Beendet
Riesenslalom
Kranjska Gora
Kranjska Gora
1.
Lucas Braathen
Lucas Braathen2:11.95
2.
Loic Meillard
Loic Meillard+0.54
3.
Stefan Brennsteiner
Stefan Brennsteiner+0.80
Meillard rast in Kranjska Gora aufs Riesen-Podest
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Nur Ski-Brasilianer schneller:Meillard rast in Kranjska Gora aufs Riesen-Podest
07.03.2026, 13:44 Uhr

Bis morgen!

Für heute soll es das vom alpinen Weltcupwochenende in Kranjska Gora gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse! Weiter geht es für die Männer morgen mit dem Slalom. Auch der soll um 9:30 Uhr beginnen. Selbstverständlich sind wir dann wieder live zur Stelle. Bis dahin!

07.03.2026, 13:39 Uhr

Odermatt im Kampf um die Kugeln vorn

Während Loïc Meillard auf dem Podium landete, erfüllten sich die Hoffnungen für Marco Odermatt nicht. Der Nidwaldner musste mit Platz fünf zufrieden sein und büsste im Disziplinweltcup einiges an Vorsprung ein. Noch aber sind das vor dem letzten Rennen beim Saisonfinale in Hafjell 48 Punkte auf Lucas Pinheiro Braathen. Auch Meillard besitzt noch theoretische Chancen auf die kleine Kristallkugel. Im Gesamtweltcup bleibt Odermatt ungefährdet. Für die Schweiz fuhren heute Luca Aerni (14.) und Thomas Tumler (15.) weitere ordentliche Ergebnisse ein. Fadri Janutin landete auf Rang 24.

07.03.2026, 13:36 Uhr

ÖSV mit drei Männern in den Top 10

Neben dem Stockerl von Stefan Brennsteiner brachten die Österreicher zwei weitere Sportler in die Top 10. Doch während Raphael Haaser mit der zweitbesten Laufzeit noch auf Rang neun vorfuhr, rutschte Marco Schwarz als Vierter des ersten Durchgangs deutlich ab, musste sich mit Rang zehn begnügen. Joshua Sturm liess ebenfalls Federn, wurde am Ende 23.

07.03.2026, 13:34 Uhr

Gute deutsche Leistungen

Bester Deutscher wurde Anton Grammel, verbuchte als Achter das beste Weltcupergebnis seiner Laufbahn. Jonas Stockinger stellte als Dreizehnter seine Karrierebestmarke ein. Das gute deutsche Abschneiden rundete Fabian Gratz als Siebzehnter ab.

07.03.2026, 13:27 Uhr

Sieg für den Olympiasieger!

Als Führender des ersten Durchgangs hat Lucas Pinheiro Braathen die Nerven behalten. Souverän fuhr der 25-Jährige zu seinem siebten Weltcupsieg – dem dritten in einem Riesenslalom. Damit verwies der Olympiasieger Loïc Meillard um 54 Hundertstel auf den zweiten Platz. Das Stockerl komplettierte mit acht Zehnteln Defizit Stefan Brennsteiner. Trotz Laufbestzeit im zweiten Durchgang schaffte es Atle Lie McGrath als Vierter nicht mehr ganz aufs Podium.

07.03.2026, 13:25 Uhr

Lucas Pinheiro Braathen (BRA)

Nun ist es an Lucas Pinheiro Braathen. Der norwegische Brasilianer bringt drei Zehntel mit und muss davon gar nicht zehren. Der Olympiasieger zeigt eine blitzsaubere Fahrt, baut seinen Vorsprung sogar noch aus. Am Ende spricht gut eine halbe Sekunde für ihn. Das ist der Sieg.

07.03.2026, 13:24 Uhr

Stefan Brennsteiner (AUT)

Zwei Zehntel Guthaben bringt Stefan Brennsteiner mit. Anfangs legt der Pinzgauer sogar zu. Danach jedoch trifft der 34-Jährige die Linie nicht perfekt. Mit einem Schlag ist der ganz Vorsprung weg. Es geht dann sogar in die andere Richtung. Erst ganz unten nimmt Brennsteiner nochmals Fahrt auf. Im Ziel fehlt eine Viertelsekunde - Rang zwei! Das Stockerl ist sicher.

