Hier wird Odermatt zum 5. Mal in Folge ausgezeichnet
0:42
Sportler des Jahres:Hier wird Odermatt zum 5. Mal in Folge ausgezeichnet

Seriensieger und Debütantin
Odermatt und Kambundji sind Sportler des Jahres

Die Sports Awards sind vergeben. Bei den Männern gewinnt mit Marco Odermatt der Seriensieger, bei den Frauen gibts eine Premiere: Ditaji Kambundji holt sich erstmals den Titel der Sportlerin des Jahres.
Kommentieren
1/12
Marco Odermatt ist zum fünften Mal in Serie Sportler des Jahres.
Foto: STEFAN BOHRER

Der Seriensieger

Marco Odermatt (28) ist schon vor seinem fünften Triumph in Folge an den Sports Awards zum Scherzen aufgelegt. Als Moderatorin Fabienne Gyr (38) ihn auf die Biografie anspricht und ihn fragt, was er denn im Alter von 50 Jahren noch mache, sagt er trocken: «Coiffeur!» Moderatorin Gyr, die zuvor in der Sendung Franjo von Allmen seine Glückszahl in die Haare rasiert hat (siehe unten), entgegnet lachend: «Darf ich dann zu dir in die Ausbildung kommen?» Zu seinem Sieg meint Odermatt später: «Wow, es ist nach wie vor eine Ehre!»

Odermatt kann sich Spruch nicht verkneifen
0:28
Über von Allmens Haarschnitt:Odermatt kann sich Spruch nicht verkneifen
Entschuldigt sich hier Odermatt fast für seinen Sieg?
1:51
«Das ist das Problem»:Entschuldigt sich hier Odermatt fast für seinen Sieg?

Die elegante Debütantin

Es ist der nächste Streich einer besonderen Sportfamilie. Leichtathletik-Star Ditaji Kambundji (23) lässt sich zur Sportlerin des Jahres küren – und macht es damit ihrer Schwester Mujinga (33, Siegerin 2019 und 2022) gleich. Sie erscheint im schicken, selbst genähten Abendkleid – und meint: «Ein riesiges Merci an meine Familie – ihr habt mich von Tag eins an unterstützt.»

Kambundji mit deutlichem Vorsprung Sportlerin des Jahres
0:33
Wie schon ihre Schwester:Kambundji mit deutlichem Vorsprung Sportlerin des Jahres

Haarige Angelegenheit

Unvergessen, wie die Ski-Männer nach der WM 2025 mit kuriosen Frisuren feierten. Jetzt setzt Moderatorin Gyr noch einen drauf – und sorgt für den TV-Moment des Abends. Sie rasiert Franjo von Allmen (24) live während der Sendung dessen Glückszahl 42 auf den Hinterkopf. Weil sie ein Nein des Ski-Stars erwartet hat, kommt sie ganz schön ins Zittern.

Hier rasiert Gyr von Allmen seine Glückszahl ins Haar
0:41
Mit zittriger Hand:Hier rasiert Gyr von Allmen seine Glückszahl ins Haar

Die grosse Fete

Von Allmens grossartige Saison mit dem Olympia-Gold-Triple ist seit ein paar Tagen Geschichte. Gibts nun noch eine Abschlussfeier? Der Berner Oberländer grinst und meint: «Es gibt sicher die eine oder andere Gelegenheit, bei der man sich mal gehen lassen kann. Da kann man mit gutem Gewissen auch mal später ins Bett.» Einen Urlaub irgendwo im Süden habe er hingegen nicht im Sinn. «Das ist nicht so meins. Ich bleibe lieber zu Hause in der Heimat – und schwinge mich mal auf den Motocross-Töff.»

Die Gewinner und Gewinnerinnen der Sports Awards

Sportlerin des Jahres: Ditaji Kambundji (Leichtathletik, 1. Auszeichnung)

Sportler des Jahres: Marco Odermatt (Ski alpin, 5. Auszeichnung)

MVP des Jahres: Géraldine Reuteler (Frauen-Nationalteam, 1. Auszeichnung)

SRF 3 Best Talent: Debora Annen (Bob, 1. Auszeichnung)

Team des Jahres: Eishockey-Nationalmannschaft der Männer (3. Auszeichnung)

Para-Sportler/in des Jahres: Catherine Debrunner (Rollstuhlsport, 2. Auszeichnung)

Trainer des Jahres: Patrick Fischer (Eishockey-Nati, 3. Auszeichnung)

