Das Podest
1. Selina Egloff 1:40,25
2. Aline Danioth +0,41
3. Eliane Christen +0,72
3. Aline Höpli +0,72
Das Rennen
Selina Egloff geht als Titelverteidigerin ins Rennen. Und die 24-Jährige legt im ersten Lauf vor. Ihr Polster als Führende vor der Entscheidung auf Aline Danioth beträgt allerdings nur acht Hundertstel. Etwas weiter zurück liegt Wendy Holdener. Die Topfavoritin büsst auf Egloff 36 Hundertstel ein und braucht in der Entscheidung eine Aufholjagd. Die gelingt der Vize-Weltmeisterin nicht. Sie beendet das Rennen auf Rang 5. Auch Elyssa Kuster kann sich nicht verbessern. Sie ist zur Halbzeit als Sechste die einzige Athletin in den Top 8 ohne Weltcuperfahrung. Und fällt in der Entscheidung auf Rang 13 zurück.
Ganz vorne ändert sich nichts mehr. Egloff ist auch im zweiten Lauf nicht zu schlagen und verteidigt ihren Titel souverän. «Ich hätte nie damit gerechnet», sagt sie nach ihrem Triumph. «Letzte Woche war ich noch etwas am Verzweifeln, habe gestern noch gedacht: ‹Nur noch zweimal runterfahren, dann ist es endlich vorbei.›» Es sei nun aber mega cool, sei es noch einmal so aufgegangen und dass sie ihr schnelles Skifahren nicht verlernt habe.
Hinter ihr wird Aline Danioth Zweite. Janine Mächler hingegen purzelt noch vom Podest. Rang 3 übernimmt stattdessen gleich ein Duo. Eliane Christen und Aline Höpli schieben sich zeitgleich von Rang 8 respektive 7 noch auf einen Medaillenrang.
Das gab zu reden
Gleich zwei Athletinnen sorgen unfreiwillig für Aufsehen. Erst stürzt Sarina Dörig heftig. Nach einem Einfädler legt sie eine Bauchlandung hin, bleibt einen Moment liegen. Danach kann sie aber selbstständig ins Ziel fahren. Bleibt also zu hoffen, dass sie sich nicht verletzt hat. Weniger schmerzhaft ist die Einlage von Juliette Fournier. Kurz vor dem Ziel greift ihr Ski unerwartet, und sie dreht über die Ziellinie eine Pirouette.
Die Bedingungen
Sonnenschein in St. Moritz? Fehlanzeige. Der Himmel ist wolkenverhangen, es regnet mit vereinzelten Schneeflocken. Die Temperaturen sind knapp über dem Gefrierpunkt. Eigentlich hätte der 1. Lauf um 7.45 Uhr starten sollen. Doch los gehts erst gut zwei Stunden später. Der Grund: Die Piste ist zu weich und wird noch weiter präpariert. Schuld daran ist nicht der Regen. Der Schnee war schlichtweg nicht feucht genug, als dass das gestreute Salz seine Wirkung hätte entfalten können. Der Regen tut dem Ganzen also gut. Und tatsächlich hält die Piste überraschend gut, obwohl sie auf der weicheren Seite ist. Auch wenn natürlich schon bald einmal Spuren die Piste zeichnen.
So gehts weiter
Mit der Schweizer Meisterschaft endet die Skisaison. Die Athletinnen verabschieden sich in die wohlverdienten Ferien.
Das Rennen im Ticker zum Nachlesen.
Schlussrangliste
1. Selina Egloff
Nur acht Hundertstel Vorsprung nimmt die Titelverteidigerin mit auf die Piste. Reicht das für den erneuten Triumph? Ja und wie! Mit einem starken Schlussspurt holt sie vier Zehntel heraus und verteidigt damit ihren Titel. Aline Danioth wird Zweite, auf Rang 3 sind zeitgleich Aline Höpli und Eliane Christen klassiert.
2. Aline Danioth
Grosser Vorsprung am Start für Danioth, eine halbe Sekunde nimmt sie mit. Oben baut sie ihn um ein paar Hundertstel aus. Schafft es die Urnerin, die Reserve ins Ziel zu bringen? Ja, das reicht. Um 31 Hundertstel übernimmt sie die Führung.
3. Janine Mächler
Mächler startet etwas gar direkt, muss ihre Schwünge korrigieren. Doch dann kommt sie in den Lauf rein. Aber bei der Zwischenzeit sind 33 der 35 Hundertstel Vorsprung weg. Und im Zielhang mehren sich die Rutscher. Mächler fällt zurück – 0,28 Rückstand bedeuten Platz 4.
4. Nicole Good
Drei Zehntel Reserve nimmt sie mit auf die Reise. Reicht das für die Bestzeit? Good setzt schnelle, präzise Schwünge. Und fällt untenraus zurück. Mit einer halben Sekunde Rückstand fällt sie auf Rang 4 zurück.
5. Wendy Holdener
Aktiv und angriffig wie man sie kennt ist Wendy Holdener unterwegs. Sie baut im ersten Sektor ihren Vorsprung aus, nimmt vier Zehntel Reserve in den zweiten Teil mit. Aber das reicht nicht. Zwölf Hundertstel fehlen zur Bestzeit, damit ist sie aktuell Dritte.
6. Elyssa Kuster
Elyssa Kuster ist ganz vorne die einzige Athletin, die noch nicht über Weltcup-Erfahrung verfügt. Das merkt man nun. Ihr fehlt auch etwas die Leichtigkeit. Mit 1,13 Sekunden Rückstand lassen sie auf Rang 8 zurückfallen.
7. Aline Höpli
Starke Fahrt von Höpli. Sie ist oben genau gleich schnell unterwegs wie Christen. Und büsst unten ihren Vorsprung doch noch ein. Trotzdem reichts für die Führung – ex aequo mit Christen.
8. Eliane Christen
Im ersten Abschnitt hat Christen bisschen Mühe mit dem Aussenski, trotzdem verwaltet sie ihren Vorsprung. Dank einem starken Schlussspurt übernimmt sie die Spitze. Ihr Vorsprung: etwas mehr als eine halbe Sekunde.
9. Mathilde Phillips
Die Bilder zeigen nicht, was oben passiert ist. Aber Phillips kommt bei der Zwischenzeit mit einer Sekunde Rückstand vorbei. Am Ende sinds 1,38 Sekunden, sie fällt auf Rang 8 zurück.