche rannten die Spieler plötzlich über blauen Sand, was die einstige Weltnummer drei, Milos Raonic, an einen Zeichentrickfilm erinnerte: «Ich muss dauernd an die Schlümpfe denken.»

Hinter der ungewöhnlichen Unterlage steckte aber kein Filmstudio, sondern der damalige Turnierdirektor Ion Tiriac. Offiziell, um die Sichtbarkeit der gelben Bälle für die Zuschauer zu erhöhen, da der Kontrast im Vergleich zum roten Sand besser würde. Dass das Logo des Hauptsponsors Mutua Madrileña ebenfalls blau ist, dürfte hingegen mindestens genauso wichtig gewesen sein.

Kritik der «Big Three» ging bis zur Boykottdrohung

Wie zu dieser Zeit üblich, waren natürlich auch die drei grössten Tennisspieler unter den Teilnehmenden. Und alle waren sie sich einig, dass der blaue Sand eine wirklich schlechte Idee sei.

Während Federer sarkastisch fragte, ob auch Clowns und Elefanten auftreten würden, kritisierte er vor allem die Machtfülle von Tiriac. Es sei nicht gut, «dass er solche Dinge alleine in der Hand hat». Deutlichere Worte wählten der (rote) Sandplatzkönig Rafael Nadal und Novak Djokovic. Nachdem beide früh im Turnier ausgeschieden waren, drohten sie mit einem Turnierboykott fürs Folgejahr, da sie das Verletzungsrisiko auf dem «unglaublich rutschigen» Sand nicht erneut in Kauf nehmen wollten.

So gross die Ablehnung auch war, Federer dürfte dennoch gut damit leben können, dass das Turnier 2012 auf ungewohnter Unterlage stattfand. Der Basler schaffte es nicht nur in den Final, sondern holte sich dort nach einem 4:6, 7:5, 7:6 seinen dritten Titel in der spanischen Hauptstadt. Und weil die Idee danach wieder verworfen wurde, ist er der einzige Spieler in der Geschichte des Sports, der jemals auf blauem Sand triumphierte.

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