Beendet
Abfahrt
Gröden
Gröden
1.
Franjo von Allmen
Franjo von Allmen1:58.67
2.
Marco Odermatt
Marco Odermatt+0.30
3.
Florian Schieder
Florian Schieder+0.98
Wilder Ritt lässt von Allmen in Gröden jubeln
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Odermatt applaudiert:Wilder Ritt lässt von Allmen in Gröden jubeln
20.12.2025, 13:57 Uhr

Auf Wiedersehen!

Wir verabschieden uns von den Speed-Tagen in Gröden. Weiter geht es am morgigen Sonntag in Alta Badia, wo ein Riesenslalom auf dem Plan steht. Wir sind dann wieder live dabei!

20.12.2025, 13:55 Uhr

Ploier zeigt auf

Im Team der Österreicher mussten sich die Routiniers heute wieder geschlagen geben. Bester Österreicher war Andreas Ploier, der mit Startnummer 50 auf den guten elften Platz fuhr. Vincent Kriechmayr belegte Rang 13, Daniel Hemetsberger reihte sich auf Rang 19 ein, Stefan Rieser war auf Platz 22 gelandet. Otmar Striedinger verpasste die Top 30 als 31. knapp.

20.12.2025, 13:53 Uhr

Jocher bester DSV-Starter

Im deutschen Team präsentierte sich Simon Jocher bei der ersten Abfahrt in Gröden deutlich verbessert und überzeugte mit Rang 14. Neben ihm sammelte auch Luis Vogt als 29. noch Weltcuppunkte. Romed Baumann sowie die beiden Youngster Max Schwarz und Lars Rösli gingen hingegen leer aus.

20.12.2025, 13:47 Uhr

Franjo von Allmen siegt in Gröden

Am Donnerstag setzte sich Marco Odermatt noch gegen Franjo von Allmen durch, heute drehte von Allmen den Spiess um und gewann die zweite Abfahrt von Gröden. Mit einer Gesamtzeit von 1:58,67 Minuten stellte er die Bestzeit des gesamten Feldes auf und das, obwohl er auch heute wieder bei einem der Sprünge zu kämpfen hatte. Am Ende beträgt sein Vorsprung auf Odermatt 0,30 Sekunden. Das Podium komplettiert der Italiener Florian Schieder. Auch in der Summe waren die Schweizer wieder das Mass der Dinge: Auf Platz fünf überraschte Youngster Alessio Miggiano. Der mit Startnummer 43 noch auf den sensationellen fünften Rang kam. Niels Hintermann wurde guter Siebter. Daneben erreichte Justin Murisier als 16. die Punkteränge.

20.12.2025, 13:41 Uhr

Maximilian Schwarz (GER)

Maximilian Schwarz hat auch noch nicht viele Weltcup-Starts auf seinem Zettel. Viel möglich ist am Ende aber auch für den letzten DSV-Athleten in der Startliste nicht möglich. Das Tempo ist früh weg, er scheint überhaupt nicht in seinen Lauf zu finden und wird gerade mal 51.

20.12.2025, 13:39 Uhr

Felix Rösle (GER)

Felix Rösle steht in Gröden vor seinen ersten Weltcup-Starts, entsprechend fährt da vielleicht auch noch ein bisschen die Unsicherheit und der Respekt mit. Er kommt sicher durch, landet aber nur auf Platz 47.

20.12.2025, 13:35 Uhr

Sam Alphand (FRA)

Sam Alphand kann auch nicht die Top Ten angreifen, doch auch für ihn gibt es ein Punkteergebnis. Der 21. Rang steht auf den Anzeigetafeln.

20.12.2025, 13:35 Uhr

Matthieu Bailet (FRA)

Matthieu Bailet hat gestern im Super G überraschen können und kam noch weit nach vorne. Heute wird es davon keine Wiederholung geben! Baillet wirkt zum Teil vogelwild, hat insbesondere im Mittelteil Schwierigkeiten und landet dadurch statt im Mittelfeld nur auf Rang 27.