Sportlerin des Jahres: Ditaji Kambundji (Leichtathletik, 1. Auszeichnung)

Sportler des Jahres: Marco Odermatt (Ski alpin, 5. Auszeichnung)

MVP des Jahres: Géraldine Reuteler (Frauen-Nationalteam, 1. Auszeichnung)

SRF 3 Best Talent: Debora Annen (Bob, 1. Auszeichnung)

Team des Jahres: Eishockey-Nationalmannschaft der Männer (3. Auszeichnung)

Para-Sportler/in des Jahres: Catherine Debrunner (Rollstuhlsport, 2. Auszeichnung)

Trainer des Jahres: Patrick Fischer (Eishockey-Nati, 3. Auszeichnung)

Der Schoggi-Liebhaber

Auf die Frage, welchen Plan B im Leben er gehabt hätte, sagt Eishockey-Nati-Coach Patrick Fischer (50) ohne lange zu überlegen: «Ich hätte wohl einen Kiosk aufgemacht.» Warum? Weil im frischgekürten Trainer des Jahres offenbar schon seit jeher eine grosse Leidenschaft schlummert. Und zwar für den Mars-Riegel. Fischer meint lachend: «Diese Liebe ist bis heute geblieben – ich mag allgemein alles, was schokoladig ist.».

Die Wertvollste

Nati-Offensiv-Ass Géraldine Reuteler (26) räumt in der Kategorie «MVP» ab, sagt gegenüber Blick aber schon vor der Show: «Man hätte jede aus unserem Team für diesen Award nominieren können.» Auf der Bühne bedankt sie sich «bei der ganzen Schweiz» für das letztjährige EM-Märchen in der Heimat und meint schliesslich: «Ich möchte jemanden hervorheben – und zwar mein Mami. Ich liebe dich über alles.» Mutter Evelyne verdrückt im Publikum einige Tränen. 

Mama Evelyne weint bei Rede von Géraldine Reuteler
0:24
Zum «MVP» gekürt:Mama Evelyne weint bei Rede von Géraldine Reuteler

Der Schlagfertige

Schwingerkönig Armon Orlik (30) sorgt für einen Lacher während der TV-Gala. Als Moderator Rainer Maria Salzgeber (56) ihn fragt, weshalb man über ihn immer noch so wenig weiss, entgegnet der Bündner: «Ist das jetzt ein Vorwurf?» Dann sagt er doch noch: «Der mediale Fokus ist schön – und ich bin in einem Alter, in dem ich das geniessen kann.»

Die Krawattenhilfe

Tennis-Talent Henry Bernet (19) ist das erste Mal zur grossen Sause in den SRF-Studios eingeladen. Papa Robert begleitet den Junioren-Australian-Open-Sieger von 2025 und staunt offenbar mit ihm, wie der Sohnemann erzählt: «Wir waren richtig überrascht ob der Dimension dieses Anlasses.» Auf dem Goldenen Teppich gesteht er dann auch, dass das Tragen eines Anzuges für ihn noch etwas ungewohnt sei: «Die Krawatte hat mein Vater für mich gebunden – das muss ich noch lernen.»

Die Bundesratstränen

Bundesrat Martin Pfister (62) gesteht im Interview während der Show, dass er im Vorjahr bei einem Sportereignis besonders emotional wurde – und zwar beim Hürden-Weltmeistertitel von Ditaji Kambundji, die nun neue Sportlerin des Jahres ist, in Tokio: «Als sie im TV-Interview weinen musste, sind auch bei mir die Tränen gekommen.» 

Hoch hinaus

Mountainbike-Legende Nino Schurter (39) wird nach seinem Rücktritt mit einem Beitrag in der Sendung gewürdigt. Der Bündner will sich neuen Herausforderungen widmen – und mehr Zeit für die Familie haben. Tochter Lisa hält in einer berührenden Videobotschaft fest, dass nun der Klettersteig warte: «Ich freue mich besonders darauf, mit dir bouldern zu gehen.»

