Das Spiel
GC kann auf die Cup-Blamage gegen Stade-Lausanne-Ouchy nicht reagieren und verliert gegen den FC Luzern mit 1:2. Damit verpasst man es, Druck auf Stadtrivale FCZ zu machen, der zeitgleich bei Lausanne mit 0:3 untergeht.
Die erste Chance gehört zwar GC-Star Asp Jensen mit einem starken Solo (4.), danach übernimmt aber der FCL das Spieldiktat komplett. Das Problem: Richtig zwingend werden die Zentralschweizer nicht. Aus dem Nichts – und kurz nachdem die Hoppers-Fans in den Sektor kommen (s. «Das gab zu reden») – kommt GC in der 34. Minute zu einer Topchance. Wieder ist es Asp Jensen, der mit einem schönen Weitschuss Keeper Loretz fordert. Drei Minuten später klappts dann mit der GC-Führung: Nach kollektivem Versagen der Luzerner Defensive trifft Imourane Hassane per Flachschuss zum 1:0 für das Heimteam.
GC kommt gut aus der Kabine und drückt auf den zweiten Treffer – doch genau in der bisher besten Spielphase der Hoppers kassieren sie den Ausgleich: Nach einer Frey-Chance, trifft Kevin Spadanuda praktisch im Gegenzug per Kopf zum 1:1 – GC-Goalie Hammel sieht dabei schlecht aus. Knapp zehn Minuten später kommt es nochmals zum Duell Spadanuda gegen Hammel – dieses Mal mit dem besseren Ende für den Keeper. Genauso gegen Kabwit, dessen Schuss Hammel an den Pfosten lenkt.
Genau dieser Kabwit ist es dann, der in der 82. Minute den zweiten Treffer von Matchwinner Spadanuda vorbereitet. Am Schluss haben die Zürcher Glück, dass das Ergebnis nicht höher ausfällt. In der 90. Minute verhindert nur der Querbalken das dritte Luzerner Tor nach einem schönen Schuss von Karweina.
Die Tore
37. Minute, Imourane Hassane, 1:0. Marques flankt aus dem Halbfeld zur Mitte. Bajrami will klären, doch der Kopfball misslingt völlig, wodurch Hassane die Kugel auf dem Silbertablett serviert wird. Dieser narrt Owusu, zieht ab und trifft mit seinem schwächeren linken Fuss flach ins lange Eck.
57. Minute, Kevin Spadanuda, 1:1. Luzern-Captain Dorn flankt von rechts in den Strafraum, dort gewinnt Spadanuda das Kopfballduell und markiert den 1:1-Ausgleich, während GC-Goalie Hammel alles andere als stilsicher wirkt – diesen Ball kann man auch mal halten.
82. Minute, Kevin Spadanuda, 1:2. Eine sehenswerte Ballstafette führt zur Führung! Nachdem sich die Luzerner am Strafraum festgesetzt haben, läuft die Kugel wie an der Schnur gezogen: Von Dorn über Owusu gelangt das Leder zu Kabwit, der das Auge für den besser postierten Mitspieler hat. Sein Querpass führt dazu, dass Spadanuda nur noch zum 2:1 einschieben muss.
Die Stimmen
GC-Verteidiger Maximilian Ullmann (gegenüber Blue: «Wir haben uns mehr vorgenommen, ich denke, wir waren in der ersten Halbzeit richtig gut im Spiel. Wir haben leidenschaftlich verteidigt und das verdiente 1:0 gemacht. In der zweiten Halbzeit müssen wir das Zweite nachlegen, dann haben wir einmal nicht aufgepasst und wir kriegen das 1:1. Am Schuss ist das 2:1 bitter für uns.»
Der Beste
Na klar, Doppelpacker Kevin Spadanuda. Der Zürcher dreht das Spiel für den FCL fast im Alleingang. Und hätte sogar einen Hattrick machen können/müssen. Und das alles in einer Halbzeit.
Der Schlechteste
Wie konnte Justin Hammel den Ball beim FCL-Ausgleich bloss ins Tor kullern lassen? Den muss der GC-Keeper hundertprozentig halten.
Das gab zu reden
Fortsetzung der Rubrik «Die Fans». Denn nach einer halben Stunden trudelt ein wesentlicher Teil der GC-Ultras ein. Mit Pauken und Trompeten. Ääh, drei Böllern und schwarzem Rauch. Es ist die Fortsetzung des Skandals in Lausanne, der aber glücklicherweise nicht eskaliert.
Der Schiedsrichter
Keine Probleme für Ref Anojen Kangasingam. Also: Top-Leistung, so oder so. Und auch VAR Lukas Fähndrich hatte bloss Hintergrundarbeit zu leisten.
Die Fans
4971 sind im Letzigrund. Zum Kickoff sind es sogar viel weniger, denn die GC-Fankurve ist leer. Stattdessen hängen zwei Spruchbänder: «Fuck Off FCLA!» Und: «Mir händ jetzt au eifach mal kei Lust.» Richtig Stimmung machen hingegen die FCL-Fans in der vollen Gästekurve. Und das in einem totalen Kehrausspiel.
So gehts weiter
Am nächsten Wochenende setzen beide Mannschaften ihren Weg in der Relegation Group fort. GC bestreitet am Sonntag (16.30 Uhr) gegen Servette die zweite von insgesamt vier aufeinanderfolgenden Partien im Letzigrund. Luzern tritt derweil die Reise in die Romandie an und gastiert bereits am Vortag bei Lausanne (18 Uhr).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 34 | 37 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
5 | FC Basel | 34 | 4 | 53 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 34 | 4 | 43 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 34 | -7 | 42 | |
4 | FC Zürich | 34 | -21 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 34 | -53 | 19 |






