Ciao Italia! Zum dritten Mal in Folge verpassen die Azzurri eine WM. Das Drama nimmt ein Ende im Penaltyschiessen, in dem die Nerven von Esposito und Cristante nicht halten. Derweil versenken alle vier Bosnier ihre Penaltys sicher – der Balkanstaat fährt an die WM und trifft dort auf die Schweiz.
Murat Yakin äussert sich in einem Statement des SFV wie folgt: «Wir haben das Spiel im Hotel gemeinsam geschaut und gratulieren Bosnien-Herzegowina zur Qualifikation! Bosnien-Herzegowina hat sich gegen zwei sehr starke Teams durchgesetzt und seine Qualitäten sowohl spielerisch als auch kämpferisch unter Beweis gestellt. Entsprechend herausfordernd wird das Spiel in Los Angeles für uns.»
Murat Yakin äussert sich in einem Statement des SFV wie folgt: «Wir haben das Spiel im Hotel gemeinsam geschaut und gratulieren Bosnien-Herzegowina zur Qualifikation! Bosnien-Herzegowina hat sich gegen zwei sehr starke Teams durchgesetzt und seine Qualitäten sowohl spielerisch als auch kämpferisch unter Beweis gestellt. Entsprechend herausfordernd wird das Spiel in Los Angeles für uns.»
Aber es ist auch nicht eine wirklich starke Mannschaft, dieses Italien von Ex-Sion-Coach Gennaro Gattuso. Von daher ist es nach den vernichtenden Niederlagen gegen Norwegen in der Qualifikation, die den Südeuropäern den Platz in den USA kosteten, ein Scheitern mit Ansage. Ganz anders Bosnien-Herzegowina. Das kleine Balkanland qualifiziert sich zum zweiten Mal für eine WM. Diese Nacht in Zenica und Sarajevo und in jedem noch so kleinen Kaff wird episch werden und der Rakija in Strömen fliessen. Und vorneweg geht einer, der zuerst bei YB und GC gescheitert war, bevor er in vielen Klubs zum Goleador wurde: Haris Tabakovic. Tor- und Penaltyschütze.
Schweden setzt sich dank einem späten Treffer in der 88. Minute mit 3:2 gegen Polen durch. Die Türkei gewinnt gegen den Kosovo 1:0. Wie Bosnien holt auch Tschechien sich das WM-Ticket gegen Dänemark im Penaltyschiessen.
Schweden setzt sich dank einem späten Treffer in der 88. Minute mit 3:2 gegen Polen durch. Die Türkei gewinnt gegen den Kosovo 1:0. Wie Bosnien holt auch Tschechien sich das WM-Ticket gegen Dänemark im Penaltyschiessen.
Es ist in der Tat nicht gut, was Italien zeigt. Von der ersten Minute an nicht. Kaum eine gelungene Offensivaktion. Keine Struktur. Kein Nichts … Wo zum Beispiel ist der hochgelobte Tonali, der noch gegen Nordirland das Game-Winning-Goal gemacht hat? Nicht hilfreich in solchen Situationen ist dann noch ein ungemähter Platz mit Leopardenfell-Struktur in einem Mini-Stadion mit 8200 heissblütigen Fans. Und immerhin 800 Tifosi.
Kean nutzt Goalie-Bock zur italienischen Führung
Richtig hilfreich in solchen Situationen ist im Fussball eigentlich nur eines: Ein Wink des Himmels in Form eines Ostereis. Und dieses legt St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj seinem Team und Volk ins Nest, als er völlig unbedrängt Barella anspielt: Dessen Pass verwertet Kean blitzsauber zur Gästeführung.
Die Folge ist offensichtlich: Bosnien drückt noch mehr. Eine superklare Torchance entsteht ob dieses Drucks nicht. Aber eine folgenschwere Szene, als Bastoni den Bosnier Memic als hinterster Mann foult und somit eine klare Torchance vereitelt. Schiri Turpin zückt gnadenlos schnell Rot. Und liegt damit richtig. Trainer Gattuso nimmt Stürmer Retegui raus und bringt Verteidiger Gatti. Es passiert das, was Bosnien-Coach Barbarez angekündigt hatte für den Fall eines frühen eigenen Tores: Der Bus wird vor dem gegnerischen Tor parkiert. Aber nicht vor dem bosnischen …
Ex-YB-Junior gleicht aus
Der Druck der Mannschaft vom Balkan ist nach der Pause infernalisch. Dazu trägt auch Salzburg-Supertalent Alajbegovic bei, der in der 46. Minute kommt. Er prüft Donnarumma. Glänzen muss der City-Keeper auch gegen Tahirovic. Das kann auf Dauer nicht gutgehen, denkt man. Hinten hineinstehen und verteidigen. Ohne Ende. Und es geht auch nicht gut, nicht mal im Fall der Italiener, bei denen das Verteidigen Kulturgut ist. Auch weil Kean, Esposito und Dimarco Top-Konterchancen liegenlassen.
Denn irgendwann darf Dedic unbedrängt flanken, Dzeko unbedrängt köpfeln und Donnarumma hexen. Doch Tabakovic drückt die Kugel über die Linie. Ekstase pur im Bilino Polje!
Italiener hadern mit dem Schiri
Und eine Verlängerung, in welcher ganz Italien die Welt nicht mehr versteht. Als Palestra alleine auf Vasilj zuläuft und von Muharemovic vor dem Strafraum umgemäht wird, entscheidet sich Turpin für Gelb. «Ein Witz!», regen sich die Reporter von RAI 1 auf. In der Tat war es eher Rot als Gelb. Und in solch einem Fall sollte sich der Ref ein eigenes Bild machen können. Doch der VAR schickt ihn nicht vor den Bildschirm. Man spürt irgendwie: Es ist der Anfang vom Ende …
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