20.12.2025, 13:27 Uhr

Vincent Wieser (AUT)

Der letzte Österreicher winkt hingegen enttäuscht ab. Er hat heute nicht das rausgeholt, was noch möglich war. Mit Platz 39 wird es keine Punkte für Vincent Wieser geben.

20.12.2025, 13:24 Uhr

Andreas Ploier (AUT)

Andreas Ploier sorgt für das beste ÖSV-Ergebnis des Tages. Lange ist Ploier auf dem Weg zu einem richtig starken Resultat, meistert die schwierigen Passagen souverän und zeigt insgesamt eine sehr reife Fahrt. Nur ein kleiner Fehler im unteren Abschnitt verhindert am Ende noch den Sprung in die Top Ten. Platz elf ist dennoch ein starkes und erfreuliches Ergebnis.

Dieses Mal Position getauscht
Von Allmen und Odermatt sorgen für nächsten Schweizer Doppelsieg

Auch die zweite Abfahrt von Gröden ist fest in Schweizer Hand. Franjo von Allmen siegt vor Marco Odermatt – am Donnerstag wars noch umgekehrt. Und ein Zürcher Youngster sorgt mit Startnummer 43 beinahe für die Sensation.
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Franjo von Allmen jubelt.
Foto: AP
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Franjo von Allmen (Sz) 1:58,67
2. Marco Odermatt (Sz) +0,30

3. Florian Schieder (It) +0,98

Das Rennen

Mit der Nummer 2 zeigt Niels Hintermann eine starke Fahrt. In unter zwei Minuten meistert er die Saslong. Und kann dann vom Leaderthron aus zuschauen, wie wenig später seine Teamkollegen seine Zeit angreifen. Zunächst Marco Odermatt. Gute acht Zehntel nimmt er Hintermann ab. Und doch zeigt er keine perfekte Fahrt. Die Einfahrt in die Ciaslat gelingt nicht wunschgemäss. Das öffnet die Tür für die Konkurrenz.

Gleich der nächste Starter nutzt die Chance. 24 Stunden nach seinem Sturz im Super-G zeigt sich Franjo von Allmen von der Saslong unbeeindruckt, fährt angriffig und vor allem sehr schnell. Er unterbietet die Zeit von Odermatt – und sorgt für eine Schweizer Dreifachführung. Diese hält nicht lange. Dominik Paris sprengt sie – schubst Hintermann um eine Hundertstelsekunde vom Podest. Am Ende landet aber auch der Italiener daneben. Sein Landsmann Florian Schieder schiebt sich zwischen ihn und Odermatt, letztlich belegen Paris und Hintermann die Ränge 6 und 7. Ans Schweizer Duo kommt allerdings keiner mehr heran. Wie schon am Donnerstag gibts einen Doppelsieg – dieses Mal tauschen Odermatt und von Allmen die Position. Für den Berner ist es der vierte Weltcupsieg, der dritte in einer Abfahrt, während Odermatt zum 96. Mal aufs Podest fährt.

Schieder muss noch einmal um seinen Platz auf dem Treppchen zittern, als Alessio Miggiano unterwegs ist. Mit Startnummer 43 zeigt der Zürcher eine angriffige, saubere Fahrt. Und wird Fünfter! Auf Platz 3 fehlen dem 23-Jährigen nur sechs Hundertstel. Damit erfüllt er auch gleich die Olympia-Qualifikation. Als er im SRF-Interview darauf angesprochen wird, was Rang 5 bedeutet, hat Miggiano keine Ahnung. Freut sich dann aber, als er aufgeklärt wird.

