Das gab zu reden
Joël Mall muss in der 56. Minute vom Platz, nachdem er von Kabwit getroffen worden ist – eine unbeabsichtigte Kollision, bei der den Luzerner Stürmer keine Schuld trifft. Der Servette-Goalie wird vom Ball zwischen den Beinen getroffen, dann folgt der Zusammenprall. Ob er da nochmals im Intimbereich getroffen wird oder doch an Bauch oder Brustkorb, ist auf den TV-Bildern nicht zweifelsfrei zu erkennen. Mall wird mit der Bahre vom Platz getragen und ins Spital transportiert. Jérémy Frick, der sein Comeback nach einer Hüftverletzung im Tor der Grenats feiert, ersetzt ihn. Bereits in der ersten Halbzeit verliert Servette Téo Allix wegen einer Verletzung.
Nach der Partie meldet sich Mall mit einem Bild aus dem Krankenhaus auf Instagram: «Drei Rippen für drei Punkte», schreibt er dazu. Der Aargauer hat sich bei seiner Rettungsaktion also wohl drei Rippen gebrochen.
Das Spiel
«Es ist mir wichtig, dass wir die viereinhalb schönen Jahre sauber abschliessen», erklärt der scheidende FCL-Coach Mario Frick vor der Partie gegenüber Blue. Im ersten Spiel seiner Abschiedstournee gelingt das nicht. Luzern verliert das Spiel, in dem es sportlich um nicht mehr viel geht, verdient mit 0:3.
Servette muss für einen ungefährdeten Heimsieg kein Feuerwerk zünden. In einer Partie mit wenig gelungenen Offensivszenen köpfelt Servette-Urgestein Miroslav Stevanovic die Hausherren in der 40. Minute in Führung. Die Luzerner bringen erst in der zweiten Nachspielminute vor der Pause den ersten Schuss zustande – Di Giusto zielt aus grosser Distanz drei Meter übers Tor.
Nur 59 Sekunden nach Wiederanpfiff kommt es noch schlimmer für die Gäste. Nach sehenswerter Vorarbeit von Houboulang Mendes trifft mit Cognat ein weiteres Servette-Urgestein.
Beinahe wären die Gäste postwendend zum Anschlusstreffer gekommen, doch Servette-Goalie Joël Mall wirft sich mirakulös in Oscar Kabwits Schuss. Mit Folgen: Für Mall geht es nicht mehr weiter (siehe «Das gab zu reden»).
Das wars dann aber auch schon fast mit Luzerner Torszenen. Eine Kopfballchance des eingewechselten Jugendspielers Sascha Meyer in der 75. Minute ist das höchste der FCL-Gefühle. Ersatzgoalie Jérémy Frick muss keinen Ball halten. In der aufgrund der Mall-Verletzung langen Nachspielzeit erzielt auch Junior Kadile, der im siebten Super-League-Spiel zum fünften Mal einnetzt, sein Tor.
Die Tore
40. Minute, Miroslav Stevanovic, 1:0. Der Bosnier setzt sich nach einer Kadile-Flanke von links gegen Taisei Abe durch und köpfelt gegen die Laufrichtung von FCL-Goalie Loretz zur Führung ein.
46. Minute, Timothé Cognat, 2:0. Blitzstart nach der Pause: Mendes lässt Abe rechts im Strafraum mit einer Finte stehen, legt zurück an die Strafraumgrenze, wo Cognat mit seinem schwachen linken Fuss verwertet.
90. + 7. Minute, Junior Kadile, 3:0. Der französische Knipser schiesst spät auch noch sein Tor: Er setzt sich gegen Freimann robust durch und erwischt FCL-Goalie Pascal Loretz in dessen linker Ecke.
Der Beste
Timothé Cognat ist im Mittelfeld omnipräsent. Der Franzose überzeugt mit seiner Technik und seinem Spielverständnis. Zudem zeigt er sich in der 46. Minute auch als Torschütze, als er mit seinem schwachen linken Fuss das 2:0 erzielt.
Der Schlechteste
Taisei Abe verliert beim ersten Tor das Kopfballduell gegen Miroslav Stevanovic und wird beim 0:2 von Mendes umdribbelt. Ein Nachmittag, den der junge Japaner wohl lieber vergessen würde.
Das gab zu reden II
Bei Servette gilt eine klare Regel: In ihrem ersten Jahr dürfen die Nachwuchsspieler ihren Namen nicht auf dem Trikot tragen. Selbst wenn sie, wie beispielsweise Malek Ishuayed und Téo Allix, in dieser Saison bereits ihr elftes Spiel bestreiten. Das verwundert den Blue-Kommentator: «Sie hatten sie vor Saisonbeginn wohl nicht eingeplant, das ist sicher der Grund», meint er. Falsch. Die Idee ist, dass sich die Servette-Spieler ihren Aufdruck zuerst «verdienen» müssen.
Die Fans
Geringer Zuschauerandrang im Stade de Genève am Ostermontag. Der Stadionsprecher gibt eine Zuschauerzahl von 8032 bekannt, was im Stadion für viel Gelächter sorgt. Zur Erinnerung: Servette zählt seit Saisonbeginn die abwesenden Saisonkarteninhaber in seiner offiziellen Zuschauerzahl mit. In puncto Sicherheit gibt es nichts zu berichten, die Fans beider Lager verhalten sich sehr ruhig. 300 Luzerner Fans sind angereist.
Die Schiris
Luca Cibelli zieht ausnahmsweise einmal konsequent seine Linie durch. Er zückt die Karten, wenn es nötig ist, und zeigt ein fehlerfreies Spiel. Das wird ihm für seine persönliche Bewertung gut tun.
So gehts weiter
In der letzten Runde vor der Liga-Teilung empfängt der FCL am nächsten Sonntag (16.30 Uhr) den FC St. Gallen zum Prestigeduell – zwischen den beiden Klubs sind immer viele Emotionen im Spiel. Servette spielt zeitgleich in Bern gegen YB.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 32 | 24 | 59 | |
3 | FC Lugano | 32 | 11 | 54 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 32 | 13 | 49 | |
6 | BSC Young Boys | 32 | 5 | 47 | |
7 | FC Luzern | 32 | 3 | 39 | |
8 | Servette FC | 32 | 0 | 39 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 32 | -7 | 39 | |
10 | FC Zürich | 32 | -17 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 32 | -27 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 32 | -49 | 19 |






