Beendet
Riesenslalom
Lillehammer
Lillehammer
1.
Valerie Grenier
Valerie Grenier2:16.79
2.
Mina Fuerst Holtmann
Mina Fuerst Holtmann+0.43
3.
Julia Scheib
Julia Scheib+0.57
Hier realisiert Shiffrin, dass sie Historisches geschafft hat
0:32
Mit Kilde an ihrer Seite:Hier realisiert Shiffrin, dass sie Historisches geschafft hat
25.03.2026, 13:32 Uhr

Das war es!

Damit ist, zumindest für die Frauen, die Weltcup-Saison 2025/26 geschichte. Es stehen jetzt noch verschiedene kleinere Events wie nationale Meisterschaften oder ähnliches an. Im grossen Weltcupzirkus geht es aber erst im nächsten Winter weiter. Wer noch nicht genug hat, springt jetzt noch schnell zum Slalom der Männer. Da hat eben gerade der zweite Durchgang begonnen.

25.03.2026, 13:30 Uhr

Emotionale Shiffrin holt den Gesamtweltcup

Mit einem guten zweiten Lauf hat sich Mikaela Shiffrin den Gesamtweltcupsieg gesichert. Und was da für ein Druck von ihr abgefallen ist haben wir gesehen, als sie schluchzend in den Armen von Aleksander Aamodt Kilde lag. Und auch Minuten später atmete sie immer wieder durch. 87 Punkte trennen sie nach diesem letzten Rennen von Emma Aicher. Es ist aber auch klar: Wenn es in der nächsten Saison so weiter geht wie es aufgehört hat, darf sich die Amerikanerin definitiv nicht ausruhen.

25.03.2026, 13:26 Uhr

Rast und Kasper in den Top Ten

Camille Rast hat sich im zweiten Lauf noch auf den sechsten Platz geschoben, Vanessa Kasper darf sich über den zehnten Platz freuen. Wendy Holdener konnte nach dem verpatzten ersten Lauf auch im zweiten Versuch nichts mehr retten und landet am Ende abgeschlagen auf dem 27. Platz.

25.03.2026, 13:24 Uhr

Scheib mit dem nächsten Podest

Julia Scheib und Stephanie Brunner mussten liefern, um sich noch nach vorne zu arbeiten. Und das haben beide auch geschafft. Scheib hat sich für ihre zwei soliden Fahrten am Ende mit einem weiteren Podestplatz belohnt und wird diese Saison sehr zufrieden abschliessen. Stephanie Brunner wird fünfte. Und auch Nina Astner hat sich noch um fünf Plätze verbessert und beendet den Wettkampf auf dem 16. Platz.

25.03.2026, 13:22 Uhr

Dürr verbessert sich

Aus deutscher Sicht ist diese zweite Durchgang nicht ganz so gelaufen, wie erhofft. Dass die grosse Kugel für Aicher nicht mehr drin war, stand ja schon früh fest. Durch ihren Fahrfehler hat sie sich allerdings auch die Chance auf ihren ersten Podestplatz genommen und wird am Ende zwölfte. Kira Weidle-Winkelmann ist noch auf den 22. Platz abgerutscht. Lena Dürr aber ist dieser zweite Lauf besser gelungen. Sie kam gut durch und hat noch einen kleinen Schritt auf den 21. Platz gemacht.

25.03.2026, 13:20 Uhr

Grenier feiert den Sieg

Valérie Grenier gewinnt also diesen Riesenslalom recht deutlich vor Mina Fuerst Holtmann und Julia Scheib. So stehen jetzt zunächst mal diese drei Frauen im Zielbereich und lassen sich ganz zu Recht feiern.

25.03.2026, 13:18 Uhr

Valérie Grenier (CAN)

Valérie Grenier hat es jetzt in der Hand. Gewinnt sie diesen letzten Riesenslalom oder steht am Ende Mina Fuerst Holtmann ganz oben? Erstmal sieht es so aus, als dass die Kanadierin vorne bleiben kann. Aber wir haben ja schon oft genug gesehen, wie viel Zeit man unten liegen lassen kann. Aber das hat Grenier nicht vor. Denn sie baut ihren Vorsprung aus, nimmt den Übergang gut mit und kommt am Ende mit einem Vorsprung von 43 Hundertsteln als Siegerin ins Ziel!

