10'000 Stück in drei Tagen weg
Dem olympischen Dorf in Cortina gehen die Gratis-Kondome aus

Im olympischen Dorf in Cortina sind die Gratis-Kondome ausgegangen. Bald soll Nachschub kommen.
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In Cortina waren die 10'000 Gratis-Kondome schon nach drei Tagen weg. (Archivbild der Kondome bei Olympia in Paris 2024)
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Seit 1988 werden bei Olympia kostenlose Kondome im Olympischen Dorf verteilt
  • In Cortina sind 10'000 Kondome schon nach drei Tagen weg
  • Paris 2024: Rekord mit 300'000 Kondomen, Cortina: nur 0,5 pro Athlet
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Dass bei Olympia gratis Kondome an die Athletinnen und Athleten verteilt werden, hat Tradition. Seit 1988 in Seoul (SKor) stehen sie in den olympischen Dörfern kostenlos zur Verfügung.

Dabei sorgt die Präservativ-Distribution auch immer wieder für Schlagzeilen. Bei den Corona-Spielen 2021 in Tokio war Sex aus Pandemie-Gründen beispielsweise offiziell verboten – dennoch wurden rund 160'000 Präservative verteilt. In Paris 2024 erregten die «Anti-Sex-Betten» aus Karton im olympischen Dorf Aufsehen. Dennoch wurden rekordverdächtige 300'000 Kondome gratis verteilt – zwei pro Tag und Athlet.

In Cortina, wo an diesen Spielen rund 1400 Personen unterkommen, sind es bisher nur 10'000 (rund 0,5 pro Tag und Athlet). Und diese waren schnell vergriffen. «Die Vorräte waren in nur drei Tagen weg. Man hat uns zwar Nachschub versprochen, aber wer weiss, wann», wird ein anonymer Athlet von der italienischen «La Stampa» zitiert. 

«Man muss kreativ sein»

Ohne Material fürs Liebesspiel bleibt aber dennoch niemand – aber halt nicht gratis. Eine Apotheke in Cortina hat ihr Angebot für Olympia optimiert. In einem 24-Stunden-Verkaufsautomat werden unter anderem Kondome, Gleitgels und Vibratoren verkauft. 

Bleibt nur noch das Problem für internationale Bekanntschaften: Im Olympischen Dorf sind Besuche in den Unterkünften anderer Nationen verboten. Daher ist laut «La Stampa» der Ruheraum sehr beliebt, wo man sich hinter Trennwänden zur Meditation zurückziehen kann. Ob dahinter wirklich nur meditiert wird? «Man muss kreativ sein», sagt der anonyme Athlet.

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