07.03.2026, 13:22 Uhr

Loïc Meillard (SUI)

Nur noch drei Jungs stehen oben. Jetzt geht es ums Podium. Und Loïc Meillard bringt neun Zehntel mit. Der Schweizer denkt gar nicht daran, hier irgendetwas zu verwalten, reitet volle Attacke. Der WM- und Olympia-Dritte ist nicht zu stoppen. Erst unten raus bleibt noch etwas Zeit liegen. Allerdings sind im Ziel sechs Zehntel, was für die klare Führung reicht.

07.03.2026, 13:19 Uhr

Marco Schwarz (AUT)

Marco Schwarz hat jetzt 37 Hundertstel im Gepäck. Mitte des Laufes ist dieses Polster ohne sichtbaren Fehler aufgebraucht. Und der Kärntner kann diesen Trend nicht umkehren. Kontinuierlich bleibt Zeit liegen. Leichte Korrekturen kommen hinzu. Am Ende beträgt der Rückstand neun Zehntel, Schwarz kann das nicht fassen. Platz sieben!

07.03.2026, 13:17 Uhr

Marco Odermatt (SUI)

Nun möchte Marco Odermatt sicherlich etwas gut machen. Sein erster Lauf hat ihm gar nicht getaugt. Und der Weltmeister von 2023 lässt es krachen, ist oben richtig schnell. Doch von Dauer ist das nicht, unten läuft es nicht so flüssig, ihm unterläuft zudem ein kleiner Fehler. Daher wird das knapp. Letztlich fehlen ihm zwei Zehntel - Platz zwei!

Bei historischem Braathen-Sieg
Odermatts Serie reisst – Meillard jubelt als Zweiter

Schweizer Podestjubel in Kranjska Gora. Loïc Meillard wird im Riesenslalom Zweiter. Nur Lucas Braathen ist schneller, während Marco Odermatt für einmal in Slowenien am Podest vorbeifährt.
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Loïc Meillard wird in Kranjska Gora Zweiter.
Foto: Getty Images
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Lucas Braathen (Bra) 2:11,95
2. Loïc Meillard (Sz) +0,54
3. Stefan Brennsteiner (Ö) +0,80

Das Rennen

Am Morgen ist Marco Odermatt der erste Athlet, der sich aus dem Starthäuschen katapultiert. Seine Zeit hält schon der ersten Prüfung nicht stand. Letztlich liegt er zur Halbzeit auf Rang 5 – mit 92 Hundertsteln Rückstand. Will er zum achten Mal in Serie aufs Kranjska-Gora-Podest fahren, braucht der Nidwaldner eine Aufholjagd. Und die kommt nicht. Odermatt legt in der Entscheidung zwar stark los, hat dann aber mit kleineren Problemen zu kämpfen. Und das reicht nicht, um sich zwischenzeitlich an die Spitze zu setzen. Er übernimmt Platz 2 – und zittert um die Fortsetzung seiner Kranjska-Gora-Serie (siehe «Das gab zu reden»). 

Denn als Teamkollege Loïc Meillard wenig später ins Ziel kommt, ist Odermatt nur noch Dritter. Meillard zeigt einen wilden Ritt, ist vor allem oben sehr schnell unterwegs. Im zweiten Teil lässt er noch etwas Zeit liegen, geht aber dennoch deutlich in Führung. Das ist eine Ansage. Und reicht am Ende dennoch nicht ganz für den Sieg. Denn Lucas Braathen, der schon zur Halbzeit führt, ist nicht zu schlagen. Nach dem Olympiasieg schreibt er erneut Geschichte, er sichert Brasilien den ersten Riesenslalom-Weltcupsieg. Und Odermatt? Der landet neben dem Treppchen, er wird Fünfter.

