Der 19. Februar 2026 geht nicht nur in die Schweizer Sport-Geschichtsbücher ein, sondern in die weltweiten. Denn die erste Olympiasiegerin im Skibergsteigen kommt aus der Schweiz!
Marianne Fatton (30) gewinnt bei der Olympia-Premiere des Sprint-Formats Gold. In einem dramatischen Final bei dauerhaftem Schneefall und frenetischer Stimmung an der Strecke setzt sich die Neuenburgerin dank eines perfekten Wechsels nach der Treppenpassage gegen die französische Topfavoritin Emily Harrop (28) durch.
Als Erste geht sie in die Abfahrt, den letzten Teil des Sprint-Rennens, und gibt dort die Führung nicht mehr her. «Ich fliege gerade. Ich weiss nicht, was passiert ist», sagt sie kurz darauf gegenüber SRF. «Auf der Treppe habe ich mir gesagt: Jetzt ist der Moment. Ich habe es geschafft, es ist unglaublich.» Sie weiss selbst, was sie geleistet hat: «Es ist ein historischer Tag.»
Überraschung auf Bronzeplatz
Auch Caroline Ulrich (23) überzeugt mit dem Halbfinal-Einzug, scheidet dort aber knapp aus. «Ich habe wirklich alles gegeben. Hier zu sein, ist schon magisch», erklärt sie.
Hinter Fatton und Harrop gewinnt die Spanierin Ana Alonso Rodriguez (31) überraschend Bronze. Die Nummer 27 im Sprint-Weltcup wurde Anfang Oktober 2025 von einem Auto angefahren und zog sich unter anderem einen Kreuzbandriss und einen Knöchelbruch zu – die Olympischen Spiele hat sie aber nie aus den Augen verloren.
Männer geben Medaillen an Treppe her
Bei den Männern verspielt die Schweiz dagegen ihre aussichtsreichen Medaillenchancen. Arno Lietha (27) und Jon Kistler (22) starten stark, verlieren aber bei den Wechseln entscheidend Zeit. Bei der Treppe geraten beide ins Straucheln und verlieren wertvolle Sekunden.
Bei einem Rennen im Skibergsteigen starten die Athletinnen respektive Athleten gleichzeitig. Der Parcours ist in eine Bergauf- und eine Bergabpassage aufgeteilt. Hoch eilen die Athletinnen und Athleten dank Fellen an den Ski, zwischendurch auch zu Fuss – die Ski sind dann auf den Rücken geschnallt. Auf dem Gipfel wird die Ausrüstung angepasst. Dann gehts ähnlich wie im Skicross durch Tore runter ins Ziel. Eine Runde der TV-tauglichen Sprintvariante dauert rund 3 Minuten.
Um die Medaillen gekämpft wird im K.o.-System. Die 18 Teilnehmenden starten in drei Vorläufen mit je sechs Startenden. Von jedem Vorlauf kommen drei direkt weiter in die Halbfinals. Dazu kommen drei Lucky Loser, die sich über die Zeit qualifizieren. In den beiden Halbfinals kriegen die je zwei Besten ein direktes Finalticket, dazu kommen wieder zwei Lucky Loser. Die sechs Finalisten machen die Medaillen unter sich aus.
Und die Mixed-Staffel am Samstag? Hier gibts eine Strecke mit doppelt so vielen Höhenmetern, auf die in der Staffelabfolge Frau, Mann, Frau, Mann jede Nation vier Runden dreht. (md)
Bei einem Rennen im Skibergsteigen starten die Athletinnen respektive Athleten gleichzeitig. Der Parcours ist in eine Bergauf- und eine Bergabpassage aufgeteilt. Hoch eilen die Athletinnen und Athleten dank Fellen an den Ski, zwischendurch auch zu Fuss – die Ski sind dann auf den Rücken geschnallt. Auf dem Gipfel wird die Ausrüstung angepasst. Dann gehts ähnlich wie im Skicross durch Tore runter ins Ziel. Eine Runde der TV-tauglichen Sprintvariante dauert rund 3 Minuten.
Um die Medaillen gekämpft wird im K.o.-System. Die 18 Teilnehmenden starten in drei Vorläufen mit je sechs Startenden. Von jedem Vorlauf kommen drei direkt weiter in die Halbfinals. Dazu kommen drei Lucky Loser, die sich über die Zeit qualifizieren. In den beiden Halbfinals kriegen die je zwei Besten ein direktes Finalticket, dazu kommen wieder zwei Lucky Loser. Die sechs Finalisten machen die Medaillen unter sich aus.
Und die Mixed-Staffel am Samstag? Hier gibts eine Strecke mit doppelt so vielen Höhenmetern, auf die in der Staffelabfolge Frau, Mann, Frau, Mann jede Nation vier Runden dreht. (md)
Lietha (Sprint-Weltmeister von 2019) liegt bei der 3. Transition, wo die Athleten die Felle von den Ski ziehen und sich auf die Abfahrt vorbereiten, noch auf dem Bronze-Platz. Dort verliert der Bündner aber zu viel Zeit, so dass er auch noch vom Franzosen Thibault Anselmet (28) überholt wird und die Bronzemedaille schliesslich verpasst. Kistler wird Sechster.