25.03.2026, 13:16 Uhr

Sara Hector (SWE)

Jetzt macht sich Sara Hector auf den Weg nach unten. Auch ihr Vorsprung schmilzt schnell, aber eben nicht ganz so schnell wie der von Aicher. Kann sie den Druck aufrecht erhalten? Nein! Es sind die letzten Tore, in denen sie etwas zu viel Zeit verliert und damit auf dem dritten Platz landet!

25.03.2026, 13:14 Uhr

Emma Aicher (GER)

Mit Emma Aicher stehen jetzt noch drei Fahrerinnen oben. Kann sie sich jetzt ihr erstes Podest im Riesenslalom holen? Aicher beginnt ordentlich, steht sauber auf dem Ski und das sieht gut aus. Aber dann verdreht sie sich im Oberkörper, sie kommt fast zum stehen und geht mit einer Sekunde Rückstand in den Mittelteil! Ist das bitter, denn der Rest der Fahrt ist wieder gut. Da steht am Ende der zehnte Platz, weswegen sie sich ziemlich enttäuscht an der Bande lehnt.

25.03.2026, 13:12 Uhr

Mina Fuerst Holtmann (NOR)

Weiter geht es mit Mina Fuerst Holtmann, die sauberer durch den Mittelteil kommt und so dann auch knapp vorne braucht. Hält dieser Vorsprung bis nach unten? Ja! Mina Fuerst Holtmann bleibt die ganze Zeit auf Zug und sorgt mit der Führung für Jubelstürme auf der norwegischen Tribüne!

Rast verpasst Riesen-Podest
Shiffrin vergiesst nach historischem Triumph Freudentränen

Kein weiterer Schweizer Podestplatz im letzten Saisonrennen. Aber zwei Fahrerinnen klassieren sich in den Top 10. Der Sieg im Riesenslalom geht überraschend nach Kanada, während Mikaela Shiffrin sich über die grosse Kristallkugel freuen kann.
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Camille Rast verpasst im letzten Rennen das Podest.
Foto: Getty Images

Das Podest

1. Valerie Grenier (Ka) 2:16,79
2. Mina Fürst Holtmann (No) +0,43
3. Julia Scheib (Ö) +0,57

Das Rennen

Als Halbzeit-Siebte liegt Camille Rast eine halbe Sekunde hinter dem Podest. Gelingt ihr trotz Hüftschmerzen die grosse Aufholjagd? Im zweiten Lauf greift die Walliserin voll an und setzt sich souverän an die Spitze. Kaum auf dem Leaderthron Platz genommen, muss sie diesen aber schon wieder räumen. Um sieben Hundertstel wird sie von der Österreicherin Stephanie Brunner verdrängt. Da auch die nächsten beiden Athletinnen schneller als Rast sind, verpuffen die Podest-Hoffnungen.

Damit gibts im letzten Frauenrennen des Winters keinen Podestplatz. Rast beendet das Rennen als beste Schweizerin auf Rang 6. Den Sieg machen andere unter sich aus. Etwas überraschend geht er an Valerie Grenier. Die Kanadierin fährt im ersten Lauf mit Startnummer 15 Bestzeit und lässt sich den Triumph am Ende nicht mehr nehmen. Hinter ihr komplettieren Mina Fürst Holtmann und Disziplinensiegerin Julia Scheib das Podest.

Das gab zu reden

Erst im letzten Rennen fällt die Entscheidung um die grosse Kristallkugel. Emma Aichers Chancen sind vor dem Start allerdings nur noch gering. 85 Punkte beträgt ihr Rückstand auf Mikaela Shiffrin. Die Deutsche ist darauf angewiesen, dass die Amerikanerin einerseits nicht punktet und andererseits müsste sie den ersten Riesenslalom-Sieg ihrer Karriere einfahren. Zur Halbzeit ist für Spannung gesorgt – denn Aicher liegt auf Rang 3 während Shiffrin als 17. ausserhalb der Punkteränge klassiert ist. Die Amerikanerin ist gefordert – und lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Sie geht im zweiten Lauf zwischenzeitlich in Führung und als die nächsten beiden Konkurrentinnen hinter sie zurückfallen, ist klar, dass ihr die grosse Kugel nicht mehr zu nehmen ist. Damit wird Aicher zumindest vorerst nicht die erste Deutsche seit Maria Riesch in der Saison 2010/11, die den Gesamtweltcup gewinnt. Stattdessen gibts für Shiffrin die sechste grosse Kugel. Ein historischer Moment, denn die Amerikanerin zieht mit der bisherigen alleinigen Rekordsiegerin Annemarie Moser-Pröll (72, Ö) gleich. Als Shiffrin ihren Triumph realisiert, fliessen Freudentränen.