Die Schweizer

5. Marco Odermatt +1,33
14. Luca Aerni +2,41
15. Thomas Tumler +2,48
24. Fadri Janutin +3,17
Den 2. Lauf verpassen: 36. Sandro Zurbrügg (+3,26), 53. Lenz Hächler (+5,03)

Nach der elften Zeit im ersten Lauf will Luca Aerni die Top 10 angreifen. Der Start gelingt ihm nicht, schon früh ist sein Polster weg. Erst in der zweiten Hälfte dreht er auf. Das reicht nicht mehr, um sich an die Spitze zu setzen. Er reiht sich unmittelbar vor Teamkollege Tumler ein. Und fährt zum fünften Mal in diesem Winter in die Top 15. 

Zur Halbzeit klassiert sich Thomas Tumler als 16. im Mittelfeld. Am Nachmittag will er sich nach vorne arbeiten. Er legt los wie die Feuerwehr, ist in den ersten beiden Abschnitten stark unterwegs. Aber er kann es nicht durchziehen, fällt untenraus noch zurück. Weil danach die Konkurrenz patzt, gehts für ihn in der Rangliste trotzdem nicht nach hinten.

Sechs Riesenslaloms hat Fadri Janutin in diesem Weltcup-Winter bestritten, in den zweiten Lauf hat ers nie geschafft. Oft haben nur wenige Hundertstel gefehlt. Nun qualifiziert er sich es als 30. haarscharf für die Entscheidung und darf diese eröffnen. Er nutzt die Chance für eine gute Fahrt, kann einen Moment auf dem Leaderthron sitzen bleiben und verbessert sich in der Rangliste.

Missglückter Auftritt von Lenz Hächler. Vor allem im Zielhang häufen sich die Fehler in seiner Fahrt. So handelt er sich einen grossen Rückstand ein – nur drei Athleten büssen noch mehr Zeit ein. Auch Sandro Zurbrüggs Rückstand ist zu gross, um ein zweites Mal starten zu dürfen.

Das gab zu reden

Marco Odermatt und Kranjska Gora – das passt. Bei seiner Premiere im slowenischen Skiort ist der Nidwaldner 2018 zwar noch im ersten Lauf ausgeschieden, doch danach hat die gemeinsame Erfolgsgeschichte begonnen. 2019 feiert er als Dritter den ersten Podestplatz seiner Karriere in Kranjska Gora. Seither hat Odermatt dort sechs weitere Riesenslaloms bestritten – und ist ausnahmslos in die Top 3 gefahren, davon dreimal als Sieger. Nach dem ersten Lauf wackelt die Serie, als Fünfter braucht Odermatt eine Aufholjagd. Und die bleibt aus. Er kann sich nicht steigern und verpasst erstmals, wenn er in Kranjska Gora ins Ziel kommt, das Podium.

Der Kugelkampf

103 Punkte Vorsprung hat Marco Odermatt im Kampf um die kleine Kristallkugel vor dem Start des Rennens. Mit einem Sieg hätte er den Sack zumachen können. Das schafft er nicht. Stattdessen holt er «nur» 45 Punkte, während Sieger Lucas Braathen den 100er abstaubt. Damit kann er den Rückstand mehr als halbieren, liegt vor dem Showdown beim Weltcupfinal nur noch 48 Zähler zurück. Auch Loïc Meillard wahrt die theoretische Chance auf den Sieg in der Disziplinenwertung. Sein Rückstand: 89 Punkte. Er bräuchte allerdings beim Weltcupfinal nicht nur den Sieg, sondern wäre auch darauf angewiesen, dass Odermatt die Punkte verpasst und Braathen maximal Fünfter wird. Unabhängig davon, was die Konkurrenten machen, gehört die Kugel Odermatt, wenn er mindestens Dritter wird. 