Gold sichert sich der zweifache Sprint-Weltmeister Oriol Cardona Coll (31) aus Spanien vor dem Russen Nikita Filippov (23), der im Dezember vom IOC eingeladen wurde und unter neutraler Flagge starten darf.
Hier gibts den Liveticker des Männer- und Frauenrennens zum Nachlesen:
Fazit zu den Finals
Der olympische Sprint-Final im Skibergsteigen bietet Spannung bis zur letzten Sekunde – mit einem historischen Triumph bei den Frauen und einem bitteren Ende bei den Männern.
Bei den Frauen entwickelt sich ein packendes Duell zwischen der Schweiz und Frankreich. Marianne Fatton liefert sich ein enges Rennen mit Emily Harrop und Léna Ravinel. Zwischenzeitlich verliert Fatton leicht Zeit, doch im entscheidenden Moment behält sie die Nerven. Beim letzten Wechsel vor der Abfahrt unterläuft Harrop ein Fehler – Fatton nutzt die Chance, geht als Erste in die Abfahrt und holt Gold. Silber geht an Harrop, Bronze überraschend an Ana Alonso Rodriguez. Die Neuenburgerin schreibt damit Geschichte als erste Olympiasiegerin im Skibergsteigen.
Bei den Männern startet die Schweiz mit Arno Lietha und Jon Kistler stark. In der Diamantpassage kontrollieren die beiden das Rennen, nur Oriol Cardona Coll bleibt dran. Doch dann folgen Probleme bei Wechsel und Treppe. Lietha stürzt, Kistler verliert den Anschluss. Kurz vor der Abfahrt zieht auch noch Thibault Anselmet vorbei.
Am Ende wird Lietha Vierter, Kistler Sechster. Gold holt Cardona Coll, Silber Nikita Filippov. Ein Rennen, das an den Nerven zerrt – mit goldenem Glanz bei den Frauen und bitterem Nachgeschmack bei den Männern.
Männer verpassen Medaillen
Wie bitter! Sowohl Arno Lietha als auch Jon Kistler verpassen die Olympiamedaillen. Und das, obwohl die beiden Schweizer nach dem Start und dem Diamantensegment vorne sind. Bei der Treppe führt der Spanier Cardona Coll, aber nur weil er um einige Zentimeter vorher da ist. Dann der Schock: Lietha stürzt auf der Treppe und fällt auf Rang 3 zurück, Kistler ist Sechster. Gold ist weg, Silber wohl auch – und auch Bronze ist wohl weg, weil der Franzose Anselmet bei der 3. Transition auch noch an Lietha vorbeifährt. Und so kommt es: Lietha wird Vierter, Kistler Sechster. Gold geht an den grossen Favoriten Oriol Cardona Coll. Silber holt Nikita Filippov, den Russen der unter neutraler Flagge startet, Bronze geht an Thibault Anselmet aus Frankreich.
Fatton ist Oylmpiasiegerin!
Marianne Fatton hat es geschafft: Die 30-jährige Neuenburgerin ist die erste Olympiasiegerin im Skibergsteigen.
Der Start ist gelungen, Fatton geht vorne weg. Doch die beiden Französisnnen Harrop und Ravinel schliessen auf und lassen die Schweizerin nicht ziehen. Harrop schafft eine Lücke zwischen sich und Fatton und kommt mit leichtem Vorsprung an die Treppe. Ein guter Wechsel der Schweizerin, Harrop verliert Zeit. Bei der 3. Transition liegt Fatton vorne und zieht die Felle als erste ab. Sie geht als Erste in die Abfahrt – und holt GOLD! Marianne Fatton ist die erste Olympiasiegerin im Skibergsteigen. Silber geht an Emily Harrop, Bronze holt sehr überraschend die Spanierin Ana Alonso Rodriguez.
Dreifache Schweizer Medaillenchance
Die Halbfinals liefern packende Rennen, knappe Duelle und coole Einblicke hinter die Kulissen – etwa den lockeren Cameron Smith beim Jonglieren vor dem Start.
Bei den Frauen sichert sich Marianne Fatton hinter der Gesamtweltcupsiegerin Emily Harrop den Finalplatz, während Caroline Ulrich nach einem ultra spannenden Rennen an den schnellen Wechseln scheitert. Der Kampf um die Medaillen verspricht Spannung pur, mit Fatton, Harrop, Alonso Rodriguez, Ravinel, Paller und Murada auf der Strecke.
Bei den Männern zeigen die Schweizer Kicker-Moves auf Ski: Jon Kistler startet fulminant, hängt Weltmeister Oriol Cardona Coll ab und fährt souverän zum Sieg. Arno Lietha sichert sich die Treppenpassage, setzt auf der Abfahrt alles auf eine Karte und zieht allen davon.
Mit beiden Schweizern im Final, dem Weltmeister Cardona Coll und dem gesamtweltcupsieger Thibault Anselmet verspricht der Final viel Spannung.
