«Dann feiern wir den Titel halt am Sonntag»
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Thun-Fans nach Niederlage:«Dann feiern wir den Titel halt am Sonntag»

Sogar ein Fan aus Kanada war hier
In Thun war alles angerichtet – und dann begann das Spiel

Den Sensations-Titel vor Augen im Heimstadion – dann kommt es für den FC Thun anders. Die Feier ist vertagt. Doch schon am Sonntag könnte es so weit sein.
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Lugano-Alioski zieht Thuner Meisterparty endgültig den Stecker
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Highlights im Video:Alioski zieht Thuner Meisterparty endgültig den Stecker

Am Schluss ist die Spannung elektrisierend. Thun tut alles, um den 25. April zu einem historischen Tag im Berner Oberland zu machen. Nur ein Tor fehlt beim Stand von 0:0 zum Meistertitel. Man muss sich der historischen Bedeutung eines solchen Tores bewusst sein. 1898 wurde der FC Thun gegründet, in der 128-jährigen Klubgeschichte hat der Klub noch keinen Titel geholt. 

Dann in der 92. Minute kommt Labeau im Strafraum zum Abschluss, doch sein Kunstschuss per Aussenrist verfehlt das Tor. Raunen im Stadion. Thun rennt weiter an und lässt hinten viele Räume offen. Plötzlich durchdringt ein Pfiff die spannungsgeladende Stockhorn-Arena. Ein Griff ans Ohr bei Schiedsrichter Cibelli. Die Strafraumszene um Mahmoud wird nochmals angeschaut. Und siehe da: Matoshi tritt ihm auf den Fuss. In der 97. Minute trifft Alioski vom Punkt und sorgt für den Stich ins Thuner Herz. Die Emotionen entladen sich einmal mehr an der Seitenlinie. Wenig später ist eine hitzige Partie mit viel Zündstoff zu Ende.

«Gefühlschaos! Wollen uns nicht auf andere verlassen müssen»
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Eigentlich hätte der Rahmen für den historischen Thun-Titel nicht besser sein können. Draussen in der Stadt war schon alles angerichtet für die grosse Meisterparty. Beim Einstimmen auf den Gala-Abend herrscht am Nachmittag Kaiserwetter. Blauer Himmel und sommerliche Temperaturen. Eine Freinacht steht vor der Tür. 

Sogar ein Fan aus Kanada namens Adrian ist erstmals nach Europa gereist, um den Lieblingsverein eines Freundes anzufeuern – im Thun-Trikot wohlgemerkt. Gross und klein haben ihre alten Thun-Trikots ausgegraben. Der Mühleplatz bei der Schleuse am Fluss erschien vor der Partie komplett in Rot. Besser hätte ein besonderer Tag für die Thuner nicht beginnen können.

«Ich sehe zum ersten Mal ein Spiel live im Stadion»
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Doch dann beginnt das Spiel. Und das erste grosse Hindernis stellt sich dem Team von Trainer Mauro Lustrinelli schon nach zwei Minuten in den Weg. Bei der ersten Abwehraktion verletzt sich der bissige Verteidiger Genis Montolio ohne wirkliche Einwirkung des Gegners. Am Boden liegend weiss der Spanier bereits, welche Stunde es geschlagen hat. Voller Frust und Schmerz hält er sich die Hände vors Gesicht, nach dem Aufstehen kann er das Knie nicht mehr richtig belasten. Als er das Feld verlässt, trösten ihn sogar die Gegner.

Damit wird auch die überraschende Systemänderung von Trainer Mauro Lustrinelli stark herausgefordert. Er warf sein übliches 4-2-2-2 über den Haufen und stellte eine Dreierkette auf. Mit Montolio muss er bereits kurz nach dem Start ein entscheidendes Glied entfernen. Dähler, der sonst immer auf der Rechtsverteidigerposition spielt, übernimmt den Platz von Montolio und macht seine Sache dann solid. Doch Thun braucht einen Moment, um sich davon zu erholen. Als Goalie Niklas Steffen in der 85. Minute eine Monsterparade auspackt, liegt grosse Spannung im Stadion in der Luft. Bis der Penaltypfiff kommt.

Wenig später ist fertig. Die Enttäuschung bei den Thunern ist gross. Hängende Köpfe bei den Spielern nach Spielschluss. Doch vom Publikum gibts aufmunternden Applaus. Denn eigentlich wissen alle im Berner Oberland, dass der Sensations-Titel nicht aus den Händen geglitten ist, sondern höchstwahrscheinlich bloss vertagt. Womöglich nur um einen Tag. Schon am Sonntag kann Thun auf dem Sofa Meister werden. Dann nämlich, wenn St. Gallen in Bern gegen YB nicht gewinnt. Und eine Freinacht wäre in der Stadt auch am Sonntag geplant.

«Wer nicht gumpt, der ist kein Thuner»
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Der Thuner Tag im Fan-Ticker zum Nachlesen:

25.04.2026, 23:44 Uhr

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«Dann feiern wir den Titel halt am Sonntag»
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Thun-Fans nach Niederlage:«Dann feiern wir den Titel halt am Sonntag»
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Thun-Schwendimann:«Es ist gerade ein sehr negativer Tag»
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Thun verliert – Meisterfeier ist vertagt

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Foto: keystone-sda.ch
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Vor dem Stadion werden fleissig Fahnen ausgeteilt, auf Bierbänken nimmt man «no eine» und geniesst die prächtige Aussicht.

25.04.2026, 18:21 Uhr

Dieser Thun-Fan kommt aus Kanada

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
34
37
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
34
25
63
3
FC Lugano
FC Lugano
34
13
60
4
FC Sion
FC Sion
34
18
55
5
FC Basel
FC Basel
34
4
53
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
34
4
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
34
4
43
2
Servette FC
Servette FC
34
2
43
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
34
-7
42
4
FC Zürich
FC Zürich
34
-21
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
34
-26
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
34
-53
19
Relegation Play-Offs
Abstieg
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