Schwingerkönig Armon Orlik ist zurück. Nach einer langen Winterpause präsentiert sich der Bündner in Untervaz bereits wieder in guter Form. Insbesondere seine Entschlossenheit am Boden beeindruckt die Zuschauer. Mehrfach lässt er seine Gegner nicht mehr entkommen. Im Schlussgang findet er gegen seinen Bruder Curdin Orlik jedoch kein Rezept.
Die beiden haben bereits im ersten Gang gegeneinander gekämpft. Auch dieses Duell endete gestellt. Da Curdin mit einem Vorsprung in den Schlussgang geht, darf er sich nun als Festsieger feiern lassen. Damit reisst die unglaubliche Siegesserie des Königs. Die letzten acht Austragungen konnte er allesamt für sich entscheiden.
Für Orlik war es der letzte Ernstkampf vor dem Kranzfestauftakt Anfang Mai. Beim Thurgauer Kantonalen muss er seine Karten erstmals aufdecken. Nach dem Auftakt in Untervaz kann trotz des verpassten Sieges eine positive Bilanz gezogen werden. Der Weg des Königs stimmt.
König Orlik muss sich geschlagen geben
Wie bereits im ersten Gang stehen sich Armon und Curdin Orlik auch im finalen Kampf des Tages gegenüber. Die Ausgangslage spricht für Curdin. Ihm reicht ein Gestellter zum Festsieg. Deshalb konzentriert sich der Bündner, der für die Berner schwingt, auch in erster Linie auf die Verteidigung. Schwingerkönig Armon versucht ihn mehrfach erfolglos ins Sägemehl zu drücken. Die Zuschauer gutieren seinen Einsatz mit Szenenapplaus. Zu mehr als einigen vielversprechenden Angriffen reicht es aber nicht. Erneut endet das Bruder-Duell gestellt. Heisst: Curdin darf sich über den Festsieg freuen.
Schlussgang-Duell steht fest
Josias Müller hat in diesem Jahr schon so manchem das Fürchten gelehrt. So hat der 20-jährige Bündner beispielsweise den ESAF-Schlussgänger Werner Schlegel und den Kilchberger-Champion Damian Ott gestellt. Im fünften Gang versuchte sich Curdin Orlik gegen den Verteidigungskünstler. Auch er fand lange kein Rezept gegen Müller. Letztlich gelang ihm dann doch noch der siegbringende Wurf und damit die Qualifikation für den Schlussgang. Dort trifft er wie bereits im ersten Gang auf seinen Bruder Armon. Der Schwingerkönig sparte gegen Mario Bösch Kraft. Curdin geht mit einem halben Punkt Vorsprung in den Schlussgang. Wenn König Armon seine Saisonpremiere gewinnen will, muss er seinen Bruder bezwingen. Diese Ausgangslage verspricht grosse Spannung.
König Orlik richtig hart gefordert
Diesmal musste Armon Orlik richtig hart arbeiten. Der Bündner atmete nach dem Kampf gegen Ramon Betschart schwer. Minutenlang versuchte der Schwingerkönig vergeblich, den Normalkranzer auf den Rücken zu drehen. Es drohte der zweite Gestellte – und damit wohl das Verpassen des Schlussgangs. Diese negative Sensation konnte Orlik kurz vor Schluss noch abwenden. Einmal mehr musste er es am Boden richten. Dank des dritten Sieges im vierten Kampf sieht weiterhin alles nach einem Schlussgang mit dem König darin aus. Da auch sein Bruder Curdin weiter gewinnt, könnte es zur Neuauflage des ersten Ganges kommen. Ganz vorne mischt aber auch Josias Müller mit. Ob dem 20-jährigen Bündner eine riesige Überraschung gelingt?
