Erst war da die Entrüstung über den Verrat. Dann folgte am Montag der Jubel über Gold bei den Spielen in Mailand und Cortina. Und danach hat sich Schadenfreude breit gemacht. Supporter von Slopestyle-Olympiasiegerin Mathilde Gremaud haben Misra Noto ins virtuelle Visier genommen. «Wenn der Ruf des Geldes dich deine Werte verlieren lässt und das Karma sich gegen dich wendet», schreibt etwa eine Person am vergangenen Mittwoch zu einem Instagram-Beitrag des Ex-Trainers der Schweizerin vom 19. Oktober 2020.
Wieso ein derart alter Post für diesen Kommentar herhalten muss? Ganz einfach: Erstens scheint der Zürcher Skifreestyle-Coach keiner zu sein, der allzu häufig auf Instagram aktiv ist, sprich die Auswahl hält sich in Grenzen. Und zweitens hat er bei seinen zwei aktuellsten Posts, die auch nicht wirklich gerade neueren Datums sind, erst kürzlich offenbar die Kommentarfunktion deaktiviert – der auf ihn niederprasselnde Hohn und Spott nach dem Gremaud-Gold waren ihm wohl zu gross. Was ihn aber nicht davor bewahrt, dass einige User immer noch eifrig Schweizer-Fahne-, Clown- und Tränen-lachende-Emojis unter Einträgen, die rein gar nichts mit den aktuellen Olympia-Ereignissen zu tun haben, posten, wo es halt noch möglich ist.
Misra Noto entschied sich dazu, als Trainer Mathilde Gremaud vor den Olympischen Spielen 2026 den Rücken zu kehren und ins Lager ihrer grössten Konkurrentin, Eileen Gu, zu wechseln. Für die Fans von Gremaud natürlich ein No-Go, zumal Noto denselben Move auch vor vier Jahren vor den Winterspielen in Peking abzog. Nun: Der für China startenden Gu misslang am Montag bei ihrem zweiten und dritten Run sogleich das erste Rail und so musste sie sich hinter Gremaud mit Slopestyle-Silber begnügen – wie übrigens auch schon 2022.
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