Die Gala zum Nachlesen im Ticker:

29.03.2026, 21:13 Uhr

Die Gewinnerinnen und Gewinner

MVP des Jahres: Géraldine Reuteler (Frauen-Nationalteam, 1. Auszeichnung)

SRF 3 Best Talent: Debora Annen (Bob, 1. Auszeichnung)

Team des Jahres: Eishockey-Nationalmannschaft der Männer (3. Auszeichnung)

Para-Sportler/in des Jahres: Catherine Debrunner (Rollstuhlsport, 2. Auszeichnung)

Trainer des Jahres: Patrick Fischer (Eishockey-Nati, 3. Auszeichnung)

Sportler des Jahres: Marco Odermatt (Ski alpin, 5. Auszeichnung)

Sportlerin des Jahres: Ditaji Kambundji (Leichtathletik, 1. Auszeichnung)

29.03.2026, 22:47 Uhr

Sportlerin des Jahres: die Ergebnisse

Mathilde Gremaud (Ski Freestyle), Lara Gut-Behrami (Ski alpin), Ditaji Kambundji (Leichtathletik), Alessandra Keller (Mountainbike), Camille Rast (Ski alpin) und Marlen Reusser (Rad) waren nominiert. 

Es gewinnt Ditaji Kambundji deutlich vor Camille Rast und Marlen Reusser. Der Award ist der Preis für ihren WM-Titel über 100 m Hürden im vergangenen Jahr.

«Hürdenlaufen kann ich einiges besser als reden», steigt Kambundji ein. «Merci vielmal! Leichtathletik ist eine Einzelsportart, aber es steckt viel Teamarbeit dahinter.» 

Kambundji mit deutlichem Vorsprung Sportlerin des Jahres
0:33
Wie schon ihre Schwester:Kambundji mit deutlichem Vorsprung Sportlerin des Jahres
29.03.2026, 22:40 Uhr

Sportler des Jahres: die Ergebnisse

Gesucht wird der Nachfolger von Marco Odermatt. Wird er es selber? Ja!

Nominiert waren: Loïc Meillard (Ski alpin), Marco Odermatt (Ski alpin), Armon Orlik (Schwingen), Noè Ponti (Schwimmen), Noe Seifert (Kunstturnen) und Franjo von Allmen (Ski alpin).

Die Top 3 sind Odermatt, Ponti und von Allmen. Franjo von Allmen holt sich Platz drei. Odermatt gewinnt vor Ponti. Der Ski-Überflieger gewinnt zum fünften Mal in Folge. «Es ist eine riesige Ehre. Vielen Dank für den weiteren Preis. Es war sehr knapp, ich hätte es dir, Noè, und allen anderen sehr gegönnt. Im Flugzeug zurück aus Norwegen habe ich neben der Müdigkeit vor allem Dankbarkeit gespürt», bedankt sich Odermatt. 

Hier wird Odermatt zum 5. Mal in Folge ausgezeichnet
0:42
Sportler des Jahres:Hier wird Odermatt zum 5. Mal in Folge ausgezeichnet
29.03.2026, 22:33 Uhr

Musikalische Zwischendarbietung

Während das Voting ausgewertet wird, singt Kings Elliot ihren Song «The Promise». 

29.03.2026, 22:31 Uhr

Das Zuschauer-Voting ist beendet

Es kann nicht mehr abgestimmt werden. Die Entscheidungen in den Hauptkategorien folgen in Kürze. 

29.03.2026, 22:19 Uhr

Kambundji und Seifert werden vorgestellt

Ditaji Kambundji holte 2025 WM-Gold über 100 m Hürden – als erste Schweizerin. Kunstturner Noe Seifert gewann an der WM Silber im Mehrkampf. Die erste Kunstturn-WM-Medaille für die Schweiz nach 75 Jahren. 

Schon als kleines Mädchen hatte Kambundji den Traum, Weltmeisterin zu werden, wie ein Blick in ihr Tagebuch verrät. «Ich habe mir immer grosse Ziele gesetzt, aber die Leichtathletik auch immer aus Liebe betrieben. Als ich dann an Grossanlässen teilnehmen konnte, wusste ich, dass es möglich ist», erklärt sie. 

«Wie fokussierst du dich, dass du so erfolgreich geworden bist?», wird Seifert von einem Zuschauer gefragt. «Am Wettkampf gehe ich von Gerät zu Gerät, gehe die Übungen mehrfach im Kopf durch. Viel ist auch Erfahrung, ich konnte das alles ja nicht von heute auf morgen», erklärt dieser.

