Die Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6.–15. März) sorgen wegen der Teilnahme von sechs russischen und vier belarussischen Athletinnen und Athleten für Diskussionen. Diese dürfen, anders als noch bei den Olympischen Spielen im Februar, wieder unter eigener Flagge starten.
Sechs Länder – die Ukraine, Tschechien, Finnland, Polen, Estland und Lettland – haben in der vergangenen Woche bereits angekündigt, die Eröffnungsfeier am 6. März in der Arena von Verona boykottieren. Auch der EU-Sportkommissar Glenn Micallef teilt mit, dass er dann nicht anwesend sein wird.
Dieser Gruppe schliesst sich nun auch eine der grössten Delegationen der Spiele an: Wie der Deutsche Behindertensportverband DBS mitteilt, wird Deutschland in Verona nicht am Einmarsch der Nationen teilnehmen. Damit soll «die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck» gebracht werden, erklären die Verbandsverantwortlichen. Nur auf den im Vorfeld aufgenommenen und während der Feier eingeblendeten Aufnahmen werden deutsche Para-Athletinnen und -Athleten zu sehen sein.