König Orlik machts (fast) wie am ESAF
Der Topfavorit marschiert in Richtung Schlussgang. Bei bissigem Wind stellt Armon Orlik einmal mehr seine Qualitäten im Bodenkampf unter Beweis. Kjetil Fausch versucht sich zwar noch auszuwinden, doch gegen die Bärenkraft des Königs ist nichts zu machen. Die Aktion erinnert an Orliks Sieg gegen Pirmin Reichmuth im achten Gang des ESAF. Damals lupfte er seinen Gegner noch spektakulär aus dem Sägemehl und sicherte sich damit die Maximalnote. Diesmal ist das nicht mehr nötig. Fausch geht unter dem Druck von Orlik die Kraft aus. Curdin Orlik gelingt ein spektakulärer Sieg. Er legt Marc Jörger wuchtig ins Sägemehl. Dafür erhält er die Maximalnote. Damit liegen die Orlik-Brüder zur Mittagspause gleichauf. Noch etwas weiter vorne positioniert ist der Bündner Josias Müller. Der 20-Jährige gilt als möglicher Nachfolger des Königs. Es ist gut möglich, dass es im Verlaufe des Tages noch zum Generationenduell kommt.
König Orlik agiert taktisch klug
Nach dem Gestellten im ersten Gang feiern die Orlik-Brüder zwei Pflichtsiege. Dabei kommen die Zuschauer auf ihre Kosten, weil weder Armon noch Curdin nach wenigen Sekunden gewinnen. Der Schwingerkönig bezwingt Livio Büchler dank seiner blitzsauberen Bodenarbeit. Kurz vor dem Resultat hebt er seinen Gegner noch etwas an und sichert sich damit die Maximalnote. Ein taktisch kluger Schachzug. «Nur» mit einer 9,75 muss sich sein Bruder zufriedengeben. Er bezwingt Mario Bösch ebenfalls am Boden. Aktuell steht der Normalkranzer Marc Jörger mit zwei Siegen auf dem ersten Platz.
Bruder-Duell enttäuscht das Publikum
Als der Speaker die Paarung Armon Orlik gegen Curdin Orlik bekannt gab, ging ein Raunen durch das Publikum. Damit hat niemand gerechnet. Von da an freuten sich alle auf das brisante Bruderduell. Doch auch in diesem Fall bewahrheitete sich der Spruch: Die Vorfreude ist die schönste Freude. Denn der Kampf selbst war dann eher unspektakulär. Schwingerkönig Armon versuchte zwar einige Male, seinen Bruder aus der Balance zu bringen, doch er wurde dabei nie wirklich gefährlich. Und Curdin seinerseits kam nur einmal bei einem Konter in die Nähe eines Resultats. Letztlich endete das Duell ohne Sieger. Es ist gut möglich, dass sich die beiden im Schlussgang noch einmal die Hand geben werden. Dann wird hoffentlich etwas offensiver gekämpft.
Kracher im ersten Gang!
Normalerweise versucht die Einteilung, Bruder-Duelle wenn immer möglich zu verhindern. Deshalb glaubten alle, dass, wenn die beiden Orliks aufeinandertreffen sollten, dies höchstens im Schlussgang der Fall sein würde. Doch nun kommt alles anders. Die Topfavoriten messen sich bereits im ersten Gang – was für ein Knaller am Sonntagmorgen! Grund für das überraschend frühe Duell ist die verletzungsbedingte Absage des Eidgenossen Christian Biäsch. Eine Fingerverletzung zwingt ihn zu einer Pause von sechs bis acht Wochen.
Willkommen
Vor dem ersten Gang des Bündner Frühjahresschwingfests drängen sich zwei Fragen auf: Wie fit ist Schwingerkönig Armon Orlik? Der Holzbauingenieur liess nach dem ESAF einige Trainings aus und hinkt deshalb seiner Topform noch etwas hinterher. Das könnte die Chance der Konkurrenz sein, womit wir bei der zweiten Frage wären: Kommt es im Schlussgang zum Bruder-Duell? Neben Armon Orlik steigt nämlich auch Curdin Orlik in Untervaz GR in die Zwilchhosen. Der für die Berner schwingende Bündner gehört zu den Topfavoriten. Die Brüder trafen bisher erst einmal aufeinander. Das Duell beim Sertig-Schwinget 2015 konnte der Schwingerkönig für sich entscheiden. Los geht es um 10 Uhr. Der Schlussgang ist für ca. 17 Uhr angesetzt