Das Spiel
Thun lässt sich auch vom Schneegestöber nicht aufhalten und gewinnt gegen GC mit 5:1. Damit ist der Leader seit drei Monaten ungeschlagen.
Die erste grosse Chance haben die Berner Oberländer: Nach einer Ecke landet der Ball an der Strafraumgrenze bei Leonardo Bertone. Der heutige Thun-Captain, der für den gelbgesperrten Marco Bürki einspringt, nimmt den Ball gefühlvoll volley, sein Heber landet jedoch nur am Querbalken. Entgegen dem Spielverlauf sind es die Hoppers, die durch Young-Jun Lee in Führung gehen.
Thun lässt sich nicht gross beirren und kehrt die Partie durch Treffer von Mattias Käit und Genis Montolio innerhalb von vier Minuten. Wenig später der vermeintliche GC-Ausgleich – doch dieser wird vom VAR einkassiert (siehe «Das gab zu reden»).
Kurz vor der Pause herrscht Verwirrung: Ein Abschlag von Goalie Justin Hammel landet bei Fabio Fehr, der direkt abschliesst und ins leere Tor trifft. Doch sein Jubel hält nicht lange: Der Treffer zählt nicht, da Elmin Rastoder Hammel beim Abstoss störte. In der zweiten Hälfte macht der Leader alles klar. Erst erhöht Brighton Labeau wunderschön, dann trifft auch Sturmkollege Rastoder. Den Schlusspunkt setzt das Geburtstagskind: Furkan Dursun sorgt mit seinem ersten Super-League-Tor für den 5:1-Endstand.
Die Tore
17. Minute, Young-Jun Lee, 0:1. Plange hat viel Platz über die rechte Seite und flankt zur Mitte. Dort entwischt Lee der Abwehr und trifft ins Tor.
33. Minute, Mattias Käit, 1:1. Nach einer einstudierten Ecke kommt der Ball zur Strafraumgrenze wo Bertone steht. Dieser spielt den Ball flach Richtung Tor. Käit steht mit dem Rücken zum Tor und setzt den Ball wunderschön mit der Hacke ins Tor.
37. Minute, Genis Montolio, 2:1. Bertone bringt einen Freistoss von der rechten Seite. Der Ball springt zurück und Fehr nimmt ihn direkt. Montolio fälscht den Ball glücklich ab und so landet er im Tor.
50. Minute, Brighton Labeau, 3:1. Montolio schickt Labeau mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte in die Tiefe. Dieser setzt sich im Sprintduell gegen Diaby durch und überlupft Goalie Hammel von ausserhalb des Strafraums.
60. Minute, Elmin Rastoder, 4:1. Der Rückpass von Plange wird abgefangen. Labeau schaltet schnell und spielt in den Lauf von Rastoder. Dieser lässt Goalie Hammel ins Leere rutschen und kann frei vor dem Tor einschieben.
80. Minute, Furkan Dursun, 5:1. Reichmuth chippt den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Dursun am höchsten steigt und den Ball mit dem Kopf unhaltbar ins Tor verlängert.
Die Stimme
GC-Captain Dirk Abels: «Was mich nervt, ist die Schiedsrichterin. Vor dem Spiel sagt sie, ich könne als Captain mit ihr sprechen. Und im Endeffekt bekommst du während des Spiels keine Antwort. Nicht einmal eine Reaktion, das kann ich nicht verstehen. Man soll mich nicht ignorieren. Sie sagt, meine Art mir ihr zu sprechen sei falsch. Dabei habe ich einzig etwas lauter gesprochen. Und dafür seh ich dann die Gelbe Karte ...»
Das gab zu reden
Vor der Pause überschlagen sich die Ereignisse. Die knifflige Szene spielt sich beim vermeintlichen 2:2-Ausgleich der Hoppers ab (40.). Plange steht als Abnehmer der Flanke klar im Abseits, verfehlt sie jedoch klar. Da sind mehrere Dutzend Zentimeter dazwischen. Er springt hoch, wird er dadurch aber wirklich aktiv? Schiedsrichterin Blanco geht sich die Szene anschauen – und entscheidet auf Abseits. Wäre Plange nicht hochgesprungen, hätte es wohl anders ausgesehen. So ist der Entscheid aber gerechtfertigt. Einziges Rätsel bleibt, warum Blanco nach der Video-Konsultation mehrmals auf ihren Oberarm zeigt.
Der Beste
Thun-Stürmer Brighton Labeau. Der National-Captain der Karibikinsel Martinique fühlt sich im Schneegestöber des Berner Oberlands pudelwohl.
Der Schlechteste
GC-Verteidiger Abdoulaye Diaby. Holt schon früh im Spiel Gelb ab und sieht dann vor dem Gegentor zum 1:3 gegen Labeau uralt aus.
Die Schiris
Désirée Blanco hat alle Hände voll zu tun. Zwei Treffer muss sie nach einem Goal-Check aberkennen – ein zusätzlicher bleibt bestehen. Sie muss mehrmals an den Bildschirm an der Seitenlinie.
Die Fans
Zum vierten Mal in dieser Saison ist die Thuner Stockhorn-Arena ausverkauft. 10’014 Fans werden gemeldet. Die Tageskassen blieben geschlossen.
So gehts weiter
Thun spielt am kommenden Samstag (18 Uhr) im Letzigrund gegen den FCZ. Für GC geht es zur gleichen Zeit auswärts gegen Servette weiter.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