Lietha folgt Kistler in den Final
Auch Arno Lietha legt einen perfekten Start hin und sichert sich für den Aufstieg eine gute Position. Als Erster geht der Bündner in die Portage (Treppenpassage) und kommt mit dem Spanier Ot Ferrer Martinez oben an. Wie schon Cardona Coll hat auch sein Landsmann Ferrer Martinez Probleme beim Anziehen der Ski. Nicht so Lietha, der die Abfahrt als Erster angeht. Er gewinnt den Halbfinal.
Das Teilnehmerfeld im Final: Jon Kistler (Sz), Arno Lietha (Sz), Oriol Cardona Coll (Sp), Nikita Filippov (neutral), Ot Ferrer Martinez (Sp, Lucky Loser), Thibault Anselmet (Fr, Lucky Loser).
Kistler lässt Weltmeister hinter sich
Was für ein Start von Kistler, dem Sprint-Weltcupführenden der aktuellen Saison. Sofort setzt sich der Zürcher an die Spitze. Zusammen mit dem Spanier Oriol Cardona Coll reisst Kistler eine grosse Lücke zum Rest der Konkurrenz auf. Nach der Treppe hängt der Schweizer den Weltmeister auch noch ab, weil der Spanier Probleme beim Anziehen der Ski hat, und geht als Erster in die Abfahrt. Er kann es sich sogar erlauben, sich einige Meter vor dem Ziel aufzurichten – für den Sieg in diesem Halbfinal reicht es locker.
Ziehen die Männer nach?
Mit Jon Kistler und Arno Lietha wollen zwei weitere Schweizer um Medaillen im Skibergsteigen kämpfen. Zunächst wird der Zürcher Kistler versuchen, sich im Halbfinal durchzusetzen (13.25 Uhr), dann will es ihm der Bündner Lietha hoffentlich nachmachen (13.35 Uhr).
Ulrich verpasst Final – Fatton einzige Medaillenchance bei Frauen
Caroline Ulrich muss im Halbfinal die Segel streichen. Sie kommt als Fünfte oben an der Treppe an und schnallt sich die Ski dann blitzschnell unter. Kommt die grosse Aufholjagd. Nein, denn bei der 3. Transition, wo die Felle von den Ski gezogen werden, verliert sie wiederum Zeit und kann sich auch nicht über die Zeit als Lucky Loserin in den Final retten.
Aus Heat 1 bestreiten Emily Harrop (Fr, 3. im Sprint-Weltcup) und Marianne Fatton (Sz, 11. im Sprint-Weltcup) sowie Ana Alonso Rodriguez (Sp, Lucky Loserin, 27. im Sprint-Weltcup) den Final, aus Heat 2 haben sich Margot Ravinel (Fr, 1. im Sprint-Weltcup), Tatjana Paller (De, 5. im Sprint-Weltcup) und Giulia Murada (It, Lucky Loserin, 2. im Sprint-Weltcup) für den Medaillenkampf qualifiziert.
Fatton steht im Final
Marianne Fatton kämpft um die Medaillen. Die 30-Jährige qualifiziert sich hinter Emily Harrop, der jahrelangen Nummer eins der Welt, als zweite ihres Halbfinals für den Final. Bis zum Ende der Treppe ist die amtierende Weltmeisterin auf Tuchfühlung mit der Französin Harrop, muss sie dann aber etwas ziehenlassen. Folgt Caroline Ulrich ihrer Landsfrau in den Final?
Frauen-Halbfinals stehen an
In Kürze geht es los mit dem ersten Halbfinal der Frauen. Mit dabei ist die Schweizerin Marianne Fatton. In der zweiten Sechsergruppe ist Caroline Ulrich. Die besten zwei aus jedem Halbfinal sowie die zwei besten Lucky Loser kommen in den Final. Und es schneit weiterhin in dicken Flocken.
Jetzt folgen – und nichts von Olympia verpassen. Mit der neuen Funktion bleibst du während der Winterspiele in Mailand/Cortina stets auf dem Laufenden. Ticker, Berichte, Analysen oder Reportagen – die ganze Palette der Berichterstattung wird dir als Follower automatisch aufs Handy gepusht. Mehr Infos gibts hier.
Follower werden ist ganz einfach. Unten auf den Button klicken, dann auf der Olympia-Seite auf das Plus-Symbol. Danach kannst du dich einloggen, News-Pushs abonnieren (nur auf der App), und schon bist du ein Follower.
Jetzt folgen – und nichts von Olympia verpassen. Mit der neuen Funktion bleibst du während der Winterspiele in Mailand/Cortina stets auf dem Laufenden. Ticker, Berichte, Analysen oder Reportagen – die ganze Palette der Berichterstattung wird dir als Follower automatisch aufs Handy gepusht. Mehr Infos gibts hier.
Follower werden ist ganz einfach. Unten auf den Button klicken, dann auf der Olympia-Seite auf das Plus-Symbol. Danach kannst du dich einloggen, News-Pushs abonnieren (nur auf der App), und schon bist du ein Follower.