Die Schweizerinnen

6. Camille Rast +1,31
10. Vanessa Kasper +1,71
27. Wendy Holdener +5,84

Vanessa Kasper hat sich erstmals für den Weltcupfinal qualifiziert. Und zeigt einen starken ersten Lauf. Mit Startnummer 23 prescht sie in die Top 10. Auch am Nachmittag hält sie sich nicht zurück, greift an. Lange ist sie unterwegs in Richtung zwischenzeitliche Führung – am Ende reichts um fünf Hundertstel nicht. Und doch hat Kasper letztlich Grund zum Jubeln, denn sie fährt erstmals in die Top 10.

Wendy Holdener startet am Morgen mit einer frechen Linie – und die wird ihr zum Verhängnis. Nach rund zehn Sekunden hängt sie mit der rechten Hand an einem Tor an. Und das ausgerechnet über eine Welle hinweg. Holdener hält sich zwar im Rennen, muss den Rest des Laufs aber mit einem Stock meistern. Und handelt sich so einen grossen Rückstand ein. Sie darf den zweiten Lauf eröffnen. Holdener zeigt eine optisch fehlerfreie Fahrt, die aber alles andere als schnell ist. Sie beendet das Rennen auf dem letzten Platz.

Die Stimmen gegenüber SRF

Camille Rast nach dem 1. Lauf: «Die Hüfte schmerzt immer noch, das ist nicht optimal. Aber jetzt ist es nur noch ein Lauf. Ich werde mich erholen und dann schaue ich, was ich noch zeigen kann.»

Wendy Holdener nach dem 1. Lauf: «Ich bin gut gestartet, dann hab ich über eine Welle mit dem Arm eingehängt. Danach hab ich ein paar Tore gebraucht, bis ich wieder im Lauf war. Aufs gestreckte Bein hab ich auch noch einen Schlag bekommen, weil ich auch noch einen Stock verloren hab, hatte ich andere Sorgen. Wenn du einen Ttsch kassierst, merkst du es schon ein bisschen. Ich glaube aber nicht, dass etwas ist. Der Lauf wäre schön gewesen und mir wohl gelegen, nach dem Missgeschick konnte ich das nicht richtig ausprobieren.»

Das gab zu reden II

Ohne je ein Europacup-Rennen bestritten zu haben, hat Anna Trocker in diesem Winter ihr Weltcup-Debüt gegeben. Die 17-Jährige hat in fünf Rennen kein zählbares Resultat herausgefahren. Dafür brillierte Trocker bei der Junioren-Weltmeisterschaft, sie gewann sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom Gold. Und ist deswegen beim Weltcupfinal dabei. Ihr grosses Talent lässt die Italienerin schon im Slalom aufblitzen – mit der Bestzeit im zweiten Lauf lässt sie sogar Siegerin Mikaela Shiffrin hinter sich und holt als Neunte ihre ersten Weltcuppunkte. 24 Stunden später doppelt sie nach und holt als Achte auch im Riesenslalom ihre ersten Punkte.

Die Bedingungen

Am letzten Tag des Weltcupfinals ist der Himmel über Hafjell bewölkt. Zum Start des ersten Laufs drückt die Sonne durch, sodass die Sichtverhältnisse zumindest zwischenzeitlich etwas besser sind. Der Wind, der am Vortag teils in heftigen Böen über die Piste gefegt ist, weht hingegen nicht mehr. Auch am Nachmittag herrschen ähnliche Verhältnisse.

So gehts weiter

Die Weltcup-Saison der Frauen ist beendet. Nationale Meisterschaften oder Materialtests dürften bei der einen oder anderen Athletin noch in der Agenda stehen, bevor es in die wohlverdienten Ferien geht. Der nächste Riesenslalom wird dann traditionell der Saisonaufakt Ende Oktober in Sölden (Ö) sein.

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