Ditaji Kambundji nähte ihr Gala-Kleid selbst
1:21
Die Outfits der Sport-Stars:Hürden-Weltmeisterin Kambundji nähte ihr Gala-Kleid selbst
29.03.2026, 22:08 Uhr

Wahl zum Trainer/zur Trainerin des Jahres

Nominiert sind Florian Clivaz (Coach Ditaji Kambundji), Patrick Fischer (Trainer Eishockey-Männer-Nati) und Pia Sundhage (Trainerin Fussball-Frauen-Nati). Wie schon 2018 und 2024 geht die Auszeichnung an Patrick Fischer. Einen grossen Dank äussert er an seine Familie: «Meine Frau und meine Kinder mussten mich aushalten, wenn ich erschöpft, enttäuscht oder müde nach Hause gekommen bin.» 

Nach der Auszeichung als Coach des Teams des Jahres hält Fischer schon seine zweite Dankesrede des Abends. 

Patrick Fischer ist zum dritten Mal Trainer des Jahres.
Foto: keystone-sda.ch
29.03.2026, 22:04 Uhr

Odermatt und Gut-Behrami werden vorgestellt

Marco Odermatt, der 2025 WM-Gold im Super-G holte, hat die letzten vier Jahre bereits gewonnen. Lara Gut-Behrami ist zweifache Titelverteidigerin und hat zudem schon 2016 gewonnen. 

Odermatt ist vor Ort, die verletzte Gut-Behrami ist nicht einmal zugeschaltet. «Wir hätten gerne mit ihr geredet, doch sie steht nicht zur Verfügung», sagt Moderatorin Fabienne Gyr. 

«Es gibt so gute Skifahrer, wieso genau du?», wird Odermatt von einem jungen Fan gefragt. «Es gab schon so viele gute Skisportler aus der Schweiz, das bin nicht nur ich», antwortet dieser bescheiden. 

«Was machen Sie dann, wenn Sie 50 sind?», wird er von Fabienne Gyr gefragt. «Coiffeur» antwortet er lachend, in Anspielung an die Rasur von Teamkollege von Allmen früher in der Sendung. «Kann ich in die Ausbildung kommen?», witzelt Gyr. 

Odermatt kann sich ein Spruch nicht verkneifen
0:28
Über von Allmen Haarschnitt:Odermatt kann sich ein Spruch nicht verkneifen
29.03.2026, 21:48 Uhr

Gremaud und Ponti werden vorgestellt

Noè Ponti, der 2025 vier WM-Kurzbahn-Medaillen (dreimal Gold) gewann, ist live vor Ort. Slopestyle-Weltmeisterin Mathilde Gremaud ist aus Andermatt zugeschaltet.

Der Weltrekordhalter über 50 m Schmetterling (Kurzbahn) nennt die WM-Silbermedaillen auf der langen Bahn, die er 2025 in Singapur gewonnen hat, als seine Highlights. 

«Ich habe nicht wirklich einen letzten Gedanken vor dem Start, wenn es losgeht, ist mein Kopf eigentlich völlig leer und ich bin voll im Moment drin. Der letzte Gedanke ist, dass alles verschwindet und ich endlich Skifahren kann», beantwortet Gremaud eine Frage eines Fans. 

Noè Ponti mit Freundin Anna Chiara Mascolo.
29.03.2026, 21:33 Uhr

Wahl zur Paralympische Sportler/in des Jahres

Nominiert sind: Titelverteidigerin Catherine Debrunner (Leichtathletik), Marcel Hug (Leichtathletik), der schon neunmal gewonnen hat, und Flurina Rigling (Rad). Und der Titel geht erneut an Catherine Debrunner. Die Thurgauerin holte an der WM in Neu Delhi (Indien) fünfmal Gold. Debrunner kann aufgrund eines Trainingslagers nicht live mit dabei sein, bedankt sich aber per Videoschaltung für die Auszeichnung. 

Catherine Debrunner bedankt sich per Video für die Auszeichnung.
Foto: keystone-sda.ch
29.03.2026, 21:25 Uhr

Rast und Meillard werden vorgestellt

Sie wurden in Saalbach Slalom-Weltmeisterin und Slalom-Weltmeister: Camille Rast und Loïc Meillard betreten die Bühne. 

«Es war keine einfache Saison mit der Verletzung zum Saisonstart. Vor der WM fühlte ich mich gut. Dass ich vor dem Slalom schon zwei Medaillen hatte, hat es etwas einfacher gemacht», blickt Meillard zurück auf seinen WM-Titel. 

Camille Rast wird von einer Zuschauerin gefragt, was ihr «Cheat-Meal» sei. «Ich freue mich immer auf die Grillpartys im Sommer. Da esse ich gerne viel Fleisch», antwortet sie. 

Camille Rast im Vorfeld der Award-Gala.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen