Das Spiel
Dass sich scheinbar viele Lugano-Fans gegen eine Reise nach Zürich entschieden haben (s. «Die Fans»), scheint während des ganzen Spiels kein schlechter Entscheid gewesen zu sein. Denn Spektakel bringt dieses torlose Remis im kalten Letzigrund nicht – bis die Nachspielzeit anbricht. Behrens lässt die nicht einmal 100 Lugano-Fans jubeln und beendet damit die Serie des FCZ, der zuvor fünf Spiele ohne Niederlage war.
Ernsthafte Torchancen gibts nur wenige, vor allem in der ersten Halbzeit. Phaëtons Schuss prallt an den Pfosten (45.+2). Ansonsten dominiert Lugano (73 Prozent Ballbesitz) – und vor allem der Kampf: 57 Zweikämpfe und 20 Fouls sinds beim Pausenpfiff, dazu werden vier Spieler verwarnt. Für Ligue, Vujevic (beide FCZ) und Mai (Lugano), der Glück hat, dass er für sein Einsteigen gegen Phaëton (35.) nicht vom Platz fliegt, bedeutet die Gelbe Karte, dass sie am Wochenende gesperrt sind und das Fussballjahr 2025 für sie nach dieser Partie vorbei ist.
Etwas mehr Torgefahr gibts im zweiten Durchgang. Saipi muss eine Hereingabe von Emmanuel entschärfen und hat Glück, dass im Zentrum dann ein Teamkollege klären kann (52.). Die beste Chance der Luganesi hat Behrens, sein Schuss wird von FCZ-Goalie Brecher stark um den Pfosten gelenkt (72.). Beim Tor des Deutschen ist der Zürcher Captain dann chancenlos. In der Nachspielzeit fliegt dann Osborne Odera nach VAR-Intervention wegen einer Tätlichkeit noch mit Rot vom Platz. So endet die Partie und die fünf Spiele währende Ungeschlagenheit des FCZ.
Das Tor
90.+1 Minute, Kevin Behrens, 0:1. Cimignani schickt Bislimi in die Tiefe, die FCZ-Verteidiger wirken etwas unorganisiert. Bislimi legt den Ball im Strafraum quer auf Behrens, der nur noch ins leere Tor einschieben muss, da Brecher den Winkel für Bislimi verkleinern wollte und aus seinem Tor gekommen ist.
Der Beste
Schwierige Wahl. In einem Spiel ohne Gegentor kann es vermutlich nur ein Innenverteidiger sein. Wir nehmen Papadopoulos.
Der Schlechteste
Georgios Koutsias hat gegen die geballte Erfahrung von 14 Super-League-Einsätzen (David Vujevic und Ilan Sauter) in der FCZ-Innenverteidigung keinen Stich.
Die Stimmen (gegenüber Blue)
Miguel Reichmuth (FCZ): «Es ist extrem bitter. Wir hatten das Spiel in der 2. Halbzeit unter Kontrolle, wir haben wenig zugelassen. Das ist extrem bitter. So schnell kann es gehen, wenn man einmal nicht aufpasst.»
Kevin Behrens (FC Lugano): «Zürich hat es uns schwer gemacht. Es gab viele Fouls. Es war kein schönes Spiel. Wir sind froh, dass wir diesen dreckigen Sieg eingefahren haben. Es ist der Lohn für die harte Arbeit. Man muss 90 Minuten fokussiert sein und an seine Chance glauben.»
Das gab zu reden
Gegen den FC Lugano hat der FC Zürich die Chance, seine Serie von fünf ungeschlagenen Spielen auf sechs Spiele zu erweitern. Dies gelingt ihnen jedoch nicht und die Serie endet gegen die Gäste aus dem Tessin. Diese können wiederum zum vierten Mal in Folge auswärts ohne Gegentreffer bleiben und auf den vierten Tabellenplatz vorrücken.
Die Schiris
Nico Gianforte, begleitet von seinen Assistenten Claudio dos Santos und Mirco Bürgi, leistet sich keine grösseren Fehlentscheidungen. Eine klare Linie ist aber auch nicht zu sehen. Besonders die FCZ-Fans geben sich mit den gepfiffenen Fouls alles andere als zufrieden, denn in der Nachspielzeit erhält Damien Osborne Odera nach kurzem VAR-Check noch die Rote Karte.
Die Fans
Normalerweise wird bei einem FCZ-Heimspiel die Baslerstrasse auf Höhe des Gästesektors von der Polizei mit einem Zaun abgeriegelt, um die beiden Fanlager trennen zu können. Spielen die Zürcher aber an einem Mittwochabend im Dezember gegen den FC Lugano, sparen sich die Sicherheitskräfte diese Mühe. Es hat schlicht fast keine Tessiner Fans, die man von irgendjemandem trennen könnte. Knapp 100 sind es, die den Weg nach Zürich auf sich nehmen. Insgesamt sind es 10’348 Fans, die sich an diesem kalten Mittwoch im Letzigrund versammeln.
So gehts weiter
Zum Abschluss des Fussballjahres 2025 gastiert der FCZ am Samstagabend beim Leader, und allfälligen Wintermeister, FC Thun (18 Uhr). Die Tessiner absolvieren ihr letztes Heimspiel in diesem Jahr am Sonntag gegen YB (16.30 Uhr).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






