Das Spiel
Es gibt Gründe, warum GC auf dem vorletzten Tabellenplatz festsitzt – zum Beispiel die fehlende Konstanz. In dieser Spielzeit konnten die Hoppers bislang noch keine zwei Partien im selben Monat gewinnen. Das bleibt auch nach der 2:3-Niederlage gegen Lausanne, dem zehnten sieglosen Liga-Spiel in den letzten elf Partien, so.
Dabei legen die Zürcher eigentlich einen guten Start hin. Asp Jensen hat die erste Chance des Spiels, kurz darauf trifft Abels mit seinem ersten Saisontreffer zur Führung. Allzu lange hält diese allerdings nicht, denn die Waadtländer werden in der Folge stärker. Traoré kann einen Fehler von GC-Goalie Hammel noch nicht ausnutzen, doch Mouanga gleicht wenig später aus.
Rund um den Pausenpfiff schrammen die Hoppers dann mehrfach nur knapp am Rückstand vorbei. Kurz vor dem Seitenwechsel scheitert Traoré nach einem schönen Steckpass am Pfosten und nur wenige Sekunden nach Start der zweiten Hälfte können die Zürcher den Gegentreffer nur mit vereinten Kräften verhindern.
Wenig später ist das GC-Glück allerdings aufgebraucht: Custodio dreht das Spiel mit einem schönen Freistosstor, ehe Traoré keine Viertelstunde später erhöht. Dazwischen verpasst Meyer aus spitzem Winkel den Ausgleich. Doch weil Plange in der Folge den Anschlusstreffer erzielt, wird das Spiel in der Schlussphase doch nochmals spannend.
Der Ausgleich gelingt trotz Druckphase inklusive Lattentreffer allerdings nicht mehr und so bleibt der Rückstand auf das direkt rettende Ufer bei sieben Punkten. Noch bitterer für die Zürcher: Frey fliegt in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz.
Die Tore
8. Minute, Dirk Abels, 1:0. Nach einem weiten Einwurf von der linken Seite kann Sow den Abschluss von Frey blocken. Der Ball landet aber vor den Füssen von Abels, der aus rund 15 Metern zur Führung einnetzt.
22. Minute, Kevin Mouanga, 1:1. GC kann einen Eckball von Custodio klären, doch der Lausanne-Captain darf gleich noch einmal flanken. Diesmal steigt mit Mouanga ein Waadtländer am höchsten und köpfelt zum Ausgleich ein.
50. Minute, Olivier Custodio, 1:2. Krasniqi legt Lekoueiry einige Meter vor dem eigenen Strafraum. Den fälligen Freistoss zirkelt Custodio wunderschön über die Mauer in die rechte Ecke.
63. Minute, Seydou Traoré, 1:3. Poaty wird auf der linken Seite lanciert und spielt einen schönen Ball durch den Strafraum. Am zweiten Pfosten ist Traoré völlig frei und bezwingt GC-Goalie Hammel gegen die Laufrichtung.
72. Minute, Luke Plange, 2:3. Abels schlägt von der linken Seite eine Flanke zur Mitte, wo Sow unter dem Ball hindurch springt. Plange ist zur Stelle und schiebt zum Anschlusstreffer ein.
Die Stimme (gegenüber Blue)
Michael Frey (GC-Stürmer): «Wir hatten in der zweiten Hälfte Chancen. Ein Unentschieden wäre mehr als drin gelegen. Aber wir sind natürlich alle sehr enttäuscht. Wenn wir in Führung gehen, sind wir noch nicht so sicher und stabil, um das halten zu können. Wir sind aus einem Grund in einer solchen Situation, aber wir sind auch aus einem Grund in jedem Spiel mit dabei.»
Der Beste
Olivier Custodio. Eine Vorlage, ein Tor. Der Captain führt Lausanne zum zweiten Sieg im Letzigrund innerhalb von vier Tagen.
Der Schlechteste
Abdoulaye Diaby. Steht stellvertretend für eine völlig verunsicherte GC-Defensive. Jedes dritte Zuspiel des Abwehrchefs landet beim Gegner. Eine Passquote des Grauens.
Das gab zu reden
Das ist schon fast rekordverdächtig! In der 89. Minute holt sich GC-Stürmer Michael Frey seine erste Gelbe Karte ab, weil er beim Anlaufen wegrutscht und so Lausanne-Keeper Letica umgrätscht. Das kann man noch als unglücklich durchgehen lassen. Dass der Berner nur ein paar Sekunden später gegen Mouanga zu spät kommt und mit Gelb-Rot vom Platz fliegt, ist dann aber einfach nur dumm ….
Die Schiris
Hajrim Qovanaj liefert ein solides Super-League-Debüt ab. Nach 20 Minuten entscheidet er nach einer heiklen Aktion im GC-Strafraum auf Weiterspielen. Der Entscheid hat allerdings keine grosse Folgen. Lausanne trifft auch so kurz darauf zum Ausgleich. VAR Sven Wolfensberger muss nie eingreifen.
Die Fans
Als GC in der Schlussphase zur Aufholjagd bläst, sind auch 5689 Fans im Letzigrund wach.
So gehts weiter
GC reist am kommenden Samstag (18 Uhr) zum Tabellenführer nach Thun. Lausanne empfängt einen Tag später (14 Uhr) YB.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






