Das Spiel
Winterthur kann im Abstiegskampf nicht vom GC-Ausrutscher (0:5 bei Servette) profitieren und verpasst es so, seinen Rückstand auf den Barrageplatz zu verkürzen. Das Team von Patrick Rahmen ist gegen Basel zwar lange im Chancenplus, kann dieses jedoch nicht ausnutzen und verliert am Ende 0:2.
Es ist eine hitzige Startphase in Winterthur, in der das Heimteam lange spielbestimmend ist. Nach vier Minuten vergeben die Winterthurer mit einem Latten-Knaller von Dansoko und dem Kopfball-Nachschuss von Golliard die Führung gleich doppelt. Nur wenige Minuten später bietet sich gleich nochmals die Möglichkeit, in Front zu gehen, als Schiri Piccolo nach einem Handspiel von Rüegg auf den Punkt zeigt. Hitz ahnt beim Versuch von Buess die Ecke und hält den Ball sicher fest.
Stattdessen liegt das Heimteam plötzlich hinten. Die Basler gehen nach einer Viertelstunde dank Salah mit der ersten zwingenden Möglichkeit in Führung. Trotz des Rückstands haben die Winterthurer weiterhin ein Chancenplus. Arnold, der für den verletzten Kryeziu ins Spiel kommt, trifft kurz vor der Pause freistehend aus bester Position den Ball nicht richtig und vergibt so den Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel schalten die beiden Teams einen Gang runter, so sind Torchancen lange Mangelware. Auch Shaqiri, der wegen muskulären Problemen unter der Woche in der ersten Halbzeit geschont wird und erst nach der Pause eingewechselt wird, hat gegen seinen Lieblingsgegner keine zündende Idee. Stattdessen ist es Traoré, der die Basler Führung sehenswert erhöht. Winterthur kann trotz Überzahl nach der Roten Karte gegen van Breemen in der Schlussphase nicht mehr reagieren.
Die Tore
15. Minute, Ibrahim Salah, 0:1. Traoré setzt sich auf der linken Seite mit einem tollen Dribbling gegen Dansoko durch und leitet zu Salah weiter. Salah muss am zweiten Pfosten nur noch seinen Fuss hinhalten und an FCW-Goalie Kapino vorbei ins Tor einschieben.
71. Minute, Bénie Traoré, 0:2. Shaqiri tritt einen Freistoss, den Kapino abwehren kann. Schmid bringt den Ball erneut in den Strafraum, wo er zu Traoré kommt, der per Volley die Basler Führung via Latten-Unterkante erhöht.
Die Stimmen
FCB-Verteidiger Flavius Daniliuc (gegenüber Blue): «Es war eine überzeugende Leistung von unserer Mentalität her. Wir wussten, wie schwer es hier ist. Winterthur spielt ums Überleben. Sie wussten, dass die Resultate vom Samstag für sie waren und sie mit einem Sieg gegen uns einen grossen Schritt Richtung Klassenerhalt machen könnten. So kamen sie auch heraus. Wir haben es zwar erwartet, trotzdem haben sie uns aber überrascht. Bei uns merkt man einen Umschwung. Vier Siege in fünf Spielen ist deutlich besser als vorher.»
FCB-Goalie Marwin Hitz (gegenüber Blue): «Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir hatten viele Situationen, in denen wir den Ball verlieren und in Schwierigkeiten geraten. Winterthur hat es gut gemacht, da müssen wir ehrlich sein. Wir haben heute gegen einen sehr guten Tabellenletzten gespielt. Wir hatten in keiner Phase wirklich die Kontrolle. Am Schluss war der Sieg okay, aber wir hatten schon etwas Glück.»
FCW-Stürmer Andrin Hunziker (gegenüber Blue): «Es ist schade. Wir sind enttäuscht. Ich weiss gar nicht, wie wir die zwei Gegentore erhalten haben. Ich habe wenig bis gar keine Chancen des FCB gesehen. Aber es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Schützi und unsere Fans leben. Wir hatten sehr viele Möglichkeiten. Bei ihnen gingen sie einfach rein, für uns war es etwas unglücklich. Heute wäre mehr dringelegen, aber es war immer noch der FC Basel, der uns gegenüber stand. Wenn wir so weitermachen, bin ich überzeugt, dass wir es schaffen können.»
FCW-Stürmer Roman Buess (gegenüber Blue): «Ich bin enttäuscht, den Penalty nicht gemacht zu haben. Das war sicher ein Knackpunkt. Wir hatten Chancen. Den Penalty muss ich klar machen, dann kann das Spiel in eine andere Richtung gehen. Wir haben in der ersten Hälfte sehr viel Aufwand betrieben, es war sehr intensiv. Gegen Basel war es in der zweiten Hälfte schwierig, wenn du einem Rückstand hinterher läufst und sie mit den Wechseln noch mehr Qualität reinbringen.»
Der Beste
Marwin Hitz. Rettet den FCB in der ersten Hälfte mehrfach vor einem Rückstand. Pariert unter anderem den Penalty von Buess. 90 Minuten lang Herr der Lage. Stark.
Der Schlechteste
Remo Arnold. Der Winti-Captain sitzt zu Beginn bloss auf der Bank, kommt nach 20 Minuten für den verletzten Kryeziu und ist überhaupt nicht gut im Spiel. Schwacher Auftritt des Innerschweizers.
Das gab zu reden
Mausbeinallein sitzt GC-Trainer Gernot Messner auf der Haupttribüne und guckt sich den direkten Abstiegskonkurrenten live im Stadion ein. Beim 1:0 der Basler verzieht der Österreicher keine Miene, auch beim zweiten Treffer bleibt er stoisch. Innerlich aber dürfte er sich über die Winti-Pleite gefreut haben.
Die Schiris
«Kleinlicher Piccolo sorgt für Pfeifkonzert», lautete die Blick-Schlagzeile, als der Tessiner vor ein paar Wochen auf der Schützenwiese vorbeischaute. Geändert hat sich seither nicht viel. Zwar begeht Piccolo keine spielentscheidenden Fehler und liegt beispielsweise bei der Penalty-Situation richtig. Trotzdem sorgt er mit seinen teils unverständlichen Pfiffen für rote Köpfe bei Spielern, Betreuern und Fans.
Die Fans
8700 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Schützenwiese ist ausverkauft. Sowohl die Winterthurer Bierkurve als auch der Gästeblock sorgen für eine tolle Atmosphäre. Zur Pause gibts ein Pfeifkonzert, was wohl nicht nur dem Rückstand, sondern auch Schiri Piccolo gilt.
So gehts weiter
Nach der Länderspielpause steht für Winterthur am Karsamstag das Auswärtsspiel in Lausanne an (18 Uhr). Basel empfängt wenige Stunden später (20.30 Uhr) YB im St. Jakob-Park.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