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Die Schweizer

5. Alessio Miggiano +1,04
7. Niels Hintermann +1,12
16. Justin Murisier +1,85
34. Marco Kohler +2,40
36. Lars Rösti +2,43
38. Stefan Rogentin +2,59
41. Livio Hiltbrand +2,71
DNF Alexis Monney

Drei Schweizer liegen in Führung als sich Stefan Rogentin aus dem Starthäuschen katapultiert. Mit seinen Teamkollegen kann er von Anfang an nicht mithalten. Zu fehlerhaft ist seine Fahrt. Auch kurz vor dem Zielsprung muss er noch einen Schreckmoment meistern, beinahe wird ihm ein Verschneider zum Verhängnis.

Schon nach dem ersten Sprung unterläuft Alexis Monney ein Fehler. Seine Reaktion? Er probierts in der Folge mit der Brechstange. Das geht nicht auf. In der Ciaslat wird ihm Rücklage zum Verhängnis, er stürzt und scheidet aus.

Marco Kohler zeigt eine engagierte Fahrt – mit einigen kleinen Unsauberkeiten. Diese sorgen für einen grossen Rückstand. Auch Lars Rösti kommt nicht so recht auf Touren. Er büsst quasi gleich viel Zeit ein wie Marco Kohler. Noch mehr Zeit büsst Livio Hiltbrand ein. Weil einige Fahrer mit hohen Nummern vor die Schweizer fahren, verpassen Rogentin, Kohler, Rösti und Hiltbrand die Punkte.

Justin Murisier pokert, er verzichtet auf die Startnummernauslosung und geht deswegen erst als 46. ins Rennen (siehe «Das gab zu reden»). Ein Poker, der halbwegs aufgeht. Er klassiert sich auf Rang 16 – sein Saisonbestergebnis in der Abfahrt.

Die Stimmen gegenüber SRF

Franjo von Allmen: «Es fällt mir relativ leicht, solche Dinge wie der Sturz am Freitag schnell auszublenden. Der Sprung war wieder scheisse, aber dieses Mal konnte ich es gut retten. Beim Rest – ausser bei der ersten Ciaslat – konnte ich das Tempo gut mitnehmen. Dass es ganz nach vorne reicht, hätte ich aber nicht gedacht.»

Marco Odermatt: «90 Prozent habe ich sehr gut im Griff gehabt. Den Abschnitt, den ich so oft gut im Griff habe, habe ich nicht perfekt getroffen. Die Einfahrt Ciaslat ist nicht das, was ich wollte. Ich war in der Passage davor einiges schneller, es hat mich mehr gedrückt und ich hab versucht mehr auf Zug zu fahren. Ich komme da sehr tief rein, da verliert man Tempo und macht mehr Meter. Unterwegs hab ich nicht gemerkt, dass eine Skischuhschnalle offen war. Aber ich weiss auch nicht, wo es passiert ist, vielleicht habe ich sie bei einem Sprung mit der Hand aufgeschlagen. Ich bin mega zufrieden, Franjo und ich sind fast ein bisschen in einer eigenen Liga gefahren.»

Odermatt bei ORF: «Am Freitag habe ich mich mehr über Platz zwei geärgert als dieses Mal. Ich bin sehr zufrieden, weil ich weiss, wo der Fehler war. Von Allmen und ich haben uns für den Sieg gepusht. Er bringt alles mit, sein Grundspeed ist so hoch. Ich glaube, er wird der grosse Konkurrent im Kampf um die Kugel sein.»

Alessio Miggiano: «Unglaublich, ich bin vor wenigen Sekunden ins Ziel gekommen und realisere es noch gar nicht Ich habe gespürt, dass es gut ist und ich umsetzen konnte, was ich mir vorgenommen habe. Dass es im Ziel bestätigt wird, ist unfassbar. Ich habe keine Worte. Schon letztes Jahr beim Debüt habe ich mich hier wohl gefühlt, die Strecke liegt mir. Ich habe mich einfach riesig gefreut, hier noch einmal runterzubrettern. Im Sommer habe ich mit den Trainingskollegen gewitzelt, schaut dann in Gröden knallts. Dass es jetzt wahr wird, ist fast schon lustig.» 

Niels Hintermann: «Mental ging es mir heute nicht gut, ich habe mich nicht wohl gefühlt. Bei der Besichtigung habe ich gesehen, wie eisig es ist und konnte es nicht einschätzen. Gefühlt fünf Minuten vor dem Start wusste ich nicht, ob ich wirklich fahren soll. Dann hab ich irgendwann entschieden, ich starte und nehme Tor für Tor. Wird das Gefühl schlimmer, breche ich ab. Irgendwie ist das Gefühl besser geworden, die Sprünge haben mir angefangen zu gefallen. Ich bin in einen Flow gekommen – vor allem nach den Kamelbuckeln. Mit dem grossen Vorsprung hab ich dann gedacht schauen wir mal. Dann hab ich die anderen gesehen und gedacht die Fahrt war nicht schlecht. Ich mag es Paris mega gönnen, aber eine Hundertstelsekunde – das hat im Herz ein bisschen weh getan. ich bin extrem stolz.»

Das gab zu reden

Das Gröden-Phänomen hat am Freitag wieder zugeschlagen. Jan Zabystran schnappt Marco Odermatt mit Nummer 29 den Sieg noch vor der Nase weg. Nicht selten sind die hohen Startnummern von Vorteil und ermöglichen schnelle Fahrten. Aus diesem Grund greift Justin Murisier am Freitagabend in die Trickkiste. Er schwänzt die Startnummernauslosung. Dort bekommt er eigentlich die Nummer 15 zugesprochen – weil er nicht dabei ist, wird er gemäss Reglement zurückversetzt. Und darf erst mit Nummer 46 auf die Piste.

Das gab zu reden II

Den Sieg hat Marco Odermatt am Freitag knapp verpasst. Trotzdem bekommt er am Abend eine Trophäe überreicht. Für die Leistungen und Top-Ergebnisse im letzten Jahr überreichen ihm die Organisatoren in Gröden eine Holzbüste von sich. Plötzlich steht er so mit seinem Ebenbild vor den Fans auf der Bühne.

Plötzlich ist Odermatt doppelt auf der Bühne
0:18
Lustiger Preis in Val Gardena:Plötzlich ist Odermatt doppelt auf der Bühne

Das gab zu reden III

Im November 2022 stürzt Max Franz im Training, verletzt sich schwer. Die brutale Diagnose: offener Unterschenkelbruch und durchtrennter Nerv links, komplizierte Unterschenkelfraktur rechts. Der Österreicher gibt nicht auf. Er kämpft sich zurück, will noch einmal im Weltcup starten. Nun ist der Tag gekommen. In Gröden startet Franz erstmals wieder. Ins Ziel schafft ers nicht, er scheidet aus.

Das gab zu reden IV

Die Startnummern 17 und 18 nehmen das Rennen nicht in Angriff. Aleksander Aamodt Kilde und Cameron Alexander verzichten auf einen Start. Beide fühlen sich nicht bereit dafür. «Zurückzukommen bedeutet auch, die richtigen Kämpfe zur richtigen Zeit auszuwählen», schreibt Kilde auf Instagram. Er sei nicht bereit, das nötige Risiko einzugehen, um auf der Saslong zu fahren und anzugreifen. Stattdessen konzentriert er sich aufs Training, um für die nächsten Rennen bereit zu sein.

Die Bedingungen

Die Temperaturen in Gröden liegen im niedrigen Plusbereich und die Sonne scheint. Dennoch sind Teile der Strecke im Schatten. Im Verlauf des Rennens wirds heller.

So gehts weiter

Es geht Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Sonntag steht das nächste Rennen auf dem Programm. In Alta Badia findet ein Riesenslalom (ab 10 Uhr) statt, am Montag folgt an gleicher Stätte ein Slalom (ab 10 Uhr). Die nächste Abfahrt geht erst im nächsten Jahr über die Bühne – in Wengen BE (17. Januar).

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