Die Stimmen gegenüber SRF

Marco Odermatt: «Wenn man weiss, man muss voll angreifen, um es noch aufs Podest zu schaffen und dann kommt man ins Ziel und ist nicht vorne – das ist nicht das, was man will. Ich habe alles probiert, aber leider ein paar Fehler gehabt. So reicht es nicht. Zwei-, dreimal hat es mich gespickt, da muss man hart drauf stehen und würgt so das Tempo etwas ab. Ich glaube, ich habe nicht sinnlos riskiert, sondern versucht, das zu fahren was möglich ist. Dennoch bin ich irgendwo nicht richtig sauber ins Fahren gekommen und habe mich nicht sauber über die Ski bewegt. Und so wäre es auch ohne Fehler nicht super schnell gewesen. Um den Kugel-Kampf habe ich mich noch nicht gekümmert. Natürlich ist es irgendwie das Worst-Case-Szenario, dass Braathen siegt und ich nicht ganz vorne dabei bin. Aber es ist natürlich noch alles möglich. Die Situation ist neu für mich – ich glaube, ich habe die Kugeln fast immer schon vor dem Final auf sicher gehabt.»

Loïc Meillard: «Jedes Podest ist ein gutes Gefühl. Es waren zwei ganz verschiedene Läufe. Im zweiten hatte ich ein, zwei Fehler, aber das ist Teil der Attacke. Schon im Januar hatte ich gute Läufe dabei und jetzt bin ich froh, dass ich das weiterziehen kann. Klar kann man immer irgendwo ein paar Zehntel aufholen. Aber wenn ich auf meine Leistung schaue, bin ich zufrieden.»

Thomas Tumler: «Ich konnte im zweiten Lauf mehr attackieren, habe besser in den Lauf gefunden. Das war ein guter Schritt im Vergleich mit dem Morgen. Aber irgendwie bin ich nicht ganz in den Flow reingekommen. Bei der Besichtigung dachte ich das Tempo wäre höher, im Lauf hat es sich gut angefühlt.»

Marco Odermatt nach dem 1. Lauf: «Ich habe schon gemerkt, dass es nicht so super war. Es ist alles sehr einfach gegangen. Ich hatte das Gefühl, es dreht überall ein bisschen mehr und trotzdem hab ich nicht die Geduld und den Mut gehabt, um clean vorzufahren. Und dann bremst es und du verlierst in jedem Tor einen Hundertstel oder zwei.»

Loïc Meillard nach dem 1. Lauf: «Der Lauf war ganz in Ordnung, sicher waren ein zwei kleine Fehler drin. So guten Schnee habe ich in Kranjska Gora schon lange nicht mehr gesehen. Der Lauf war vom Rhythmus her nicht einfach.»

Luca Aerni nach dem 1. Lauf: «Oben hatte ich etwas Mühe, den Rhythmus zu finden. Dann bin ich immer mehr ins Fahren gekommen. Ich war ein bisschen zu ungeduldig und habe die Füsse immer etwas gedreht.»

Das gab zu reden II

Mit Juan Lago steckt ein Trainer aus dem andorranischen Team den ersten Lauf. Seinem einzigen Athleten am Start tut er mit dem drehenden Kurs keinen Gefallen. Joan Verdu scheidet mit Startnummer 22 als erster Athlet aus. Von den 69 Fahrern am Start schaffen es im ersten Lauf insgesamt 13 nicht bis ins Ziel. Für den zweiten Durchgang ist ein norwegischer Trainer verantwortlich – sein Kurs ist deutlich schneller gesteckt, erinnert teilweise stark an einen Super-G.

Die Bedingungen

Frühlingshafte Bedingungen in Kranjska Gora. Zwar sind die Temperaturen in der Nacht unter null Grad gesunken und die Piste wurde im Vorfeld mit viel Salz bearbeitet. Wirklich hart ist sie am Morgen trotzdem nicht. «Es ist jetzt schon sehr warm gewesen und die Piste ist schon etwas aufgegangen. Es war nicht unbedingt der hartgefrorene Frühlingsschnee», sagt Marco Odermatt ins SRF-Mikrofon. Durch die Sonne wird die Piste für die Entscheidung noch weicher und schmieriger.

So gehts weiter

Der Aufenthalt in Kranjska Gora wird am Sonntag mit dem Slalom (1. Lauf 9.30 Uhr) abgeschlossen. Danach gehts nächstes Wochenende mit dem Speed-Triple in Courchevel (zwei Super-G-Rennen am Freitag und Sonntag, Abfahrt am Samstag) weiter. Im Riesenslalom ist nur noch das Rennen beim Weltcupfinal am 24. März ausstehend.

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