Wetter-Chaos in Garmisch (De). Das Wetter spielt am Sonntagmorgen nicht mit. Es herrscht Regen und dichter Nebel. Der Start des Super-G wird so am frühen Morgen zunächst um eine halbe Stunde von 11.15 Uhr auf 11.45 Uhr nach hinten verschoben. Dies wäre auch die ursprüngliche Startzeit gewesen, bevor die Organisatoren aufgrund der warmen Temperaturen noch vor dem Rennwochenende entschieden hatten, die Starts der Abfahrt vom Samstag und des Super-G vom Sonntag um je 30 Minuten vorzuverschieben, da um die Mittagszeit noch wärmere Temperaturen erwartet wurden.
Am Sonntag folgt dann nach der ersten Verzögerung wenig später die nächste Verschiebung. Der Start verzögert sich nochmals um eine Stunde mehr und wird neu gar auf 12.45 Uhr angesetzt. Die Speed-Spezialisten müssen sich somit noch länger gedulden.
Odermatt zeigt Eindrücke vom «Regen-Renntag»
Während einige Fahrer sich bereits auf den Weg zum Start gemacht hatten, war das Schweizer Team zum Zeitpunkt der weiteren Verschiebung noch im Hotel. Marco Odermatt teilt in seiner Instagram-Story einige Eindrücke der Stimmung am «regnerischen Renntag» (siehe Bildstrecke). Denn die Schweizer, rund um den Abfahrtssieger vom Vortag, hätten nach dem Dreifachsieg gerne nochmals im Super-G nachgelegt.
Um 11 Uhr dürfen die Fahrer schliesslich dann auf die Besichtigung der Strecke. Bis dahin hat sich das Wetter nicht wirklich verbessert. SRF-Experte Beat Feuz berichtet kurz nach dem Mittag von der Besichtigung, dass vor allem im ersten Drittel der Strecke die Sicht weiterhin stark eingeschränkt ist. Es gäbe zwar noch die Möglichkeit, das Rennen vom Reservestart zu lancieren, doch auch von diesem aus müssten die Fahrer die ersten 15 Sekunden immer noch durch den Nebel absolvieren.
«Piste ist sehr nass»
Franjo von Allmen bemängelt gegenüber SRF derweil auch den Zustand der Strecke. «Aufgrund des Regens ist die Piste sehr nass. Wenn man wirklich starten möchte, müsste man da sicher noch etwas machen», so der dreifache Olympiasieger. Die Sicht oben sei relativ schlecht, unten werde es aber besser.
Marco Odermatt bestätigt die Eindrücke seines Teamkollegen. «Für einen Start hier ist der Nebel im oberen Teil das grosse Problem», sagt der Sieger der Abfahrt vom Vortag. Um 12.20 Uhr ist schliesslich klar: In Garmisch kann nicht zum Super-G gestartet werden, das Rennen wird abgesagt. Die schlechten Sichtverhältnisse verhindern die Durchführung. Aus dem Wetter-Chaos wird nun ein Termin-Chaos.
Gemäss FIS-Renndirektor Markus Waldner wird nun in Courchevel ein zusätzliches Rennen austragen. So findet der Super-G am Freitag, 13. März, in Frankreich statt. Courchevel wird die letzte Speed-Station vor dem Weltcupfinal in Kvitfjell und Hafjell (No) sein.
